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Sony Handycam HDR-PJ10E

Testbericht

Hersteller: Sony Listenpreis: Fazit:

Der Sony Handycam HRD-PJ10E ist ein HD-Camcorder, der seinen vergleichsweise hohen Preis auf den integrierten Projektor zurückführt, aber ansonsten recht unspektakulär bestückt ist. Wenn man aber regelmäßig Urlaubsvideos und andere Aufnahmen im kleinen Kreis vorführen möchte, ist allein schon die Beamer-Funktion des Camcorder den Preis wert.

Pro
  • integrierter Projektor und Stereolautsprecher für die schnelle Vorführung von Videoaufnahmen
  • hat die Weitwinkel-Linse, das integrierte USB-Kabel und die Automatik seiner Projektor-losen Verwandten
Contra
  • Performance und Ausstattung sind ein wenig schwach für den geforderten Preis
Testurteil
GUT
7,0
von 10 Punkten
7,0 stars

Sony Handycam HDR-PJ10E: Kompakter HD-Camcorder mit integriertem Projektor

Sony bekämpft das Kabel-Chaos: Wer seine Urlaubserlebnisse mit einem Camcorder der PJ-Familie aufgezeichnet hat, muss kein Sammelsurium an Steckern, Adaptern und Leitungen mitbringen, wenn er die Videos bei Freunden abspielen möchte. Mit dem Fernseher verbinden muss man diese Kameras nicht – denn sie bringen einen integrierten Projektor mit, der Sonne, Strand und Action direkt an die Wand wirft. Ob das in der Praxis funktioniert und ob die Bildqualität darunter leidet, haben wir getestet.

Der Sony Handycam HDR-PJ10E wird von Sony mit einem Listenpreis von 599 Euro geführt, ist am deutschen Markt aber bereits zu Preisen ab 429 Euro erhältlich.

Design und Ausstattung

Der HRD-PJ10E ist zwar technisch eigentlich mit dem HDR-CX130E identisch, erfährt durch den integrierten Pico-Projektor aber eine deutliche Aufwertung in Sachen Funktionalität und Nützlichkeit. Das kann man zum Teil darauf zurückführen, dass die bestenfalls ordentliche Aufnahmequalität bei einer Vorführung mit dem Mini-Projektor keine wirklich große Rolle mehr spielt. Und wer sich diesen Camcorder anstelle eines qualitativ ähnlichen, aber preiswerteren Modells ohne Projektor kauft, legt sowieso mehr Wert auf seine Projektionsfähigkeit als auf seine Videoqualität beim Playback an einem Full-HD-Fernseher.

Sein drei Zoll großes LCD ist vergleichsweise klein, passt damit aber zur Kompaktheit des Camcorders. Leider ist es wie viele seiner Art nicht wirklich gut ablesbar, wenn die Sonne drauf scheint. Sony-typisch ist es via Touchscreen bedienbar. Uns gefällt das, aber das ist Geschmackssache. Die Reaktionsfreudigkeit des Touchscreens ist zwar nicht gerade vorbildlich, aber andererseits gibt es so wenig zu Navigieren, dass dies nicht wirklich ins Gewicht fällt.

Das 3-zöllige Display wird per Berührung bedient, gehört aber nicht zu den reaktionsfreudigsten Touchscreens.
Das 3-zöllige Display wird per Berührung bedient, gehört aber nicht zu den reaktionsfreudigsten Touchscreens.

Das bemerkenswerteste Feature des Camcorders ist natürlich der kleine Projektor, der in den Displaydeckel integriert ist und genügend Reichweite und Helligkeit bietet, um daheim oder im Urlaub schnell die letzten Schnappschüsse anzuschauen. Mit dem Schieber auf der Oberkante der Displayklappe kann man übrigens sehr einfach den Fokus einstellen.

Die Bedienung ist einfach genug. Allerdings hätten wir uns gefreut, wenn der Touchscreen auch während der Projektion funktionieren würde – so muss man alles im Voraus einstellen, da man bei laufender Projektion nur limitierte Navigationsmöglichkeiten hat.

Die relativ niedrige Qualität der Videoaufnahmen fällt übrigens deshalb nicht so auf, weil die Auflösung des Mini-Beamers nur bei 640 mal 320 Pixeln liegt. Die empfohlene Projektionsdistanz liegt bei 50 Zentimetern bis drei Metern, die Bildschirmdiagonale kann zwischen 10 und 60 Zoll variieren. Da der Lcihtstrom aber nur bei 10 Lumen liegt, sollte der Raum unbedingt abgedunkelt sein: Im hellen Sonnenlicht sieht man nicht viel, um es mal sehr positiv auszudrücken.

Auf der Oberseite des Camcorders sitzen die Modus- und Foto-Tasten, die nach unserem Dafürhalten etwas zu nahe beieinander liegen. Der Zoom-Schalter ist bei weitem nicht so locker wie bei dem HRD-CX130E – es gibt also doch Unterschiede zwischen den beiden Geräten. In der Handschlaufe ist ein winziges USB-Kabel verborgen, das sich beim Übertragen von Aufnahmen gerade unterwegs als sehr praktisch erweist – so muss man nicht noch ein weiteres Kabel mitschleppen.

Der Camcorder arbeitet zwar nicht vollautomatisch, kommt aber nahe heran. Man hat die Wahl zwischen vier Aufnahmemodi: Movie, Photo, Smooth Slow Record (drei Sekunden Aufnahme werden mit 25-prozentiger Geschwindigkeit abgespielt) sowie Golf Shot (zwei Sekunden Aufnahme werden als multiple Bilder abgelegt).

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Sony Handycam HDR-PJ10E: Kompakter HD-Camcorder mit integriertem Projektor

  • Am 5. April 2012 um 22:18 von Julian

    Videobeispiele
    Ich habe mal eine Playlist mit 23 unbearbeiteten Videos der Sony HDR-PJ10 erstellt. Alles in verschiedenen Situationen. Ob Tag oder Nacht, schnelle Bewegungen, Schwenker, Autofahrten usw.. Für alle die mal schauen möchten, wie die Qualität der Kamera so ist.

    Link: http://www.youtube.com/playlist?list=PLE6DFE7331E6500B6

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