ContourRoam im Test: wasserdichter und günstiger Actioncamcorder

Dank Camcordern, Handys und Digicams können wir überall und jederzeit filmen und verpassen keinen Moment mehr. Jedenfalls dann, solange es nicht nass und dreckig zugeht oder man beide Hände braucht. Die Bullet-Kamera ContourRoam krallt sich dank vielfältigem Montagezubehör an Fahrrädern, Helmen, Rennautos und Surfbrettern fest – und überlebt Tauchtiefen von bis zu einem Meter sowie den einen oder anderen Sturz. Ums Einfangen der Videos kümmern sich eine Weitwinkellinse mit 170 Grad Bildwinkel und ein Full-HD-Bildsensor. Wir haben den Outdoor-Profi ausführlich getestet.

Seit der US-amerikanische Hersteller Contour vor drei Jahren den ContourHD auf den Markt gebracht hat, ist der Hersteller bei Bullet-Kameras einer unserer Favoriten. Allerdings hängt das besagte Einsteiger-Modell inzwischen weit hinter seinen neueren und größeren Geschwistern zurück. Hier kommt der ContourRoam ins Spiel – der robuste Full-HD-Camcorder wechselt bereits für deutlich unter 200 Euro den Besitzer. Im Vergleich zum fast 500 Euro teuren Top-Modell präsentiert er sich da als echtes Schnäppchen. Allerdings muss man dann auf Features wie integriertes GPS, Kamera-Fernsteuerung per Smartphone-App, HDMI-Ausgang und dergleichen verzichten.

Design

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der ContourRoam nicht wesentlich von seinen vier Vorgängern. Es handelt sich um eine röhrenförmige Kamera, die etwa 8,1 Zentimeter lang, 2,9 Zentimeter breit und 4,4 Zentimeter hoch ist. Auf der Vorderseite des Gehäuses befindet sich die Linse, hinten sitzt eine Klappe, auf der die meisten Bedienelemente angebracht sind. Oben auf der Kamera befindet sich ein Schieber zum Starten und Stoppen der Aufnahme.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der ContourRoam (oben) kaum von seinen Geschwistern.
Auf den ersten Blick unterscheidet sich der ContourRoam (oben) kaum von seinen Geschwistern.

Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch einige Unterschiede zu den Geschwistern auf. Während sich die Vorgängerin ContourHD mit einem 135-Grad-Objektiv zufrieden gab, sieht die ContourRoam die Welt durch eine 170-Grad-Linse und befindet sich damit mit den Rivalen der GoPro-Hero-Serie und dem Highend-Modell Contour+ auf Augenhöhe. Das Ultraweitwinkel-Objektiv verzeiht Ungenauigkeiten beim Ausrichten der Kamera – damit irgendetwas nicht auf dem Video zu sehen ist, muss es sich schon hinter dem Camcorder abspielen. Auf der anderen Seite muss man allerdings einen merklichen Fischaugen-Effekt in Kauf nehmen. Die Bildränder sind deutlich verzerrt.

Zum präzisen Ausrichten bietet der ContourRoam noch einen weiteren Trick: Auf der Vorderseite befindet sich ein Laser, der dorthin zielt, wo sich die Bildmitte des Videos befindet. Praktischerweise ist dieser Laser nicht punktförmig, sondern stellt eine Linie dar. Damit ist es ein leichtes, die Kamera gerade auszurichten. Apropos gearde ausrichten: Die Linse der Kamera lässt sich samt Bildsensor um 270 Grad drehen. Wenn der ContourRoam unter dem Frontspoiler des Autos klebt, dreht man den Ring auf der Vorderseite des Gehäuses einfach um 180 Grad, und schon ist das Bild gerade.

Das 170-Grad-Objektiv bringt eine merkliche Fischenaugen-Verzeichnung auf die Clips.
Das 170-Grad-Objektiv bringt eine merkliche Fischenaugen-Verzeichnung auf die Clips.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu ContourRoam im Test: wasserdichter und günstiger Actioncamcorder

  • Am 12. Oktober 2011 um 08:55 von Frank Weller

    Akku???
    Keine Angaben zur Akkuleistung? Klasse "Test".

    • Am 12. Oktober 2011 um 11:10 von Stefan Möllenhoff

      AW: Akku???
      Hallo Frank,

      der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit drei Stunden an. Wir konnten im Test keine signifikante Abweichung feststellen.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

      • Am 19. Oktober 2012 um 16:33 von bowie1304

        AW: AW: Akku???
        ich hatte sie am Gardasee im Einsatz und war überrasct über die Akkulaufzeit. 6 Stunden sind kein Problem dafür ist die 32 GB KArte dann schon lange voll

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