Sony Bloggie Duo MHS-FS2: Full-HD-Pocket-Camcorder mit zwei Displays

Der Sony Bloggie Duo MHS-FS2 richtet sich an Videofans, die auch selbst gerne vor der Kamera stehen: Auf der Vorderseite des kleinen Full-HD-Camcorders befindet sich ein zweites Display für Selbstportraits. Was die kompakte Videokamera ansonsten zu bieten hat, verrät der Testbericht.

Was Schnappschusskameras für die Fotografie, das sind die sogenannten Pocket Camcorder für Bewegtbilder. Die kompakten Videokameras zeichnen sich in erster Linie durch eine einfache Bedienung und eine Software aus, die ein Hochladen und Versenden der Aufnahmen erleichtert. Neben Sony bauen unter anderem auch Kodak, Samsung, Toshiba, Panasonic, Creative und JVC Geräte in dieser Kategorie. Der „Erfinder“ dieser Klasse, der später von Cisco aquirierte Hersteller Flip Video, hat sich übrigens inzwischen aus dem Geschäft zurückgezogen.

Design

Beim Design hat Sony im Großen und Ganzen gute Arbeit geleistet. Der Camcorder ist gerade einmal 1,8 Zentimeter dick und passt mit seinen Abmessungen von 10,8 mal 5,5 Zentimetern problemlos in die Hosentasche. Das Highlight ist das zweite Display, das sich neben der Linse der Kamera befindet. Das rückseitige 2,7-Zoll-Display löst 320 mal 240 Pixel auf, die 2,0 Zoll große Anzeige auf der Vorderseite schafft 256 mal 200 Pixel.

Die Bedienung gestaltet sich als sehr einfach: Einschalten, große Aufnahmetaste drücken, und fertig. Neben dem Bildschirm befinden sich drei Tasten. Die mittlere dient dazu, das vorderseitige Display zu aktivieren. Der obere Knopf ruft das Menü auf, der untere Button wechselt in den Wiedergabemodus. Weiter rechts befindet sich die große Aufnahmetaste, die von einem Vier-Wege-Pad umgeben ist. Das Pad hält neben der Navigation durch die Menüs auch zum Bedienen des vierfachen digitalen Zooms her und ruft die Optionen für Selbstauslöser und Video-LED auf. Nett: Beim Fotografieren mit Selbstauslöser blendet der Bloggie Duo auf dem vorderen Display einen Countdown ein.

Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte beim Design. So lässt sich der Stromspeicher beispielsweise nicht austauschen. Geht der Saft aus, muss man den Camcorder aufladen und kann nicht einfach einen Ersatz-Akku einlegen. Die integrierte Batterie hält 120 Minuten Aufnahme durch, ein voller Ladevorgang dauert über USB mehr als drei Stunden. Außerdem ist das Stativgewinde nicht gerade sinnvoll angebracht. Nimmt man – was bei Videos die Regel sein dürfte – im Querformat auf, so sitzt der Standardanschluss auf der rechten Seite des Gehäuses.

Einschalten, Aufnahmetaste drücken, fertig: In puncto Bedienung gibt der Bloggie Duo keine Rätsel auf.
Einschalten, Aufnahmetaste drücken, fertig: In puncto Bedienung gibt der Bloggie Duo keine Rätsel auf.

Der Ein/Aus-Schalter und der Auslöser, die sich beide auf der Oberseite des Gehäuses befinden, schließen bündig mit dem Gehäuse und sind nur von einem winzigen Plastikstreifen voneinander getrennt. Wer nicht aufpasst, schaltet den Camcorder aus, anstelle ein Foto zu schießen. Das ist beim reinen Fotografieren nicht besonders tragisch – jedenfalls, wenn das Motiv geduldig ist. Möchte man allerdings während der Videoaufnahme ein Foto schießen und erwischt versehentlich den Ausschalter, stoppt die Aufnahme. Und das ist ärgerlich.

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