Medion Life P4310 im Test: Aldi-Smartphone mit Android und Navi-Software

In der letzten Woche gab es bei Aldi Nord ein Android-Smartphone mit Googles Android-Betriebssystem für 199 Euro – zumindest in geringer Stückzahl. Wir haben uns eines dieser Geräte besorgt, ausführlich getestet und zeigen Alternativen für diejenigen auf, die leer ausgegangen sind.

Das Medion Life P4310 wurde zunächst beworben und dann doch wieder nicht: Offensichtlich gab es in letzter Sekunde Lieferprobleme. Nur eine geringe Stückzahl des Aldi-Smartphones kam tatsächlich in den Handel – aber genau deswegen halten wir es nicht für unwahrscheinlich, dass das Gerät demnächst noch einmal erhältlich sein könnte.

Für 199 Euro bekommen Käufer ein auf den ersten Blick äußerst gut ausgestattetes Smartphone mit großem Display und umfangreichem Zubehör. Wir haben getestet, ob das Handy nicht nur auf dem Datenblatt, sondern auch in der Praxis überzeugt.

Aber moment mal: Das kennen wir doch schon?! In der Tat: Das Medion Life P4310 wird tatsächlich vom chinesischen Mobilfunkzulieferer ZTE hergestellt und ist auch ohne Medion-Branding unter dem Namen Skate erhältlich. Auch die Eplus-Tochter Base hat das Gerät baugleich im Angebot – dort hört es auf den Namne Lutea 2. Der Netzbetreiber verkauft das Gerät für 240 Euro ohne Vertrag, das Skate gibt es etwa fürs gleiche Geld auch bei eBay. Auf den ersten Blick wird also klar: Aldi verkauft das Handy zum Schnäppchenpreis. Noch dazu legt der Discounter mit Navi-Software und KFZ-Halterung mehr Zubehör in den Karton.

Design

Optisch könnte man zum Medion-Androiden sagen: You get what you pay for, also: Du bekommst, wofür Du bezahlst. Im Gegensatz zu anderen günstigen Smartphone-Angeboten wie dem Ideos X3 von Huawei, das vor kurzem bei Lidl erhältlich war und jetzt zum Preis von knapp 100 Euro bei Fonic bezogen werden kann, haben sich hier weder ZTE noch Medion oder Aldi bemüht, den Spar-Look zumindest etwas zu verschleiern. Das P4310 wirkt klobig, das glänzende Plastik billig und das Design einfallslos. Na klar, über Geschmack kann man streiten – und wer tatsächlich auf der Suche nach einem günstigen Allrounder ist, kann sicherlich darüber hinwegsehen. Aber es muss zumindest erwähnt werden.

Von vorne sieht das Gerät aus wie aktuelle Smartphones nunmal aussehen: Das Touchscreen-Display dominiert die Front. Es misst 4,3 Zoll in der Diagonalen und überragt damit die iPhone-Klasse (3,5 Zoll) um ein gutes Stück. In diesem Umfeld spielen ansonsten diverse Highend-Geräte wie das Galaxy S2 von Samsung oder das Sensation von HTC.

Oberhalb der Anzeige befindet sich der Lautsprecher, der von einem silbernen Streifen aus Lochraster-Metall geschützt wird. Links und rechts davon haben eine Status-LED sowie die üblichen Sensoren für Umgebungslicht und Annäherung ihren Platz gefunden. Sie passen die Display-Beleuchtung automatisch an und schalten den Touchscreen aus, wenn man das Gerät zum Telefonieren ans Ohr hält, um Fehleingaben zu vermeiden.

Unterhalb der Anzeige haben drei vergleichsweise große, mechanische Tasten ihren Platz gefunden. Android-typisch bringen sie den Benutzer zurück zum Homescreen, in das Kontextmenü beziehungsweise eine Ebene zurück. Ein Hersteller- oder Anbieterlogo auf der Front gibt es ebensowenig wie eine zweite Kamera.

Die Rückseite ist komplett aus glänzend-schwarzem Plastik gefertigt. Es ist Fingerabdrücken gegenüber sehr empfindlich und sieht eigentlich permanent verschmiert aus. Noch dazu fühlt es sich einfach nicht besonders wertig an. Schade, denn eine Strukturierung der Oberfläche wie beim Galaxy S2 oder ein leicht gummiertes, mattes Finish wie bei diversen HTC-Smartphones oder dem noch deutlich günstigeren Huawei Ideos X3 hätten hier wahre Wunder gewirkt und würden den Qualitätseindruck mächtig in die Höhe schrauben.

Die ansonsten so glatte Oberfläche trägt im unteren Bereich das Medion-Logo. Oben links hat die Linse der 5-Megapixel-Kamera samt Foto-LED ihren Platz gefunden, am rechten Rand hat der Hersteller ein paar Löcher in den Akkudeckel gebohrt, hinter denen sich der rückwärtige Lautsprecher für Klingeltöne, die Freisprechfunktion sowie die Wiedergabe von Musik, Videos & Co. ohne Kopfhörer befindet.

Oben in der Mitte hat die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss von Standard-Kopfhörern ihren Platz gefunden. Am rechten Rahmen sitzen der Ein-Aus-Taster im oberen Bereich – an dieser Position gibt es ansonsten nur bei Samsung den Schalter, die meisten anderen Hersteller platzieren ihn oben. Er lässt sich mit dem Daumen gut ertasten und hat einen funktionalen Druckpunkt. Etwas weiter unten folgt die Micro-USB-Buchse zum Laden des Akkus respektive zur Übertragung von Daten.

Neueste Kommentare 

11 Kommentare zu Medion Life P4310 im Test: Aldi-Smartphone mit Android und Navi-Software

  • Am 20. Oktober 2011 um 12:21 von Henning

    Medion P4310 klare Kaufempfehlung!
    Ich sehe mich als einen der Glücklichen, der ein solches Handy erwerben konnte (in der Filiale gab es ganze 2 Exemplare). Falls das Handy nochmals von Aldi angeboten wird, würde ich umbedingt zum Kauf raten. Bin absolut zufrieden damit, gratis NAVI, super Display und die Arbeitszeit des Prozessors finde ich absolut vertretbar. Es kommt halt auf die Nutzung an, aber für Spiele sollte man viellecht generell eher auf ein anderes Medium zurückgreifen…

    • Am 3. Januar 2012 um 16:50 von Bernd

      AW: Medion P4310 klare Kaufempfehlung!
      Bei unserem örtlichen Aldi sind noch zwei, habe eins bekommen für reduzierte 149 Euro. Bin bis jetzt sehr zufrieden damit, auch wenn ich es erst kurz habe. Es läßt sich sehr einfach bedienen. Und für Zocker empfehle ich PC´s oder Laptops. Naja und für den Preis, für´s simsen und ab und zu telefonieren brauch ich kein Handy für 600 – 800 Euro.

    • Am 17. Januar 2012 um 19:24 von DIRK PIES

      AW: Medion P4310 klare Kaufempfehlung!
      Ich habe mal ne Frage …
      Habe das gleiche Händy und mir istz aufgefallen dass wenn ich im Dunkeln Bilder mit Blitz aufnehmen will ein heller Schimmer am unteren Bildrand erscheint ….wolte mal fragen ob es bei Ihnen auch so ist …oder ob mein Handy evtl. einen Fehler hat ….

  • Am 27. Oktober 2011 um 19:45 von Ralf Sommer

    wenig handys
    Bei dem Aldi in Dassel ( Solling, Kreis NOM ) kann man noch welche ( 2 ) bekommen.

    • Am 27. November 2011 um 10:34 von Sensetiv

      AW: wenig handys
      von Ralf Sommer
      am 27. Oktober 2011, 19:45 Uhr jetzt ist es 10.34Uhr :-)

  • Am 6. November 2011 um 19:47 von Nadine

    wenig handys
    In Solingen wurde ich genau 2 Wochen nach Erscheinungsdatum angerufen, dass nun eines für mich da sei. Hab´s gekauft und bin bis jetzt zufrieden, obwohl ich schon nicht mehr an den Rückruf geglaubt hatte.

  • Am 23. Januar 2012 um 15:56 von Black

    Händy
    ich habe das Händy noch nicht ist es den empehlungswert
    aber das Händy ist sehr schwer irgend wo zu kriegen

  • Am 3. Februar 2012 um 14:59 von Alex

    P4310
    ich glaube der Test hat einer Iphonefan durchgefürt… 😉
    hab selber P4310 und finde den super, empfelüngswert !

  • Am 15. Februar 2012 um 14:36 von Jeannette

    Heute erstanden, und überaus zufrieden!
    Bis gestern nutzte ich das Motorola fire.Das P4310 wirkt nur minimal langsamer,da das fire 200Mb mehr Arbeitsspeicher besitzt.Das große Display macht den Rückstand aber so wieder wett.Der Preis des LIFE ist günstig für ein Simlook freies Handy mit der vorhandenen Ausstattung!

  • Am 20. Juni 2012 um 20:51 von ´serdjann

    kein
    ich habe musterzeiche zu oft falch ge mach habe mein google konte vergessen wie gibs ne andre löseun rein zu kommen

  • Am 29. Juli 2012 um 06:49 von kuck mal da hinten

    frage
    1.soll ich mir das smartphone kaufen?
    2. gibts das auch im medion shop immer?

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