Motorola Defy+ im Test: Outdoor-Android-Smartphone mit Facelift

Das vor einem Jahr vorgestellte Outdoor-Smartphone Motorola Defy erhält ein dezentes Facelifting. Das neue Defy+ sieht exakt so aus, wie sein Vorgänger, aber unter der Haube arbeitet ein flotterer Prozessor – und dazu gibt es eine neuere Android-Version. Wir haben das extremsporttaugliche Handy einem ausführlichen Test unterzogen.

Vor fast exakt einem Jahr hat Motorola das Defy vorgestellt – und damit ein Android-Smartphone für den harten Außeneinsatz. Stürze, Wasser, Schnee? Kein Problem. Und das ohne großartigen Verzicht, denn unter der Haube steht alles zur Verfügung, was ein „normales“ Smartphone auch kann: Touchscreen, Internet, GPS & Co.

Nun ist es offensichtlich an der Zeit für einen Nachfolger – oder besser: ein Facelift. Denn das frisch vorgestellte Motorola Defy+ ähnelt seinem Vorgänger optisch wie ein Ei dem anderen. Nur unter der Haube hat sich etwas getan – eine überarbeitete Software und ein flotterer Prozessor kommen hier zum Einsatz, außerdem gibt es einen kräftigeren Stromspeicher für längere Nutzung abseits der Steckdose. Aber reichen diese Tuning-Maßnahmen aus, um ein eigentlich schon ein Jahr altes Handy auf den neuesten Stand der Technik zu bringen?

Design

Wir können das Motorola Defy+ direkt neben seinen Vorgänger legen – und würden im abgeschalteten Zustand keinerlei Änderungen entdecken. Nur, wenn das Display aufleuchtet, entlarven kleinere Unterschiede beim User-Interface, welches Modell das neue ist. Die gute Nachricht aber ist: Das Defy hat in der Zwischenzeit weder Staub noch Spinnweben angesetzt. Es sieht immer noch gut und modern aus und fühlt sich wie gehabt solide an – ínklusive der gut sichtbaren Schrauben, die dem Defy+ einen leicht industriellen Look verpassen.

Defy neben Defy+: Optisch unterscheiden sich die beiden Smartphones nicht.
Defy neben Defy+: Optisch unterscheiden sich die beiden Smartphones nicht.

Wie gehabt kommt ein LC-Display mit einer Diagonalen von 3,7 Zoll zum Einsatz – also etwa iPhone-Größe (3,5 Zoll). Das eigentliche Anzeigen-Panel scheint noch immer das gleiche zu sein. Schade, denn hier würden wir uns etwas mehr Helligkeit und kräftigere Farben wünschen. Die Blickwinkel gehen in Ordnung, und der Touchscreen kann sich sehen lassen. Nur im direkten Vergleich zu neueren Geräten wirkt das Defy-Display irgendwe ein wenig dunkel.

Motorola setzt auf Kunststoff-Stopfen an den Buchsen, die Staub, Wasser und Dreck von der eigentlich so empfindlichen Elektronik fernhalten sollen. Unter den Abdeckungen versteckt das Handy seine Anschlüsse: 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse und HDMI-Port, mehr gibt es nicht. Inzwischen würde ein HDMI-Ausgang noch zum guten Ton gehören, wie er auch bei den anderen, frisch vorgestellten Motorola-Smartphones vorhanden ist. Aber gut – man kann nicht alles haben. Der microSD-Speicherkartenslot sitzt unterhalb des Akkus. Dort ist er gut geschützt, allerdings muss der Nutzer das Handy abschalten, um die Karte wechseln zu können.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Motorola Defy+ im Test: Outdoor-Android-Smartphone mit Facelift

  • Am 3. November 2011 um 18:25 von Sebastian

    Anschluss
    Das Defy+ einen Micro-USB Anschluss, keinen HDMI-Port. Tippfehler?

  • Am 12. Januar 2012 um 17:23 von Christian

    Empfehlung
    Wie mein Vorredner schon gesagt hat: Kein HDMI, sollte aber jedem Leser aufgefallen sein, wenn man die nächsten Satz liest :)

    Ich habe selber das Defy+ seit ein paar Tagen und bin echt begeistert. Man sieht zwar Leistungsmäßtig recht alt aus zwischen RAZR und Samsung S2, aber dafür muss man nicht gleich Angst haben, das es in der Hosentasche durchbricht. Den Test mit dem Wasser habe ich mich jetzt noch nicht getraut, sollte man lieder den Leuten auf Youtube überlassen.
    Aber das Handy ist weit besser als ein Iphone 3GS. Schneller, besser und cooler….bisschen Individualität sollte man waren zwischen den Massen an Iphones die mitlerweile rumlaufen =)

    Der Akku hält zwar an einem langweiligen Schultag gerade noch so bis zur Heimfahrt, aber das ist wohl heute bei allen Smartphones so. Mein altes Sony Ericsson wollte 1mal die Woche an die Steckdose, das Defy sollte man jede Nacht laden. Ich habe extra ein zusätzliches Ladegerät gekauft, das mich diese USB-Kabel-220V-Adapter echt stören. Ich habe auch keine Lust jeden Abend unter mein Bett zu greifen und blind die USB-Buchse zu suchen, weil ich tagsüber das Handy am PC habe. Ein zweites USB-kabel hätte es auch getan, war aber gerade m 50cent billiger (Ebay).
    Mir persönlich gefällt die blau-rote-LED neben dem Lautsprecher sehr gut. Blinkt blau bei SMS und rot bei einer EMail (mit GMX App).
    Des weiteres hat es schon den Sturz auf den geplasterten Bürgersteig OHNE Macke und Kratzer überlebt. Bei einem Iphone kann man von Glück reden wenn es noch in einem Stück ist.
    Wenn man einen App Killer (bei mir "Advanced Task Killer Free" als Widget) kann man mit einem Klick alle unnötigen Apps killen und das Handy wieder zu beschleunigen. Ist bisher auch die einzige Möglichkeit sich wieder aus Facebook abzumelden (die ich gefunden habe =D)
    Mit der App "Go Launcher" kann man dann schön seinen Homescreen bearbeiten und festlegen, für alle die das Gerät nicht von Motoblur befreien wollen.

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