Fujifilm X10 im Vorab-Test: Retro-Kompaktkamera für anspruchsvolle Fotografen

Angesichts der wachsenden Beliebtheit von Retro-Kameras wie der Olympus E-P3 ist es kein Wunder, dass Fujifilm seiner durchaus erfolgreichen X100 einen kleinen Bruder spendiert. Die X10 verknüpft das Design klassischer Sucherkameras mit der Technik, wie sie in modernen Kompaktkameras zum Einsatz kommt. Unsere Kollegen von CNET Asia hatten bereits die Gelegenheit, die X10 ausführlich auszuprobieren – und herauszufinden, ob der Spagat zwischen alt und neu aufgeht.

Die Fujifilm X10 steht zwar in Sachen Design relativ alleine auf weiter Flur, sieht sich in puncto Ausstattung und Features einer ganzen Reihe taffer Konkurrenten gegenüber: Canon PowerShot S100, Olympus XZ-1, Panasonic Lumix DMC-LX5 und Samsung EX1, um nur ein paar Modelle zu nennen. Allerdings hat sie allen genannten Modellen gegenüber einen kleinen Vorsprung: Der Sensor ist nämlich – je nach Rivale – 20 bis 35 größer. Ein größerer Sensor fängt mehr Licht ein, was wiederum eine niedrigere Ausleseempfindlichkeit ermöglicht und damit, jedenfalls in der Theorie, in einer besseren Bildqualität resultiert. Ob das auch in der Praxis der Fall ist? Wir sind gespannt.

Design

Die Kamera hat bei uns bereits auf den ersten Blick einen Stein im Brett. Das Retro-Design und das mattschwarze Finish sehen hervorragend aus. Edel wirkt auch der schlichte Fujifilm-X10-Schriftzug auf der Oberseite des Gehäuses. Auch die Beschichtung aus gekrispeltem Kunstleder passt hervorragend in das Designkonept.

Das Objektiv der X10 gehört zu den lichtstärksten Linsen, die man bei Kompaktkameras derzeit finden kann.
Das Objektiv der X10 gehört zu den lichtstärksten Linsen, die man bei Kompaktkameras derzeit finden kann.

Das Gehäuse der X10 besteht aus einer Magnesiumlegierung und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Es fühlt sich an, als würde es die eine oder andere Strapaze problemlos wegstecken. Fotografen mit sehr großen Händen werden sich möglicherweise einen etwas großzügiger geformten Handgriff wünschen. Aber zusammen mit der recht ausgeprägten Daumenablage auf der Rückseite sorgt er dennoch für einen sicheren Sitz in der Hand.

Rechts neben dem Objektiv befindet sich ein kleiner Schalter zum Wechseln des Fokusmodus.
Rechts neben dem Objektiv befindet sich ein kleiner Schalter zum Wechseln des Fokusmodus.

Die Vorderseite der Kamera wirkt sehr aufgeräumt. In der Mitte dominiert das große Objektiv, rechts daneben befindet sich ein Drehschalter zum Wechseln zwischen manuellem Fokus, Einzelbild-Autofokus und kontinuierlichem Autofokus. Rechts oberhalb der Linse sitzt sich das Guckloch des optischen Suchers, links daneben bringt der Hersteller die beiden Stereo-Mikrofone unter.

Praktisch: Der mechanische Zoomring dient gleichzeitig als Ein/Aus-Schalter.
Praktisch: Der mechanische Zoomring dient gleichzeitig als Ein/Aus-Schalter.

Der Ein/Aus-Schalter befindet sich ebenfalls auf der Vorderseite. Er ist nicht in klassischer Form ausgeführt, sondern clever in den Zoomring um das Objektiv integriert. Man dreht den Ring einfach von der Parkposition beziehungsweise „Aus“ auf die Markierung für die kleinste Brennweite von 28 Millimetern, und schon schaltet sich die Kamera ein. Wie der allergrößte Teil der Kamera besteht auch der Ring aus Metall und fühlt sich extrem solide und wertig an.

Das Rädchen für die Belichtungskorrektur leistet beispielsweise bei Gegenlichtaufnahmen gute Dienste, um schnell und unkompliziert die Belichtung anzupassen.
Das Rädchen für die Belichtungskorrektur leistet beispielsweise bei Gegenlichtaufnahmen gute Dienste, um schnell und unkompliziert die Belichtung anzupassen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Fujifilm X10 im Vorab-Test: Retro-Kompaktkamera für anspruchsvolle Fotografen

  • Am 7. November 2011 um 13:10 von Uli Haslinde

    hoher Preis?
    Den Einwand kann ich nicht nachvollziehen.

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