Ultraflach, wertig und sexy: Ultrabook Asus Zenbook UX 31 im Test

Ein Notebook, das klein, flach, wertig, schnell und stabil sein soll? Das kann ja wohl nur das MacBook Air sein. Falsch: Konnte. Denn Asus mischt den Markt der Ultrabooks mit seinem neuen Zenbook UX 31 kräftig auf – mit mehr Leistung zu einem günstigeren Preis. Wir haben getestet, ob das funktioniert – oder ob der Hersteller dann doch an versteckter Stelle gespart hat.

Die Zahl echter Hingucker im Notebook-Bereich ist eher überschaubar. Und Ausnahmen wie das Sony Vaio Z21 oder das Apple MacBook Air sind oftmals preislich sehr weit oben angesiedelt. Doch Design-Fans können aufatmen: Mit den Ultrabooks kommt eine Reihe besonders flacher Geräte auf den Markt, die dank hochwertiger Materialien gut aussehen und leistungsmäßig auf der Höhe der Zeit sind.

Prominente Vertreter der Ultrabooks sind die Asus Zenbooks. Sie wurden schon im Rahmen der Einführung des Ultrabook-Konzepts im Mai vorgestellt. Das Design des UX wurde schon mal erprobt und für gut befunden – aber von einem anderen Hersteller: Apple. Das sich nach vorne verjüngende Chassis aus Alu gleicht dem von Apples MacBook Air. Wir haben die 13-Zoll-Variante Zenbook UX 31 ausführlich getestet.

Chassis und Optik

Mit der ausgeprägten Keilform sieht das Zenbook aus wie das MacBook Air. Es besteht wie das Apple-Gerät aus Aluminium. Das Chassis ist sehr stabil. Es lässt sich an keiner Stelle spürbar eindrücken. Je nach Blickwinkel sind Fingerabdrücke aber deutlich zu sehen. Mit einem Gewicht von 1,35 Kilo und Abmessungen von 32,5 mal 22,3 mal 0,3 bis 1,8 Zenimter ist es äußerst portabel.

Den Deckel zieren feine, konzentrische Kreise. Auch die Innenseite, die gebürstetes Alu zeigt, macht optisch einiges her. Insgesamt ist das Zenbook eines der schönsten Notebooks, die derzeit zu haben sind. In der Mitte steht der Deckel leicht über die Basiseinheit hinaus. Diese Konstruktion dient als Griff, um den Deckel zu öffnen. Das klappt im Test sehr gut: Dank des passend eingestellten Scharniers wird die Basiseinheit nicht mit angehoben.

Display

Der 13,3-Zoll-Screen löst überdurchnittliche 1600 mal 900 Pixel auf, was eine sehr scharfe Darstellung zur Folge hat. Insbesondere die Darstellung von Schrift beeindruckt. Üblich sind es bei dieser Diagonale nur 1366 mal 768 Pixel. Selbst das Macbook Air bietet mit 1440 mal 900 Pixel eine etwas geringere Auflösung. Leider hat das Display eine glänzende Oberfläche, Reflexionen bleiben also nicht aus. Eine leichte Entspiegelung sorgt dafür, dass der Effekt nicht zu stark zum Tragen kommt. Die integrierte Webcam löst 0,3 Megapixel auf.

Tastatur und Touchpad

Die Chicklet-Tastatur (Abstände zwischen den Tasten) ermöglicht dank ausreichendem Tastenhub und sauber definiertem Anschlag komfortables Tippen. Leider ist sie nicht beleuchtet. Damit die klare Optik erhalten bleibt, ist sogar der Einschaltknopf ins Tastenfeld gerückt. Alle Tasten haben Standardgröße, sogar die Pfeiltasten lassen sich vernünftig bedienen.

Sehr gut gefällt uns das für Windows-Rechner ungewöhnlich große Touchpad. Das Scrollen mit zwei Fingern klappt deutlich besser als bei anderen Maschinen, wenn auch nicht ganz so gut wie bei den MacBooks. Stellt man im Reiter Rad im Systemsteuerungsdialog Eigenschaften von Maus die Anzahl der Zeilen von 3 auf 1 zurück, wird das Scrollerlebnis noch etwas besser. Man hat tatsächlich den Eindruck, dass die Seite am Finger klebt. Schade, dass Asus diese Einstellung nicht standardmäßig wählt.

Schnittstellen, Wireless, Sound

Alle Schnittstellen sind hinten angeordnet – gezwungenermaßen. Vorne ist das Gehäuse nämlich so flach, dass nichts mehr uPlatz hat. Auf einen Ethernet-Port muss man beim Zenbook verzichten. Allerdings ist ein Adapter mitgeliefert, der einen 100-MBit/s-Netzwerkanschluss per USB 2.0 realisiert. Die drahtlose Anbindung ans Netz erfolgt per WLAN nach 802.11b/g/n. Den in funkverseuchten Stadtwohnungen sinnvollen a-Standard unterstützt das Modul aber nicht. Der Bluetooth-Chip des UX 31 unterstützt sogar Bluetooth 4.0, die neueste Version des Standards. Damit lassen sich besonders stromsparende Geräte anbinden.

Erwähnenswert ist auch das Soundsystem vom Typ Bang & Olufsen namens ICEpower. Die Lautsprecher befinden quasi zwischen den Scharnieren und zeigen in Richtung Nutzer. Gerade vor dem Hintergrund der kompakten Bauweise ist die Audioqualität sehr gut.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Ultraflach, wertig und sexy: Ultrabook Asus Zenbook UX 31 im Test

  • Am 24. November 2011 um 08:57 von Aminozuur

    Asus ux 31
    Bei denn Tasten kann ich bestätigen das zie etwas tiefer liegen im druckpunkt da ich dies aber schon gewöhnt war von meinem alten acer Aspire war die umstellung nicht dat problem.

    Es verfügt nicht über ein backlit Keyboard das ist aber zu vernachlässigen oke MBA hat es aber wenn mann im dunkelen schreibt leuchtet das display schon gut und wenn man sowieso öfter ein Notebook nutz und dazu noch blind kan tippen ist dat gar kein Problem in meinen Augen.

    Touchpad gut ich habe fast nie ein MB in der hand gehabt also kann ich nicht viel dazu sagen aber in meinem augen ist es doch schon eins der Gehobenen Klasse nicht das beste aber auch nicht so schlecht.

    Was auch gut ist das die lüftung nicht von dem hinteren schanier (Wie beim MBA) verdeckt wird es hat so etwas mehr raum zum atmen

  • Am 16. Januar 2012 um 21:24 von SuLu

    ?keine Kamera
    Hi,
    ich bin völlig hin & hergerissen zwischen: ASUS UX 31, ACER Aspire S3 und Sony Vaio VPC.
    Bin für jeen Tipp dankbar….
    Hat das super schöne, super teure ASUS igentlich wirklich keine Kamera?
    Konnte in der Produktbeschreibung/ Videos keine finden… heißt ber nix, bin nicht so versiert…
    LG, SuLu

    • Am 18. Januar 2012 um 18:33 von CNET Redaktion

      AW: ?keine Kamera
      Hallo SuLu,

      doch, das Gerät hat eine 0,3-Megapixel-Webcam. Steht sogar im Text :-)

      Beste Grüße,
      Joachim Kaufmann, CNET.de

  • Am 11. Februar 2012 um 14:03 von Ichglaub

    Asus hat euch hinters Licht geführt 😀
    Die Lautsprecher sind nicht zwischen den Scharnieren … Sie befinden sich rechts und links unter der Tastatur.
    Die Pünktchen oben sind aufgedruckt…

    Ich selbst habe mir 2 Monate Zeit gelassen… und hab es dann Spontan im Geschäft mitgenommen. (Nach Prüfung, ob wirklich eine ADATA verbaut ist)
    Das Acer ist zu Billig gebaut, das Sony zu schwer & dick.

    • Am 6. Juni 2012 um 23:02 von Peter Stein

      AW: Asus hat euch hinters Licht geführt 😀
      Wo gibt es Ladengeschäfte um so ein Gerät zu kaufen?
      Würde mich gern vor Ort von den Komponenten überzeugen.

      Grüsse
      Peter

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