Bereits die Vorgängerin der Canon PowerShot S100, die S95, konnte uns im Test überzeugen – insbesondere in Sachen Design, Ausstattung und Bildqualität. Der Neuling bringt einen komplett neu entwickelten CMOS-Sensor und Canons neuen Digic-5-Bildprozessor mit. Außerdem gibt es etliche Verbesserungen beim Design und ein paar zusätzliche Features.

Design

Beim Design der PowerShot S100 hat Canon ein paar Schwächen der Vorgängerin S95 ausgebügelt. So bringt das neue Modell nun einen kleinen Griff auf der Vorderseite mit, der zusammen mit der gummierten Daumenablage auf der Rückseite für einen deutlich sichereren Sitz in den Händen sorgt.

Nach wie vor gibt es bei der S100 den das Objektiv umgebenden Einstellring, mit dem sich die Canon von der Konkurrenz abhebt. Einzige Ausnahme ist die Olympus XZ-1, die das Konzept kopiert hat. Der Ring dient je nach Konfiguration zum Anpassen von Verschlusszeit, Blende, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, schrittweisem Zoom oder i-Contrast und wahlweise auch zum manuellen Fokussieren. Der schrittweise Zoom arbeitet nicht stufenlos, sondern springt verschiedene Brennweiten ab: 24, 28, 35, 50, 85 und 120 Millimeter im Kleinbildäquivalent. Wenn man reproduzierbare Aufnahmen braucht, ist das eine große Hilfe.

Der Handgriff links auf der Vorderseite ist zwar klein, trägt aber dennoch erheblich zum Komfort bei.
Der Handgriff links auf der Vorderseite ist zwar klein, trägt aber dennoch erheblich zum Komfort bei.

Die Funktion des Rings lässt sich für jeden Aufnahmemodus gesondert festlegen. So stellt der Fotograf im manuellen Modus beispielsweise mit dem Einstellring scharf, während er im Aufnahmeprogramm Blendenpriorität das Öffnungsverhältnis anpasst. Die Belegung des Drehelements lässt sich mit der Ring-Func-Taste auf der Rückseite jederzeit schnell ändern. Wer für jeden Modus die perfekte Einstellung gefunden hat und nicht mehr häufig an der Belegung drehen möchte, kann dem Ring-Func-Knopf dann auch eine andere Funktion zuweisen, beispielsweise Belichtungsmessung, RAW+JPEG-Aufnahme und ND-Filter.

Auf der Oberseite des Gehäuses befinden sich Ein/Aus-Schalter, Auslöser mit Zoomring und ein Modusrädchen. Auf dem Moduswahlschalter sitzen die üblichen PASM-Modi sowie je ein Slot für Video-Funktion, Motivprogramme, Spezialeffekt-Modus und benutzerspezifische Aufnahmeeinstellungen. Bei den benutzerspezifischen Aufnahmeeinstellungen speichert die PowerShot S100 neben Aufnahmemodus, Belichtungsparametern & Co. erfreulicherweise auch Position des manuellen Fokus und Brennweite des Objektivs.

Hinten an der Kamera gibt es keine großen Überraschungen. Hier bringt Canon ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Func-Set-Taste zum Aufrufen eines Schnellmenüs unter. Es ist von einem Drehring umschlossen, so dass dem Fotografen zusammen mit dem Objektivring zwei Einstellrädchen zur Verfügung stehen – ganz wie bei den großen DSLRs. Das Pad dient neben der Navigation durch die Menüs auch zum Aufrufen der Einstellungen zu Blitz, Fokus und Belichtungskorrektur sowie zum Anpassen der auf dem Display dargestellten Informationen. Oberhalb des Vier-Wege-Pads sitzt neben der bereits erwähnten Ring-Func-Taste ein dedizierter Button zum Starten der Videoaufnahme. Unterhalb des Pads gibt es schließlich noch zwei Buttons zum Wechseln in den Wiedergabemodus und zum Aufrufen des Hauptmenüs.

Vor dem Kauf bitte ausprobieren: Für Fotografen mit großen Händen könnte die PowerShot S100 schon fast zu klein sein.
Vor dem Kauf bitte ausprobieren: Für Fotografen mit großen Händen könnte die PowerShot S100 schon fast zu klein sein.

Das Hauptmenü ist in drei kurze und einfache Dialoge untergliedert, die mehr Möglichkeiten zur Konfiguration der S100 bieten, als man zunächst vermuten möchte. So sieht es auf den ersten Blick beispielsweise aus, als gäbe es lediglich die Standardeinstellungen zum Blitz wie Blitzbelichtungskorrektur und Synchronisation auf wahlweise den ersten oder zweiten Verschlussvorhang. Wer sich etwas durch Menüs hangelt, findet schließlich jedoch auch die Option, die Blitzleistung manuell in drei Stufen zu regeln. Lobenswert, aber leider ist der Blitz in der Automatikeinstellung nicht besonders intelligent und sorgt gerne mal für falsch belichtete Bilder.

Beim Bildschirm setzt die Canon PowerShot S100 übrigens auf die selbe 3,0-Zoll-Anzeige wie die S95. Das Display überzeugt mit guter Helligkeit, satten Farben und ist auch in direktem Sonnenlicht noch einigermaßen abzulesen. Die Auflösung ist mit 480 mal 320 Pixeln (461.000 Subpixeln) allerdings nur durchschnittlich.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Canon PowerShot S100 im Test: superkompaktes Fotowunder mit neuem CMOS-Sensor

  • Am 30. November 2011 um 10:37 von Christian

    Verfügbarkeit
    Hallo Team,

    ich habe seit dem 17.11. die Kamera bestellt und es gibt aktuell keine lieferbaren Produkte. Das ist doppelt ärgerlich, da ich zwischendurch Geb. hatte und Weihnachten ansteht.

    Ich frage mich immer, wo ihr eure Produkte herbekommt? Kauft ihr die außerhalb Deutschlands oder gibt es da einen anderen Kniff, den ihr weitergeben könnt?

    Mit lieben Grüßen

    • Am 5. Dezember 2011 um 12:27 von Stefan Möllenhoff

      AW: Verfügbarkeit
      Hallo Christian,

      wir bekommen unsere Testgeräte vom Hersteller selbst. In der Regel trudeln die Produkte bei uns mehr oder weniger zeitgleich zum Marktstart ein – gelegentlich gibt es allerdings auch hier Verschiebungen. Idealo.de findet eine Handvoll Online-Shops, die die S100 nach eigenen Aussagen derzeit vorrätig haben.

      Viel Erfolg und beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

    • Am 15. Dezember 2011 um 23:54 von Yauser

      AW: Verfügbarkeit
      seit der Ankündigung war ich ständig auf Lieferantensuche im Netz. Ende November hatte ich bei Amazon in GB einen Kommentar gefunden, der die Nicht-Veröffentlichung erklärte (wegen Flutkatastrophe in Thailand Produktionsprobleme).

      Ich hatte das Glück, über das heise-Portal einen Fotoladen in Schwaben zu finden, der vier Stück (mit kleiner Seriennummer) bekam – und griff zu.

      Die PS S100 ist wirklich ein Schätzchen! Die Einstellungsmöglichkeiten sind großartig, die Programmvielfalt beinahe zu ausufernd, die Bildqualität herrausragend und die Kamera ist tatsächlich – besonders mit Blitz – ein bisschen langsam.
      Es wird aber sicher noch ein halbes Jahr intensives Ausprobieren brauchen, bis ich mich mit ihr richtig wohl fühle. Begeistert bin ich allerdings. Ich denke, sie ist es wert, dass man auf sie wartet!

    • Am 10. Januar 2012 um 17:04 von Roger SCHMID

      AW: Verfügbarkeit Canon PowerShot S100
      Hallo Leute, wohne in Kroatien in der Nähe von Karlovac. Habe mir letzte Woche auch eine bestellt. Bekomme sie erstaunlicherweise schon morgen.

  • Am 23. Dezember 2011 um 08:22 von Rudolfi Karl

    Lieferfähigkeit
    Die Kamera ist lieferbar, jedoch nicht bei den großen Internetanbietern.
    Foto Leistenschneider in Krefeld hatte gestern noch 3 Stück in Silber. Schwarz kann ich nicht sagen, habe auf jeden Fall meine in schwarz gestern abgeholt.
    Gruß Karl

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *