Nach Tablet: Amazon plant angeblich Kindle-Smartphone

Amazon Kindle Smartphone

Nach dem Amazon-Tablet Kindle Fire plant der Online-Buchhändler angeblich auch ein eigenes Smartphone. Marktforscher des US-Finanzdienstleisters Citigroup vermuten, dass Amazon zusammen mit Foxconn an einem Kindle Phone arbeitet, das schon im vierten Quartal 2012 auf den Markt kommen könnte. Foxconn fertigt unter anderem auch das iPhone, das iPad sowie diverse andere namhafte Smartphones.

All Things D zitiert aus einer Mitteilung des Citigroup-Analysten Mark Mahaney: „Basierend auf einer Prüfung der Zulieferkette in Asien durch Keving Chang, Citigroups Hardware Research Analyst in Taipeh, glauben wir, dass ein Amazon-Smartphone im vierten Quartal 2012 starten wird.“ Zum Design des Geräts liegen keine Informationen vor, Citigroup geht aber davon aus, dass es von einem OMAP-4-Prozessor von Texas Instruments angetrieben wird. Der gleiche Chip kommt auch in Amazons Tablet Kindle Fire zum Einsatz, das seit dieser Woche erhältlich ist.

Die Analysten schätzen die Fertigungskosten des „Kindle Phone“ auf 150 bis 170 Dollar. Anstatt es mit einer Gewinnspanne von 30 Prozent zu verkaufen, wie es die meisten Handyhersteller – etwa HTC – machen, könnte Amazon das Gerät annähernd zum Herstellungspreis anbieten, um im Markt Fuß zu fassen und sich von Mitbewerbern abzugrenzen. Die gleiche Strategie fährt das Unternehmen bei seinem Tablet. Das Kindle Fire unterbietet seine Konkurrenten preislich, ist dafür aber stark an die Amazon-eigenen Premium-Dienste und den hauseigenen App-Store gebunden.

Aus Mahaneys Mitteilung geht zwar nicht direkt hervor, dass das Smartphone Googles Android OS nutzen wird, allerdings werden darin Lizenzzahlungen für ein Betriebssystem erwähnt, die Amazon an Microsoft leisten müsse. Der Softwarekonzern aus Redmond hat bereits mehrere Lizenzabkommen mit Herstellern von Android-Geräten geschlossen, darunter Acer, Compal, HTC, Samsung und Quanta. Zuletzt forderte Microsoft auch von Huawei Patentgebühren für Android. Amazon hat sich auf Anfrage bisher noch nicht zu dem Citigroup-Report geäußert.

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