HTC Sensation XE im Test: Android-Flaggschiff mit Audio-Facelift

In Zusammenarbeit mit dem Akustik-Label Beats hat HTC sein im Sommer vorgestelltes Top-Modell Sensation getunt und aufgebohrt. Das Sensation XE bringt hochwertige Kopfhörer mit, verfügt über einen schnelleren Prozessor und wurde optisch geschärft. Wir haben getestet, wie sich diese Neuerungen in der Praxis auswirken – und ob der Sound wirklich rockt.

Was passiert, wenn man ein gutes Auto noch schärft, verbessert und die Leistung erhöht? Man bekommt Supersportler statt Vertreterauto. M3 statt 320d Touring, S4 statt A4. Begehrenswert – statt normal. Und das trifft auch auf das Sensation XE zu. Aufgemotzt, verspoilert und mit Turbo versehen. Na klar, das ist nichts für graue Mäuse, die lieber unauffällig im Verkehrsgeschehen mitschwimmen – denn so wie auch ein Laie einen M3 von einem Standard-3er unterscheiden kann, sieht man auch dem XE auf den ersten Blick die zusätzliche Power an.

Design

Bei Aufbau, Konstruktion und Form des Gehäuses hat sich zwischen Sensation und Sensation XE nicht viel getan. Deswegen verweisen wir an dieser Stelle auf unseren Testbericht zum HTC Sensation und gehen hier nur auf die Unterschiede im Detail ein.

Die zusätzliche Leistung sieht man dem Sensation XE an. Nein, es gibt keinen Powerdome auf der Rückseite – aber dafür ein hartes Spiel mit Kontrasten. Feuerrot trifft auf tiefes Schwarz, wobei die auffällige Farbe nur dezent zum Einsatz kommt. Die Soft-Touch-Tasten unterhalb der Anzeige glühen jetzt Ferrarirot, statt weiß zu funzeln. Das Lautsprecher-Gitter oben ist rot statt silbern gefärbt. Auf der Rückseite ist die Kamera jetzt rot eingefasst – und unten trägt das XE das Beats-Audio-Logo. Das ist nicht viel, aber es reicht, um klarzustellen, wo der Hammer hängt.

Der gebogene, die Elektronik umschließende Akkudeckel ist wie beim Bruder dreigeteilt. Allerdings kommen hier keine drei leicht unterschiedlichen Farbtöne zum Einsatz, sondern eigentlich nur einer: Schwarz. Wie gehabt sind die Kunststoff-Elemente oben und unten mit einem gummiähnlichen Finish überzogen, während das Metall in der Mitte glatt ist. Damit liegt das XE optisch und haptisch weit vorne auf der Skala.

Beim Display kommt bewährte Kost zum Einsatz. HTC verbaut das bekannte SLCD-Panel mit qHD-Auflösung (960 mal 540 Pixel) bei einer Diagonale von 4,3 Zoll. Inzwischen haben zwar einige Geräte diese Pixelzahl überholt und sorgen so für eine noch schärfere Darstellung (iPhone 4S: 960 mal 640 bei 3,5 Zoll, Samsung Galaxy Nexus: 1280 mal 720 bei 4,65 Zoll). Vor allem, was die Kontraste angeht, kann die Anzeige nicht mit den Super-AMOLED-Panels von Samsung mithalten. Außerdem leuchtet sie nicht ganz so hell. Insgesamt gehört das Display aber trotzdem nicht zum alten Eisen – vor ein paar Monaten war das noch absolute Oberklasse.

Auch bei den Ein- und Ausgängen hat sich nichts getan. Der Micro-USB-Port zum Laden des Akkus sowie zur Übertragung von Daten sitzt unten links, die Klinkenbuchse oben in der Mitte. Den ansonsten üblichen Satz “für den Anschluss von Standard-Kopfhörern” lassen wir in diesem Falle weg – den der allergrößte Teil der Sensation-XE-Käufer wird keine besseren Ohrstöpsel in Reichweite haben als die, die ohnehin im Karton liegen. Aber dazu später mehr.

Zugegeben: Mit der Optik hat der folgende Punkt nichts zu tun. Dennoch gehört er zum Design, denn auch Hardware wird ja schließlich “gestaltet”. Im Vergleich zum Sensation wird das XE bei intensiver Nutzung im unteren Bereich etwas warm. In diesem Bereich steckt die nun auf 1,5 GHz beschleunigte Dual-Core-CPU (Sensation: 1,2 GHz). Das ist kein Problem und stört in der Praxis nicht – aber wir wollten es zumindest erwähnt haben.

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