Razer Naga Molten: Schicke MMO-Gaming-Maus mit unglaublicher Belegungsvielfalt

Die Razer Naga in der Molten Special Edition ist eine speziell für Online-Rollenspiel-Gamer entwickelte Maus, die eine Unzahl an Tasten für eine Vielzahl von Kommandos mitbringt. Unsere Kollegen von CNET Australien hatten die Gelegenheit, herauszufinden, ob man diese Tasten überhaupt alle nutzen kann – oder ob man sich dabei nur ständig selbst im Weg steht.

Die Razer Naga in der Molten Special Edition wird vom Hersteller mit einem Listenpreis von 79,99 Euro geführt, ist am deutschen Markt aber bereits zu Preisen ab 59 Euro erhältlich. Die kabelgebundene Maus ist die optisch aufgemotzte Version der normalen Razer Naga und die kleine Schwester der kabellosen Razer Naga Epic, die wir bereits im Sommer diesen Jahres getestet haben.

Design und Ausstattung

Von den Bildern her würde man eigentlich denken, dass sich die Razer Naga ziemlich unkomfortabel anfühlt – aber überraschenderweise ist das Gegenteil der Fall. Wenn es allerdings jemanden mit einem ausreichend gelenkigen Daumen gibt, der all die Tasten auf der linken Seite präzise, schnell und ohne hinzuschauen nutzen kann, dann wären wir echt erstaunt. Aber letztlich ist dieses Tastenfeld für die Makro-Freaks unter uns gedacht und wird auf jeden Fall seine Fans finden.

Standardmäßig entspricht die Belegung der Mini-Tasten auf diesem Feld der Anordnung der Zahlenreihe auf der Tastatur: Die Zahlen Eins bis Neun entsprechen rufen die entsprechenden Keyboard-Tasten auf, und die Tasten 10, 11, und 12 stehen für Null, scharfes „S“ und Akzent. Legt man einen DIP-Schalter auf der Unterseite der Maus um, aktiviert die Naga quasi die Shift-Taste – und der Akzent dreht sich beispielsweise um.

Aber da wir hier über ein Razer-Maus reden, kann man diese zwölf Tasten – sowie die „normalen“ Mausbuttons – völlig frei belegen. Nutzt man dann noch die Shift-Taste, stehen dem Spieler sogar doppelt so viele Belegungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das Tastenfeld ist zwar grundsätzlich praktisch, braucht aber erst einmal Eingewöhnungszeit.
Das Tastenfeld ist zwar grundsätzlich praktisch, braucht aber erst einmal Eingewöhnungszeit.

Es ist angesichts der riesigen Anzahl von Tasten und Belegungsmöglichkeiten daher kaum überraschend, dass die Naga World-of-Warcaft-Spieler ansprechen soll. Wir würden zwar vermutlich eher ein dediziertes Keypad nutzen, aber kennen auch ein, zwei WoW-Spieler, die ihre Naga einfach lieben und sie gegen Nichts auf der Welt eintauschen würden.

Abgesehen von dem abgefahrenen Tastenfeld, den normalen beiden Mausbuttons und dem Mausrad verfügt die Naga noch über zwei weitere Knöpfe, die oben links positioniert sind und standardmäßig als Browser-Vor– und -Zurück-Tasten fungieren. Sie sind nicht wirklich gut voneinander getrennt, und Form und Wölbung der Maus machen es schwierig, sie akkurat und schnell zu bedienen. Im Klartext bedeutet das, dass man immer wieder mal mit ungewollten Klicks auf die linke Maustaste leben muss, wenn man diese beiden Buttons aktiv nutzen will.

Die hier getestete Molten Special Edition-Version der Razer Naga sieht in den Werbefotos verdammt cool aus und scheint eine LED-Beleuchtung aus gemischten Rot- und Orange-Tönen zu haben, die an echte Lava erinnert. Dies ist allerdings eine komplette Irreführung: Die Molten Special Edition sieht zwar cool aus, aber die Farbe der Beleuchtung ist ein durchgängiges Rot und keine Mischung aus Farbtönen. Das ebenfalls beleuchtete Razer-Logo pulsiert wie von anderen Razer-Modellen gewohnt, und auch die Kanten des Mausrads sowie das seitliche Tastenfeld sind beleuchtet.

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