Google+ führt versunkene Kamera und Besitzer zusammen

Canon EOS 1000D aus dem Pazifik

Pünktlich zum Beginn der Weihnachtszeit schreibt das Leben wieder Geschichten, die eigentlich viel zu unwahrscheinlich sind, um wahr zu sein. Die Protagonisten sind diesmal: Eine Canon EOS 1000D, der Hafen von Deep Bay (British Columbia, Kanada) sowie der Taucher und Google+-Nutzer Markus Thompson.

Thompson verrichtete in Deep Bay einen Unterwasser-Job für die Hafenverwaltung, als er am Ende einer Werft auf die Kamera stieß. Er barg die äußerlich bereits arg mitgenommene Canon-DSLR aus dem Schlick des Hafens und nahm sie mit. Zu Hause angekommen entfernte er die SD-Karte aus der Kamera, säuberte sie und versuchte, den Inhalt mit einem Kartenleser abzurufen. So unfassbar das klingen mag: Trotz einer Einweichzeit von etwa einem Jahr unter Wasser in einer stark korrodierten Kamera funktionierte die Speicherkarte noch. Auf den etwa 50 Fotos war ein Feuerwehrmann aus der Region British Columbia mit Frau und Kind zu sehen, der kurz zuvor an einem Feuerwehr-Wettkampf teilgenommen hatte.

Über seinen Google+-Account machte sich Thompson nun auf die Suche nach dem Besitzer. Er veröffentlichte die gefundenen Fotos, analysierte die EXIF-Daten der Bilder, kontaktierte die in Frage kommende Feuerwache und gab die Seriennummer der EOS 1000D an Canon Canada durch. Den Ausschlag gab schließlich FireFit, der Veranstalter des Feuerwehr-Wettbewerbs. Thompson veröffentlichte nun die E-Mail einer Mitarbeiterin, die den Besitzer der versunkenen Kamera eindeutig identifizieren konnte.

Die Beteiligung der Google+-Community war beeindruckend: Thompsons Suche wurde in kürzester Zeit 1.359 mal geteilt und erntete 252 Kommentare, die mitunter sehr hilfreiche Ideen enthielten. Einen kleinen Seitenhieb auf die Social-Networking-Konkurrenz konnte sich der Taucher aber nicht verkneifen: Er hatte die Geschichte der Kamera und seine Suche auch bei Facebook gepostet – und bekam genau ein „Like“ und sonst nichts. (Bild: Markus Thompson)

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