Das Roccat Isku wird vom Hersteller mit einem Listenpreis von 79,99 Euro geführt. Deutsche Händler liegen mit Marktpreisen ab 75 Euro nur unwesentlich unter der Preisempfehlung des Herstellers.

Design

Die Roccat Isku verzichtet auf alles Weiche und Runde und präsentiert stattdessen ein harte, eckige Formsprache, bei der man glatt das Militär als Auftraggeber vermuten könnte. Als Ausgleich gibt es eine große, abgeschrägte Handgelenkauflage und Tasten mit einer seidigen Oberfläche, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Hat man dies erst einmal getan, erfüllen sie ihren Zweck so gut wie die jeder anderen Tastatur.

Auf der linken Seite befinden sich fünf programmierbare Tasten (M1 bis M5; „Makro-Tasten“) und an der der Oberkante sitzen die Tasten zur Mediensteuerung, eine Taste für die Live-Aufnahme von Makros und eine Taste, die für das Durchschalten der sechs Helligkeitsstufen der Hintergrundbeleuchtung zuständig ist (wobei man die beiden letzten Stufen praktisch nicht mehr auseinanderhalten kann). Grundsätzlich sollte man das Licht aber anlassen, da die Tastenbeschriftung recht matt und unbeleuchtet ziemlich schwer zu lesen ist. Wer sich über den Stromverbrauch Sorgen macht, kann im Gerätetreiber übrigens optional einstellen, dass die Tastenbeleuchtung nach einem festgelegten Zeitraum der Nichtbenutzung gedimmt wird.

Die harten, eckigen Formen der Roccat Isku erinnern unwillkürlich an ein militärisches Design - aus der Zukunft.
Die harten, eckigen Formen der Roccat Isku erinnern unwillkürlich an ein militärisches Design – aus der Zukunft.

Auch unterhalb der Leertaste finden sich drei spezielle Tasten (T1 bis T3; „Thumbster-Tasten“). Eine öffnet standardmäßig die Roccat-Treibersoftware, die anderen dienen dem Umschalten zwischen hinterlegten Profilen. Dies wird von einer Sprachausgabe begleitet, die dann ein martialisches „Profil 1!“, „Profil 2!“ usw. über die Lautsprecher erschallen lässt. Wenn diese sprachliche Bestätigung nervt, kann man sie auch abschalten. Da das gewählte Profil durch fünf LEDs in der linken oberen Ecke auch auf optischem Weg angezeigt wird, ist die akustische Bestätigung ohnehin nicht zwingend notwendig. Jedes Profil enthält ein komplettes Set von Tastenbelegungen, so dass man das komplette Gaming-Keyboard mit einem Tastendruck auf ein bestimmtes Spiel einstellen kann.

Ausstattung und Performance

Das Isku ist nicht das erste Roccat-Keyboard, das unsere Kollegen von CNET Australien in den Händen hielten. Der Test der ersten Fassung des Roccat Valo wurde aber seinerzeit nicht publiziert, da auch das Keyboard noch einmal überarbeitet wurde – unter anderem auf Grund des Feedbacks unserer Kollegen.

Denn diese erste Fassung des Valo hatte ernste Probleme: Da gab es Fehler bei den Makros, Dreher beim Tippen und oft genug wurden Buchstaben einfach „verschluckt“. Die Tasten waren ungünstig angeordnet und blieben eingedrückt gern auch mal stecken, der integrierte LCD-Bildschirm zeigte die CPU-Last jederzeit fehlerhaft mit exakt 40 Prozent an, die Hintergrundbeleuchtung war unglaublich schwach und das integrierte Mikrofon war schlecht platziert und gab ein anhaltendes elektronisches Jaulen von sich.

In Kurzform: Das damalige Valo – übrigens heute mit 99,99 Euro Listenpreis geführt – war einfach nur richtig schlecht und kam der Qualität anderer Roccat-Produkten nicht einmal ansatzweise nahe. Kein Wunder also, dass wir dem Test des Roccat Isku mit gemischten Gefühlen entgegensahen.

Die gute Nachricht: Bei der Roccat Isku glänzen die oben beschriebenen Probleme mit Abwesenheit.

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