Die Kamera-Revolution mit der iCam: Wenn Apple eine Digicam baut

Immer wieder kursieren Gerüchte im Internet, dass Apple sich in neue Produktbereiche vorwagt. So soll es – nachzulesen in der offiziellen Biografie – ein großer Wunsch von Steve Jobs gewesen sein, einen Fernseher an den Start zu bringen. Wir fragen uns, wie es denn aussähe, wenn der Konzern aus Cupertino eine Digicam entwickelt. Die Zielgruppe wären weder professionelle Anwender noch anspruchslose Gelegenheitsknipser, sondern die Mitte: Luxus-Schnappschuss-Fotografen.

So weit ist das gar nicht hergeholt. Walter Isaacson, der offizielle Biograf von Steve Jobs, ließ in einem Interview mit der New York Times verlauten, dass sich der Kameramarkt definitiv auch im Visier von Steve Jobs befand. Passend dazu hat der Konzern aus Cupertino in der Vergangenheit immer wieder recht interessante Patente im Bereich Foto & Video eingereicht, beispielsweise zu einem revolutionären Blitzsystem. Da ist es kein Wunder, dass im Internet immer wieder Design-Studien auf, wie eine Apple-Kamera denn aussehen könnte. Das jüngste Beispiel stammt von Antonia DeRosa und ist auf dem folgenden Bild zu bewundern.

Die iKamera: Bei diesem - natürlich nicht von Apple stammenden - Design gibt es sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite ein Display.
Die iKamera: Bei diesem – natürlich nicht von Apple stammenden – Design gibt es sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite ein Display. (Bild: ADR-Studio)

Dass die Apple-Digicam in einem Aluminium-Unibody-Gehäuse mit großen Glasflächen steckt, dürfte ja klar sein. Das frontseitige Display auf diesem Foto ist eine nette Idee, ob ein fertiges Apple-Produkt dort einen Unlock-Schieber aufweisen würde, darf zumindest stark bezweifelt werden. Das gleiche gilt für die Tatsache, dass die Kamera aus Cupertino auf Wechselobjektive setzen würde, die auf dem Rendering von DeRosa von Nikons 1-Serie entliehen sind. Einerseits wäre das Wechselobjektiv-Prinzip für die meisten Apple-Luxus-Schnappschuss-Fotografen – ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen – zu umständlich. Auf der anderen Seite sind die Nikon-1-Optiken immer noch zu sperrig, um sich in ein Design zu integrieren, das Steve Jobs abgenickt hätte.

Was bekommt die iCam also für eine Ausstattung? Die Bildsensoren von Handys und Billig-Digicams brechen bei schlechteren Lichtverhältnissen deutlich ein – weder das neueste iPhone 4S noch sonst irgendwelche Digicams mit 1/2,3-Zoll-Sensoren liefern auf Partys wirklich ansehnliche Aufnahmen. Wir würden einen Bildsensor zwischen dem 1/1,7-Zoll-Format, wie es beispielsweise bei der Canon PowerShot S100 zum Einsatz kommt, und Nikons jeweils doppelt so hohem und breiten CX-Chip vermuten. In Sachen Auflösung reichen 10 Megapixel völlig aus – mehr braucht es nicht für einen gestochen scharfen DIN-A4-Ausdruck. Und für Facebook & Co. sowieso nicht. Dafür sind weniger Pixel der Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen zuträglich.

Außerdem tippen wir auf die CMOS-Technologie in Kombination mit einem leistungsstarken Bildprozessor. Die Nikon 1 V1 stemmt beispielsweise 60 Fotos pro Sekunde mit voller Auflösung – und zehn Aufnahmen pro Sekunde mit kontinuierlich nachführendem Autofokus. Außerdem fängt die Nikon-Digicam neben Full-HD-Videos mit reduzierter Auflösung auch Clips mit 1200 fps ein. Das entspricht einer etwa 50-fachen Zeitlupe. Interessant bei Nikon ist auch, dass der Hersteller in den CX-Bildsensor dedizierte Autofokussensoren integriert hat, die ein deutlich schnelleres Fokussieren ermöglichen als bei der Konkurrenz.

Das Problem mit größeren Sensoren ist allerdings, dass die dazugehörigen Objektive größer werden. Einen 30-fachen Megazoom darf man also eher nicht erwarten, sondern vielleicht einen drei- bis maximal fünffachen optischen Zoom. Panasonic hat mit dem kürzlich vorgestellten Pancake-Zoomobjektiv gezeigt, wie viel sich hier herausholen lässt.

Aber nicht nur Nikon, sondern auch andere Hersteller haben zig Funktionen zu bieten, die einer Apple-Kamera gut zu Gesicht stehen würde. Von Sony beispielsweise entleihen wir die raffinierten Mehrfachaufnahme-Modi inklusive Schwenkpanorama, HDR-Automatik, Multishot-Nachtfoto und dergleichen. Samsungs DualView-Kameras haben mit den frontseitigen Displays eine interessante Idee zu bieten, die auch das oben erwähnte Designkonzept aufweist. Außerdem hat Samsung mit der SH100 bereits eine Digicam mit WLAN und Facebook- sowie YouTube-Upload im Angebot. Eine direkte Verbindung zur Außenwelt dürfte bei Apples Digicam natürlich nicht fehlen. Aber dazu später mehr.

Und auch in den bisherigen Apple-Patenten finden sich interessante Features. Da gäbe es beispielsweise eine automatische Korrekturfunktion für stürzende Linien oder den bereits erwähnten Blitz, der dazu in der Lage sein soll, unterschiedliche Teile des Motivs unterschiedlich stark anzuleuchten und so überstrahlte Motive im Vordergrund und einen gleichzeitig zu dunklen Hintergrund zu vermeiden.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Die Kamera-Revolution mit der iCam: Wenn Apple eine Digicam baut

  • Am 1. Dezember 2011 um 14:55 von joe

    Ja klar
    Da hol ich mir lieber das X-phone 😀

  • Am 11. Dezember 2011 um 13:04 von Peter

    ICam
    Hahahaha

    eine iCam bitte ,
    Ja 100€ ,mit oder ohne Apple zeichen
    bitte mit okay
    das macht 600€

  • Am 11. Dezember 2011 um 15:58 von Spassvogel

    Nicht mit mir
    Ich zitiere einen Kumpel : "Wer Pisse trinkt und Scheiße kaut, der kauft auch dass was Apple baut"

  • Am 11. Dezember 2011 um 16:15 von david

    produktionskisten
    150euro produktionskosten

  • Am 11. Dezember 2011 um 22:35 von amesa

    iCam
    Über eine solche Kamera würde ich mich freuen. Wenn:
    – wechselbarer Akku
    – USB Anschluss, auch für TV Wiedergabe
    – die von Ihnen erwähnten Features
    – Video Fähigkeiten
    Und nicht teurer als 400€

  • Am 12. Dezember 2011 um 05:08 von j

    Klebst nen angebissnen Apfel drauf
    Einen angebissnen Apfel schoen auf ne iPhone aehnliche Kamera kleben und dann nen kleines Vermoegen verlangen.

  • Am 10. Januar 2012 um 07:44 von ebnater

    Kamera von Apple?
    Nur zur Erinnerung: es gab ja schonmal Kameras von Apple: die Apple Quicktake 100 von 1994 bzw. das Nachfolgemodell Quicktake 150. Hatte immerhin VGA-Auflösung und Speicher für 16 Bilder!! ;-))

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