Ausführlicher Testbericht: Asus Eee Pad Transformer Prime – Android-Tablet mit Quad-Core-Prozessor

Das Asus Eee Pad Transformer Prime hat einen besonderen Leckerbissen zu bieten: Es ist das erste Android-Tablet mit Quad-Core-Prozessor. Außerdem soll sich die gerade einmal 8,3 Millimeter dicke 10-Zoll-Flunder mit Hilfe eines Keyboard-Docks in ein vollwertiges Arbeitstier verwandeln und so das Notebook überflüssig machen. Mit einem Preis von knapp 600 Euro ist es aber auch nicht gerade ein Schnäppchen. Wir haben getestet, ob das Prime sein Geld wert ist.

Für 599 Euro haben potenzielle Käufer die Wahl zwischen zwei verschiedenen Ausführungen. Für diesen Preis gibt es entweder das Tablet alleine mit 64 GByte integriertem Speicher, oder aber man erhält die 32-GByte-Version, der dafür aber noch das Keyboard-Dock beiliegt.

Während des Tests des Transformer Prime sind wir leider auf eine Reihe von Problemen gestoßen, auf die wir in einer früheren Version dieses Textes näher eingegangen sind. Inzwischen haben wir ein Austauschgerät vom Hersteller erhalten, das diese Mankos nicht aufweist. Wir tippen auf einen Einzelfall und haben diesen Testbericht aktualisiert.

Design

Das Transformer Prime ist in zwei verrschiedenen Farbkombinationen erhältlich: Amethystgrau mit einer Kombination aus Grau und Violett sowie Champagnergold mit einer Kombination aus Silber und Gold. Uns steht erstere Version zur Verfügung. Während ein violettes Tablet auf unserem Wunschzettel für Weihnachten nicht gerade an erster Stelle steht, so müssen wir doch zugeben, dass die Farben gut zueinander passen, und das Gerät echt schick und sexy aussieht.

Die aus Aluminium gefertigte Rückseite ist gegenüber Fingerabdrücken erfreulich unempfindlich. Leider können wir das von dem spiegelnden Display und dem umliegenden Rahmen nicht gerade behaupten.

Modell Asus Eee Pad Transformer Prime Asus Eee Pad Transformer Samsung Galaxy Tab 10.1 Apple iPad 2
Gewicht 600 690 560 610
Länge 26,2 cm 27,2 cm 25,7 cm 24,1 cm
Breite 18,0 cm 17,5 cm 17,5 cm 18,5 cm
Dicke 0,8 cm 1,3 cm 0,9 cm 0,9 cm
Displayrahmen 2,0 cm 2,8 cm 2,0 cm 2,0 cm

Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist ungefähr zwei bis drei Zentimeter breiter und länger als das iPad 2, dafür aber auch etwas dünner als das Apple-Tablet und auch das Samsung Galaxy Tab 10.1. Zwar bescheinigt die Waage dem Transformer Prime ein etwas höheres Gewicht als den beiden Konkurrenten. Doch angesichts der gleichmäßigen Gewichtsverteilung stellen wir in der Praxis kaum einen Unterschied fest.

Links das iPad 2, in der Mitte das Prime und rechts das Galaxy Tab 10.1: Alle drei Tablets sind extrem dünn, doch das Prime hat die Nase um Haaresbreite vorne.
Links das iPad 2, in der Mitte das Prime und rechts das Galaxy Tab 10.1: Alle drei Tablets sind extrem dünn, doch das Prime hat die Nase um Haaresbreite vorne.

Das Prime hat sich anscheinend beim iPad 2 ein paar Design-Tricks abgeguckt. Die Rückseite beschreibt einen sanften Bogen, und die sorgfältig abgerundeten Ecken schneiden nicht mehr so arg in die Handflächen wie die des vorherigen Transformer-Tablets.

Was die Anschlüsse angeht, hat das Transformer Prime auf der linken Seite einen microSD-Kartenslot und einen Micro-HDMI-Anschluss zu bieten. Außerdem befinden sich hier eine Wippe zum Regeln der Lautstärke sowie eine winzige Aussparung, hinter der sich ein Mikrofon versteckt. Auf der Oberseite des Gehäuses sitzen ein kleiner Ein/Aus/Lock-Schalter und ein zweites Mikrofönchen. Rechts gibt es eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschließen von Kopfhörern, auf der Unterseite des Tablets bringt Asus einen proprietären 40-Pin-Anschluss zum Übertragen von Daten und zum Aufladen des Tablets unter.

Der Rahmen um das Display integriert eine 1,2-Megapixel-Kamera. Fast direkt gegenüber auf der Rückseite befindet sich eine 8-Megapixel-Knipse, die neben recht hochauflösenden Standbildern auch Videos mit 1920 mal 1080 Pixeln einfängt.

Wie das erste Transformer verbindet sich auch das neue Prime mit einem Keyboard-Dock, das das Tablet in eine Art Android-Notebook “transformiert”. Beim alten Transformer gestaltete sich das Zusammenstecken allerdings gerne als etwas fummelige Angelegenheit. Hier hat der Hersteller seine Hausaufgaben inzwischen gemacht – das Transformer Prime gleitet butterweich in den dafür vorhergesehenen Slot des Docks.

Das Dock selbst bietet neben einer vollwertigen Tastatur mit diversen auf Android zugeschnittenen Funktionstasten außerdem ein Trackpad, das einen Mauszeiger über das Display steuert. An der linken Seite befindet sich ein 40-Pin-Anschluss zum Übertragen von Daten und zum Aufladen des Akkus. Rechts am Transformer Prime bringt Asus einen vollwertigen SD-Kartenleser sowei einen USB-Anschluss unter.

Im zusammengesteckten Zustand macht das Tablet einen etwas kopflastigen Eindruck. Wenn man nicht aufpasst, dann kippt das Gerät leicht nach hinten um, wenn es auf dem Schoß oder dem Schreibtisch steht. Das neue Transformer Prime ist übrigens nicht zum alten Dock kompatibel, und auch das neue Dock arbeitet nicht mit dem alten Transformer-Tablet zusammen.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Ausführlicher Testbericht: Asus Eee Pad Transformer Prime – Android-Tablet mit Quad-Core-Prozessor

  • Am 7. Dezember 2011 um 00:56 von Raf

    USB 3.0
    Warum immer noch kein USB 3.0?

    Ohne USB 3.0 und UMTS/LTE kaufe ich dieses Gerät nicht!
    Ich will damit mobil im Internet sein und telefonieren können.

    • Am 10. Dezember 2011 um 17:42 von KP

      AW: USB 3.0
      das is ja ganz toll für dich … interressiert nur niemanden, der daran was ändern könnte …

      • Am 5. Januar 2012 um 18:35 von Tom

        AW: AW: USB 3.0
        Aber gut, dass wir drüber geredet haben…

      • Am 20. Januar 2012 um 19:15 von Raf

        AW: AW: USB 3.0
        Hi KP,
        woher willst du das eigentlich wissen?
        […schau einfach mal hier: ASUS Transformer Prime Plus TF700T
        …außerdem gibt es auch schon Konkurrenten die "Premium" ernst nehmen und trotzdem auf dem gleichen Preisniveau sind.
        BTW: Ich habe mir kürzlich 2 "heavy" ASUS Premium Laptop-PCs angeschafft und war so begeistert davon, dass ich auch Interesse für das ASUS Tr. Prime Tab (ultra leicht!) bekommen habe, u.a. weil es das 1. seiner Art war und hochwertig erschien.
        …doch leider war es noch nicht ganz ausgereift, habe es daher zurück geschickt.

        Wie wärs, wenn du einfach aufhören würdest zu trollen…nimms mir bitte nicht übel aber so kommt mir dein Kommentar leider vor 😉 ]

        Wenn ASUS merkt, dass die Verkaufszahlen nicht so hoch sind wie erwartet (und vorallem die Konkurrenz vorbeizieht), dann dürften sie schon etwas an den offensichtlichen Mängeln wie:
        – Mono-Lautsprecher [es könnte ja wenigstens am Dock gute Stereo-Lautsprecher geben – damit gäbe ich mich zufrieden, wenn dadurch(!) der Stromverbrauch gesenkt würde…ansonsten inakzeptabel!]
        – ruckelnde Bedienung/Filmwiedergabe [wahrsch. Android-Problem…die Hardware ist stark genug]
        – ein Premium-Produkt sollte auch auf dem neusten Stand der Technik sein, daher:
        USB 3.0, Full HD-Display (Filme&eBooks sehen deutlich besser aus!…weiß ich von meinem Laptop) UND LTE (wenigstens UMTS)
        – WLAN und GPS(weniger wichtig) funktionieren nicht einwandfrei [unzuverlässiger Empfang]

        Bis also (hoffentlich) ASUS nachbessert, werde ich noch warten und mit meinem Schlepp-Top arbeiten.

        P.S.: ein USB 3.0 Stick mit 32GB kostet nur 23€…wesentlich günstiger als USB 2.0.
        Außerdem spart USB 3.0 viel effizienter Strom (Akku)!
        Die Sticks funktionieren idR auch an 2.0 Anschlüssen, nur nicht sooo schnell.

        No harm intended!

        bye
        Raf

  • Am 9. Januar 2012 um 12:26 von Georg

    @autor
    "Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist ungefähr zwei bis drei Zentimeter breiter und länger als das iPad 2, dafür aber auch etwas dünner als das Apple-Tablet und auch das Samsung Galaxy Tab 10.1. Zwar bescheinigt die Waage dem Transformer Prime ein etwas höheres Gewicht als den beiden Konkurrenten."

    Sag mal Autor, liest du eigentlich deine eigenen Tabellen auch mal? Zwei bis drei Zentimeter breiter als das iPad? Schwerer als beide Konkurrenten?
    Was laberst du da eigentlich?

  • Am 20. Januar 2012 um 19:32 von Raf

    Gorilla Glass 2
    …wenn ich schon dabei bin: Da es sicher noch bis August 2012 dauern wird bis ein neues Transformer erscheint, sollte es auch das neue Gorilla Glass 2 haben (20% dünner, aber ebenso stabil
    …mir wärs recht, wenn es so dick wie bisher bliebe, dafür aber stabiler wäre!).

    BTW…ASUS hat inzwischen seine Aussage via twitter, dass es keine Prime Variante mit UMTS geben wird, relativiert.

    Best,
    Raph

  • Am 21. Januar 2012 um 11:51 von Raf

    Thunderbolt & USB 3.0
    Hallo,
    theoretisch könnte es ab April 2012 auch die ersten Geräte mit Thunderbolt ("Light Peak": ~10 GBit/s; USB 3.0: ~5GBit/s) geben…und ASUS hat gesagt, dass sie dabei sein wollen.

    Wäre ideal dann ein ganz neues Transformer mit beidem auf den Markt zu bringen, das wäre dann auch mal eine wirkliche Neuerung durch die sich der Kauf lohnen würde.

    (…die in vorigen Posts genannten Mängel müssten natürlich auch nachgebessert werden)

    Ciao
    Raf

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