Toshiba Satellite Z830 im Test: Ultrabook mit zahlreichen Anschlüssen und mattem Display

Schlank, leicht und trotzdem ordentlich Power – das sind die Markenzeichen der neuen Ultrabooks. Toshibas 13-Zöller Satellite Z830 bringt mit gerade einmal 1100 Gramm rund 20 Prozent weniger Gewicht auf die Waage als die meisten Konkurrenten. Ob der Hersteller bei dem superflachen Notebook dafür an der Ausstattung sparen musste, verrät der Testbericht.

Neben Acer, Asus und Lenovo ist mittlerweile auch Toshiba mit einem Ultrabook auf dem deutschen Markt vertreten. Anstatt wie die Konkurrenten gleich eine ganze Gerätefamilie auf den Markt bringen, hat der japanische Hersteller vom Satellite Z830 nur ein einiges Modell zu bieten: das 10J. Es handelt sich um einen 13,3-Zöller mit 1,6 GHz schnellem Core-i5-Prozessor, 4 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte großer SSD.

Design und Ausstattung

Ganz so faszinierend wie das MacBook Air von Apple oder das Zenbook von Asus ist Toshibas Satellie Z830 nicht. Denn das Chassis ist mit maximal 16 Millimetern zwar sehr flach, verjüngt sich nach vorne aber zumindest mit bloßem Auge kaum. Eindeutige Vorteile verzeichnet Toshiba aber beim Gewicht: Tatsächlich wiegt das Gerät nur 1,096 Kilo. Die genannten Konkurrenten bringen mehr als 1,3 Kilo auf die Waage.

Das Gehäuse des Satellite besteht aus Magnesium. Eine Wabenstruktur im Inneren sorgt für hohe Stabilität. Der sehr dünne Deckel zeigt sich nicht besonders verwindungssteif. Das muss aber nicht unbedingt von Nachteil sein: Denn was nachgibt, bricht nicht so leicht. Laut Toshiba war die Stabilität eines des wichtigsten Ziele bei der Entwicklung: Das Z830 soll nach Stürzen aus 76 Zentimetern Höhe noch problemlos booten. Gleiches gilt, wenn Kaffee auf der Tastatur verschüttet wird. Der Hersteller empfiehlt nach solchen Ereignissen aber eine Inspektion beim Fachhändler. Ein Manko ist, dass der Deckel bei jeder Bewegung des Geräts deutlich nachwippt.

Leider stören die Scharniere sowie die Maustasten die insgesamt ansprechende Optik. Beide sind nämlich in einer etwas billig wirkenden Chromoptik ausgeführt. Das geht auch schöner.

Tastatur

Das Keyboard kann ebenfalls nicht wirklich überzeugen: Die Tasten sind etwas kleiner als normal, haben einen sehr geringen Tastenhub und keinen wirklich sauber definierten Anschlag. Gewöhnungsbedürftig: Rechts neben der Enter-Taste gibt es weitere Reihe von Tasten. Erfreulicherweise verfügt das Keyboard über eine Hintergrundbeleuchtung.

Das Touchpad des Satellite ist ein wenig kleiner als das des Zenbook, geht aber immer noch in Ordnung. Die Maustasten sind separat ausgeführt und nicht als klickbare Fläche. Leider bestehen sie aus billig wirkendem Plastik. Eine Taste ermöglicht die Deaktivierung des berührungsempfindlichen Bereichs. Das kann beispielsweise beim Nutzen einer USB-Maus ganz praktisch sein.

Display

Entgegen dem Trend im Consumer-Bereich und anders als die bisher getesteten Ultrabooks hat das Toshiba ein mattes Display. Störende Reflexionen sind kein Thema. Es ist hell genug für den Einsatz im Freien. Die Auflösung des Screens ist mit 1366 mal 768 Pixeln nur durchschnittlich. Asus bietet hier mit 1600 mal 900 Bildpunkten deutlich mehr, was sich in einer schärferen Darstellung zeigt.

Die Lautsprecher sitzen in der vorderen Kante des Gehäuses und verzerren auch bei hoher Lautstärke nicht. Wie bei allen Ultrabooks darf man allerdings auch hier nicht mit discotauglichen Bässen rechnen.

Schnittstellen

Bei den Anschlüssen ist das Satellite Z830 für ein Ultrabook gut aufgestellt: Rechts ist eine USB-3.0-Schnittstelle zu finden, auf der Rückseite gibt es zwei USB-2.0-Ports, HDMI, VGA und Ethernet. Auf letzteres muss man bei den anderen Ultrabooks verzichten, und VGA ist bestenfalls per Adapter realisierbar. Links sitzen Kopfhörereingang, Mikrofoneingang sowie ein Kartenleser für die Formate MMC und SDXC (bis 64 GByte).

Wie groß die Vorteile der Schnittstellen sind, ist allerdings sehr unterschiedlich. Denn die meisten Anwender surfen mit ihrem Notebook ohnehin über WLAN im Netz, was beim Z830 natürlich ebenfalls an Bord ist. Es unterstützt neben 802.11 b, g und n sogar den a-Standard. Dies kann in funkverseuchten Stadtwohnungen sehr praktisch sein, wo im 5-GHz-Frequenzband üblicherweise höhere Bandbreiten realisierbar sind. Zur drahtlosen Anbindung von Peripherie hat das Toshiba außerdem Bluetooth 3.0 an Bord.

Das Toshiba Z830 bietet eine ordentliche Auswahl an Anschlüssen. Die Ethernet-Buchse beispielsweise gibt es nur bei wenigen Ultrabooks.
Das Toshiba Z830 bietet eine ordentliche Auswahl an Anschlüssen. Die Ethernet-Buchse beispielsweise gibt es nur bei wenigen Ultrabooks.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Toshiba Satellite Z830 im Test: Ultrabook mit zahlreichen Anschlüssen und mattem Display

  • Am 24. Oktober 2012 um 16:07 von Ulrich Welzel

    Display nach 6 Monaten gebrochen und kein Ersatz?
    Im April 2012 habe ich mir ein Toshiba Z830 gekauft. Trotz sehr pfleglichem Umgang ist nach sechs Monaten das Display gebrochen. Obwohl das Problem bei Toshiba bekannt ist, wollen sie keine Garantieleistung anerkennen. Hat schon jemand Erfahrung mit Toshiba gemacht?

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