Sony NEX-7 im Vorab-Test: kompakte 24-Megapixel-Kamera mit Wechselobjektiven

Mit der NEX-7 bringt Sony eine EVIL-Kamera der Superlative: 10 Fotos pro Sekunde bei voller Auflösung, 2,4-Megapixel-OLED-Sucher, schwenkbares 3-Zoll-Display, 24-Megapixel-Sensor, Zubehörschuh, integrierter Blitz – und so weiter und so fort. Allerdings ist die Kamera mit Anschaffungskosten von 1200 Euro für das Gehäuse auch die teuerste spiegellose Systemkamera. Ob die NEX-7 den hohen Erwartungen gerecht werden kann, verrät das Preview.

Die Sony NEX-7 wird in zwei verschiedenen Versionen in den Handel kommen. Das Gehäuse alleine wird bei diversen Online-Shops ab 1200 Euro gelistet. Für das Kit mit dem 18-bis-55-Millimeter-Objektiv veranschlagen die Händler derzeit 1350 Euro. Zumindest preislich bewegt sich die Kamera damit auch im semiprofessionellen Segment – aber gilt das auch für die Ausstattung und die Leistung?

Update: Wir haben inzwischen an anderer Stelle einen ausführlichen Testbericht der Sony NEX-7 veröffentlicht.

Design & Ausstattung

Sonys ältere NEX-Modelle konnten zwar in vielen Punkten überzeugen, nicht jedoch bei der Bedienung. Für anspruchsvolle Fotografen, die häufig an ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsmessung & Co. drehen, gibt es einfach zu wenige direkte Steuertasten auf dem Gehäuse. Und das bedeutet dann eben, dass man sich ständig durch die Menüs graben muss. Die NEX-7 hat ihrer Ausrichtung an das Semiprofi-Segment entsprechend hier mehr zu bieten. Das neue Bediensystem namens TriNavi setzt auf drei Einstellrädchen – eines auf der Rück- und zwei auf der Oberseite – zum Konfigurieren der wichtigsten Parameter. Die Funktion der Drehelemente lässt sich in den Einstellungen weitgehend frei bestimmen.

Das Gehäuse selbst liegt gut in der Hand. Der texturierte Griff auf der Vorderseite ist großzügig dimensioniert, aber nicht zu groß, und sorgt so für ein sicheres Gefühl beim Fotografieren. Wer immer noch Angst hat, dass die 1350 Euro teure Kamera eine ungeplante Begegnung mit dem Betonboden erfährt, wird sich über den robusten Kameragurt im Lieferumfang freuen. Das 18-bis-55-Millimeter-Kitobjektiv ist passend zum Gehäuse in schwarz gehalten. Auffällig ist an dieser Stelle, dass sowohl das Gehäuse als auch das Objektiv nach einigen Tagen bereits ein paar Kratzer ausweisen. Und das, obwohl wir sie ständig in einer Tasche geschützt transportiert hatten – und nicht etwa zusammen mit dem Schlüssel im Rucksack.

Auf der Rückseite des Gehäuses befindet sich eine Drehschalter-Knopf-Kombination, die je nach Stellung des Drehschalters zum Wechseln zwischen automatischem und manuellem Fokus oder als Belichtungsspeicher dient. Außerdem verfügt die Kamera über einen integrierten Blitz, der erfreulich weit nach oben aus dem Gehäuse herausschießt und so kein Problem hat, am Kitobjektiv vorbeizublitzen.

Die Sony NEX-7 bietet deutlich mehr mechanische Bedienelemente als ihre älteren NEX-Schwestern.
Die Sony NEX-7 bietet deutlich mehr mechanische Bedienelemente als ihre älteren NEX-Schwestern.

Während sich die NEX-5N als sinnvolle Evolution von Sonys bisherigen Systemkameras präsentiert, so wirkt die NEX-7 wie ein komplett neues Modell. Dafür sind nicht zuletzt das deutlich verbesserte Interface und der herausragende OLED-Sucher verantwortlich.

Zusätzlich zu den Farbmodi und Effektfiltern ihrer älteren Geschwister bekommt die NEX-7 ein paar neue Spielsachen spendiert, darunter Spielzeugkamera, Weichzeichner, Posterisation, Soft High Key, High-Contrast Schwarzweiß, HDR Painting und Miniatureffekt. Wie bei den anderen Modellen der NEX-Serie dürfen auch hier Schwenkpanorama und 3D-Schwenkpanorama nicht fehlen.

Hier sind ein paar Filter zu sehen, die die NEX-7 mitbringt: Pop-Art-Farben, Teilfarbfilter, Schwarzweiß und Retro.
Hier sind ein paar Filter zu sehen, die die NEX-7 mitbringt: Pop-Art-Farben, Teilfarbfilter, Schwarzweiß und Retro.

Die NEX-7 nutzt Sonys E-Mount. Derzeit bietet der Hersteller mit sieben Objektive eine noch recht überschaubare Palette an Optiken für dieses Bajonett an. Panasonic und Olympus sind mit über 30 Objektiven, die es für den gemeinsamen Micro-Four-Thirds-Standard gibt, hier deutlich weiter. Aber immerhin: Mittels Adapter arbeitet die NEX-7 auch mit den DSLR-Objektiven zusammen, die Sonys A-Mount nutzen. Bei zahlreichen Linsen funktioniert dann sogar der Autofokus. Mittels Adaptern von Drittanbietern wie Novoflex sind außerdem auch Optiken kompatibel, die beispielsweise auf das Canon-, Nikon- oder M42-Bajonett setzen. Hier muss der Fotograf dann allerdings händisch scharfstellen.

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