avast! Mobile Security BETA für Android: Virenscanner, Firewall und Diebstahlsicherung

Die rasant anwachsende Zahl an Android-Smartphones, Apps und Spielen, die man herunterladen kann, macht Googles mobiles Betriebssystem Android nicht nur für Endanwender attraktiv, sondern leider auch für Programmierer von mobilen Schädlingen. Laut dem aktuellen Kaspersky-Malware-Report steht Android im Vergleich zu allen anderen mobilen Plattformen deutlich an der Spitze und das häufigste Ziel von Maleware-Attacken. Allein im letzten Quartal sollen sich die Android-Schädlige um 40 Prozent vermehrt haben. Da kann ein Virenscanner und eine gewisse Vorsicht, wie es am Rechner schon längst zur Pflicht geworden ist, auch auf dem Smartphone nicht schaden.

Mit der App avast! Mobile Security bietet der renommierte Entwickler von Sicherheitssoftware erstmals eine Lösung für Android-Smartphones an. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Lookout, die den vollen Funktionsumfang ihrer Sicherheitssoftware nur in einer kostenpflichtigen Premium-Version anbieten, will Avast seine Mobile-Security-App mit allen Funktionen auf Dauer kostenlos zur Verfügung stellen.

Die App befindet sich zwar noch in der Beta-Phase, macht aber schon einen guten Eindruck und hat jede Menge Funktionen an Bord – darunter natürlich auch einen Virenscanner. Er scannt alle Applikationen automatisch beim Installieren und durchsucht auf Wunsch auch die microSD-Karte nach Schädlingen – entweder per Fingertipp oder automatisch in regelmäßigen Abständen. Die Updates der Signaturen lädt er – sofern gewünscht – auch eigenständig herunter. Nützlich ist außerdem die Firewall, die ausgewählten Apps den Zugang zum Internet sperrt. Der Anwender kann einzeln wählen, ob Apps sich über die WLAN-Verbindung oder das Mobilfunknetz einklinken dürfen oder nicht. Für die Firewall sind allerdings Root-Rechte notwendig.

Ähnlich wie die Desktop-Variante bietet auch die mobile Version einen besseren Schutz beim Surfen im Internet. Gelangt der Smartphone-Besitzer auf eine infizierte Webseite, warnt das Web-Shield vor dem Betreten. Das funktioniert nur mit dem Standard-Browser und natürlich nur bei den Seiten, die Avast als gefährlich identifiziert und in die Datenbank aufgenommen hat. Praktisch ist zudem der SMS- und Anruf-Filter, mit dem man unerwünschte Rufnummern blockieren kann. Der Anrufer bekommt dann nur noch ein Besetztzeichen zu hören. Darüber hinaus bringt Avast Mobile Security einen Task-Manager mit und scannt alle App-Berechtigungen nach potentiellen Sicherheitsrisiken.

Hat man das Smartphone verloren oder wurde es geklaut, lässt es sich mit Hilfe der App sperren, orten oder dessen Speicher löschen – und vieles mehr. Allerdings wiederum nicht ohne Root-Rechte. Praktisch ist, dass sich das Anti-Theft-Modul im System versteckt und im App-Drawer nur unter einem falschen Namen und Icon auftaucht und damit schwerer zu finden ist. Beim Austauschen der SIM-Karte wird das Smartphone gesperrt und eine Nachricht inklusive Geodaten an ein zweites Telefon versendet. Dank Root-Berechtigung lässt die Antidiebstahlsicherung zudem so tief im System verwurzeln, dass sie sogar einen Hard-Reset des Systems überleben soll. Das macht das ganze wesentlich zuverlässiger und lässt Dieben noch weniger Chancen.

Außer einer Backup-Funktion für Kontakte steht Avast damit Lookout in nichts nach. Praktisch wäre vielleicht noch ein Widget für den Homescreen, damit häufiger verwendete Funktion wie die Firewall schneller erreichbar sind. Auch eine Möglichkeit, seine getätigten Einstellungen auf der mircoSD-Karte zu speichern, sucht man vergeblich. Zudem fehlt es der derzeitigen Version noch etwas an Stabilität, und man muss schon einmal mit einer Neuinstallation oder einem Hänger rechnen. Alles in allem ist Avasts Komplettlösung trotzdem einen Blick wert – vor allem für diejenigen, die es sich einfacher machen wollen und nicht schon für jede Funktionen eine spezielle App heruntergeladen haben. Wer sich die Mühe macht, bekommt dann aber oft doch noch ausgefeiltere Funktionen geboten. Die App Permissions Denied funktioniert beispielsweise ähnlich wie die Firewall des Virenscanners, lässt den Anwender aber nicht nur den Internetzugriff von Apps regulieren, sondern jegliche Berechtigungen der installierten Applikationen kontrollieren.

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