"Find my face": Google+ erkennt Gesichter auf Nutzerfotos

Matt Steiner demonstriert "Find my face"

Mit der Funktion „Find my face“ führt Google+ in den nächsten Tagen eine automatische Gesichtserkennung ein. Nutzer des sozialen Netzwerks sollen damit einfacher Freunde und Kontakte in Fotoalben erkennen, markieren und mit den entsprechenden Profilen verknüpfen können. Google-Mitarbeiter Matt Steiner gibt in seinem Profil einen kurzen Einblick in die Funktionsweise.

Ein ähnlicher Dienst ist bei Googles Konkurrent Facebook bereits im Einsatz. Dort zog die Gesichtserkennung schnell den Zorn der Datenschützer auf sich, da die Funktion ohne Rückfrage bei den Nutzern eingebunden wurde. Bei Google scheint man sich der Problematik bewusst zu sein und geht von Anfang an einen anderen Weg. So können die Nutzer der Plattform selbst entscheiden, ob „Find my face“ ihre hochgeladenen Fotos durchsuchen darf. Die entsprechende Einstellung lässt sich jederzeit ändern. Zusätzlich lassen sich Tags, also Treffer in Fotos, individuell akzeptieren oder ablehnen.

„Find my face“ wird im Lauf der kommenden Tage scharfgeschaltet. Die Funktion ist standardmäßig ausgeschaltet und muss vom Profilinhaber gezielt aktiviert werden. Auf diese Weise will Google Datenschutzbedenken zerstreuen und den Nutzern Kontrolle über den Mechanismus gewähren. Diese Vorgehensweise kommt zumindest bei den Behörden gut an: „Die Ankündigungen legen aber durchaus den Schluss nahe, dass Google, anders als Facebook, offenbar erkannt hat, dass eine erfolgreiche Einführung von Diensten mit neuen Technologien gerade auch die Belange des Datenschutzes berücksichtigen sollte“, sagte der zuständige Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar aus Hamburg gegenüber der Presseagentur dpa. (Bild: Google+ / Matt Steiner)

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