Sony zeigt PSV: neue tragbare Playstation Vita im Vorab-Test

Seit dem letzten Wochenende ist der Nachfolger der PSP in Japan erhältlich – und in den ersten zwei Tagen konnte Sony bereits über 300.000 Geräte an den Mann bringen. Zu uns kommt die PSV in ein paar Wochen, am 22. Februar, um genau zu sein. Unsere Kollegen von CNET.com hatten bereits die Möglichkeit, sich die japanische Version der Konsole näher anzusehen – und wir sagen, ob sich das Warten lohnt.

In der letzten Woche hat der Hersteller seine brandneue, portable Spielekonsole auf einer Tour durch New York in die Staaten gebracht. So hatten unsere US-Kollegen noch vor der Unterhaltungselektronikmesse Consumer Electronics Show, kurz CES, die Möglichkeit, ein paar Runden probezuspielen.

Es wird in Europa zwei Versionen von der Vita geben – mit und ohne UMTS. Das günstigere Modell hat ausschließlich eine WLAN-Verbindung. Die beiden Modelle sollen 249 respektive 299 Euro kosten.

Hardware

Vor allem bei den wichtigsten Komponenten macht Sony eine Kampfansage. Das Display basiert auf der begehrenswerten OLED-Technologie, die ansonsten vor allem bei Samsung-Smartphones für beeindruckende Darstellung sorgt. Die Anzeige ist im 16:9-Formfaktor gehalten und löst 960 mal 544 Pixel auf. In Anbetracht der verhältnismäßig großen Bilddiagonale von 5 Zoll könnten es aber ruhig noch mehr Bildpunkte sein. Zum Vergleich, Apple packt in sein nur 3,5 Zoll großes iPhone-Display 960 mal 640 Pixel – und das sorgt für eine spürbar schärfere Darstellung. Nichtsdestotrotz brauchen wir uns bei der Vita nicht beschweren: Die Anzeige ist dennoch auf sehr hohem Niveau.

Unter der Haube arbeitet ein kräftiger Quad-Core-Prozessor, der mit seiner ARM Cortex-A9-Plattform so auch in einem Android-Smartphone für mächtig Vortrieb sorgen könnte. Dazu gibt es noch einen expliziten Grafikchip mit der kryptischen Bezeichnung DGX543MP4+, der ebenfalls über vier Rechenkerne verfügt. Damit die beiden Chips ihre Leistung auch ausnutzen können, packt der Hersteller noch 512 MByte RAM und 128 MByte Videospeicher (VRAM) auf die Platine.

Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite befindet sich jeweils eine 0,3-Megapixel-Kamera. Das ermöglicht nicht nur Fotos (in schwacher Auflösung), sondern soll vor allem Augmented-Reality-Spiele auf ein neues Level heben – Games also, bei denen virtuelle Gegenstände in die echte Umgebung eingeblendet werden. Damit das funktioniert, ist auch eine Bewegungssteuerung nötig, die bei der Vita in Form eines Drei-Achsen-Gyroskops zum Einsatz kommt.

Die meisten Spiele dürften wohl auf einer speziellen Speicherkarte namens Vita Card ausgeliefert werden. Alternativ ist der Download aus dem Playstation Store über das Internet möglich. Zusätzlich stehen noch ein Speicherkartenleser, ein Universalanschluss und USB zur Verfügung. Das UMTS-Modell hat darüber hinaus einen SIM-Kartenslot integriert. WLAN und Bluetooth sind immer an Bord.

Zur Steuerung stehen die bekannten Eingabemöglichkeiten zur Verfügung. Das Vier-Wege-Pad allerdings kommt uns beim ersten Test wie ein Rückschritt im Vergleich zur PSP vor. Es ist nicht mehr in vier einzelne Tasten unterteilt, sondern ein großer Klotz- und ermöglicht damit nicht die präzise Steuerung, die wir gewohnt sind. Dafür reagieren die Tasten auf der Vorderseite um so besser. Neu ist ein berührungsempfindliches Touchpad auf der Rückseite. Es fühlt sich gut an und lässt sich – inklusive Multi-Touch-Gesten – hervorragend bedienen. Auch das Display ist ein Touchscreen.

Übrigens: Der wohl krasseste Unterschied zwischen der PSV und ihrer Vorgängerin PSP ist das Gewicht. Die neue Vita ist so leicht, dass PSP-Nutzer sie beim ersten in-die-Hand-nehmen fast nach oben werfen.

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