Statt himmelhochjauchzend zu Tode betrübt: Twitter-Nutzer werden trauriger

Studien-Ergebnisse im Überblick

Unter Twitter-Usern greift die Schwermut um sich. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universität von Vermont. Sie werteten im Rahmen einer Studie über drei Jahre hinweg 4,6 Milliarden Tweets von über 63 Millionen Menschen aus. Um den Glücksfaktor der Tweets zu messen, teilten die Forscher 10.000 Schlüsselwörtern einen Glücksindex zu. „Lachen“ rangiert zum Beispiel mit 8,30 weit oben auf der Glücksskala, „Terrorist“ findet sich mit 1,30 am unteren Ende.

Bei der Auswertung der Tweets zeigte sich, dass die gute Laune unter Zwitscherfreunden seit 2009 kontinuierlich sinkt. Deutliche Ausschläge nach unten verzeichnet das Stimmungsbarometer bei Naturkatastrophen, Todesnachrichten und Negativschlagzeilen. Der schlimmste Tag innerhalb des Studienzeitraums war der 2. Mai 2011 – der Tag, an dem Osama Bin Laden erschossen wurde. Aufs Gemüt schlug den Twitter-Usern auch, dass Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 England aus dem Turnier warf. Der Gewinn der Weltmeisterschaft durch die Spanier ließ die Twitter-Gemeinde dagegen kalt. Allgemein sehen die User die Welt an Feiertagen und am Wochenende rosiger, am Dienstag sinkt die Stimmung dagegen auf den Tiefpunkt.

Der Traurigkeit der Twitterer zum Trotz ziehen die Forscher zumindest für sich selbst eine positive Bilanz. Angesichts der schieren Datenmenge, die soziale Netzwerke liefern, sehen sie darin große Chancen für die Erforschung menschlichen Verhaltens. Einen Wermutstropfen machen sie dann aber doch aus: Durch Hacker & Co. seien Forscher vor falschen Daten aus sozialen Netzwerken nicht gefeit. (Bild: PLoS ONE)

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