Asus Eee Pad Slider SL101: Android-Tablet mit Schiebetastatur im Test

Aufgrund der intuitiven Fingerbedienung sind Tablets bei vielen Anwendern beliebt – insbesondere das iPad hat hier Maßstäbe gesetzt. Allerdings eignen Touchscreens eher fürs Vergnügen als für die Arbeit. Beim Verfassen längere Texte vermisst man schnell eine vernünftige Hardware-Tastatur. Das Eee Pad Slider von Asus soll das beste aus beiden Welten bieten. Ob das gelingt, verrät der Test.

Die Eingabe mit dem Finger ist intuitiv und bequem. Aber nur die wenigsten Tablet-Fans werden bestreiten, dass Touchscreens hauptsächlich für das Surfen durchs Internet, Daddeln und das Eintippen von Status-Updates geeignet sind. Wer längere Texte schreibt, greift gerne zur Tastatur. Bei einem Display fehlt das Feedback beim Tastendruck. Mehr als eine leichte Vibration ist nicht möglich.

Zwar kann man an die meisten Tablets im Slate-Formfaktor per USB oder Bluetooth eine Tastatur anbinden. Der Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass man dann eben zwei Teile mit sich herumschleppt. Wer die Tastatur häufiger nutzt, sollte sich nach einem Convertible umsehen. Zu dieser Kategorie gehört das Asus Eee Pad Slider SL101, bei dem man die Tastatur bei Bedarf ausziehen kann. Anders als beim Eee Pad Transformer lässt sich das Keyboard aber nicht komplett abtrennen.

Design

Auf den ersten Blick sieht das Slider aus wie ein typisches Tablet im Slate-Formfaktor – wenn auch etwas klobig. Erst bei genauem Hinsehen entdeckt man auf der längeren Seite neben der 1,2-Megapixel-Frontcam einen Pfeil. Schiebt man das Display des Geräts in diese Richtung, stellt es sich im 45-Grad-Winkel auf und gibt den Blick auf die Tastatur frei.

Wer befürchtet, dass der Mechanismus mit der Zeit ausleiert, sollte einen Blick auf die Zahlen von Asus werfen. Nach eigenen Angaben wurde das Aufschieben mit sechs Durchgängen pro Minute insgesamt 30.000 Mal getestet. Der Referenzwert des Gelenks sei dabei nicht unterschritten worden. Wie sich das Gerät im Alltagseinsatz schlägt, muss sich natürlich erst noch zeigen.

Das Slider besteht aus zwei großen Teilen: Der Basiseinheit mit Tastatur und dem eigentlichen Tablet mit Screen. Der Rahmen um das Display ist schwarz, drei der Kanten sind in Silber gehalten. Das ergibt einen schönen Kontrast zum dunklen Keyboard.

Auf der linken Seite der Tastatureinheit befinden sich ein Mikrofon, der Power-Button, der Lautstärkeregler, der Reset-Button und ein microSD-Slot. Hinten ist ein 40-Pin-Connector zum Anschluss des Tablets an einen Rechner untergebracht, daneben ein Mini-HDMI-Port. Rechts gibt es einen Mikrofoneingang sowie einen USB-2.0-Slot. Auf der Rückseite ist eine 5-Megapixel-Kamera zu finden, die leider keinen Blitz hat. Mit 970 Gramm und 1,8 Zentimetern ist das Slider das bislang schwerste sowie dickste Honeycomb-Tablet. Hier zeigt sich ein konzeptioneller Nachteil: Wenn man die Tastatur nicht braucht, kann man sie anders als beim Eee Pad Transformer nicht einfach abkoppeln.

Die Rückseite des Tablets fühlt sich nach Leder an und sorgt dafür, dass das Gerät nicht aus der Hand gleitet. Die Ecken sind abgerundet und fühlen sich angenehm an.

Tastatur

Aufgrund der kompakten Grundfläche fühlt sich das Tippen auf dem Slider etwas gedrängt an. Auch die Leertaste wird im Test nicht immer ausgelöst, obwohl man davon ausgeht. Das liegt daran, dass sich das Chassis rechts neben der Leertaste ein wenig anhebt. Und beim schnellen Tippen erwischt man anstelle der Space-Taste gelegentlich nur das Chassis. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran, und die Fehlerhäufigkeit sinkt. Ab und an kommt es aber dennoch vor. Eine etwas andere Konstruktion wäre eine deutliche Verbesserung.

Die Tasten des Keyboards sind klein, aber die Genauigkeit beim Tippen ist kein Problem. Der Hub ist für ein ordentliches Feedback groß genug. Anders als ein klassisches Notebook hat das Slider kein Touchpad, woran man sich erst gewöhnen muss. Gerade zum Positionieren des Cursors ist der Touchscreen des Geräts nicht so gut geeignet. Wie das Keyboard des Transformer hat das des Slider Buttons für Home, Zurück und Menü. Insgesamt kann man sagen, dass die Tastatur des Slider nicht perfekt ist, es sich damit aber doch deutlich besser als auf dem Screen schreiben lässt.

Hardware

Das Eee Pad Slider ist mit 16 und 32 GByte Speicher zu haben. Angetrieben wird es von einem Nvidia-Tegra-2-Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz und zwei Rechenkernen, dem 1 GByte RAM zur Seite stehen. Integriert sind außerdem WLAN nach 802.11 b, g und n, Bluetooth 2.1, ein Gyroskop, ein Umgebungslichtsensor, GPS, Kompass und eine Möglichkeit zur Speichererweiterung per SD-Karte.

Der eingebaute Lautsprecher liefert einen ordentlichen Sound, könnte aber lauter sein und mehr Bass bieten. Da er auf der Oberseite des Tastatur-Moduls sitzt, klingt der Sound beim Betrieb im Tablet-Modus etwas dumpf.

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