CES 2012: Dell steigt mit dem XPS 13 ins Ultrabook-Geschäft ein

Trotz all der Aufmerksamkeit, die die Ultrabooks in den letzten Monaten einfahren konnten, verhielten sich einige Größen der Branche verdächtig unauffällig. So auch Dell: Das Weihnachtsgeschäft 2011 ließ das Unternehmen noch ungenutzt an sich vorbeiziehen, steigt aber jetzt mit dem XPS 13 ernsthaft ins Ultrabook-Geschäft ein.

Das zu erheblichen Teilen aus Aluminium und Kohlefaser gefertigte XPS 13 ist 6 bis 18 Millimeter hoch, 31,6 beziehungsweise 20,5 Zentimeter breit respektive tief und hat – natürlich abhängig von der Ausstattung – ein Gewicht von mindestens 1,36 Kilogramm. Es integriert ein hintergrundbeleuchtetes Keyboard und eine Intel-CPU vom Typ Core i5 2467M oder Core i7 2637M, greift in Sachen Grafik aber auf Intels integrierte HD3000-GPU zurück. Als Festspeicher verbaut es eine 128 oder 256 GByte große SSD, der RAM-Ausbau liegt bei 4 GByte.

Das 13,3 Zoll großes Display löst 1366 mal 768 Bildpunkte auf, wird von Gorilla-Glas geschützt und ist laut Dell „praktisch rahmenlos“. Letzteres verleitet das Unternehmen zu der Behauptung, dass das XPS 13 ein 13,3-Zoll-Notebook mit den Abmessungen eines gängigen 11-Zoll-Notebooks sei. Ein Werbespruch, der teils berechtigt ist (das XPS 13 ist wirklich kompakt), sich aber auch schwer widerlegen lässt – denn es gibt keine felsenfesten, klar definierten Abmessungen für 11-, 12- oder 13-Zoll-Notebooks.

Auf den ersten Blick sieht das XP 13 zudem nicht so auffällig wie etliche Consumer-Notebooks von Dell aus – aber das hat seinen Grund: Consumerization. Das heißt, dass die Grenzen zwischen Consumer- und Business-Produkten zunehmend schwammiger werden und beispielsweise professionelle Anwender vermehrt an sich für den privaten Gebrauch gedachte Geräte auch im Unternehmen nutzen wollen. Dell wird übrigens auch eine „IT-freundliche“ Version mit TPM und anderen professionellen Features anbieten.

Das XPS 13 verfügt über eine Chicklet-Tastatur im Stil von Apples MacBooks.
Das XPS 13 verfügt über eine Chicklet-Tastatur im Stil von Apples MacBooks.

Uns gefällt das Dell-Ultrabook jedenfalls ziemlich gut. Und auch wenn Dell scheinbar recht spät zur Party kommt, sollte man dennoch nicht vergessen, dass das Unternehmen bereits vor Jahren das Adamo und das Adamo XPS vorstellte, die ihrer Zeit weit voraus waren und durchaus zu Recht als Großväter heutiger Ultrabooks betrachtet werden können.

Das Dell XPS 13 soll jedenfalls in Europa ab Mitte März bei Dell erhältlich sein; als Startpreis für die USA wurden „weniger als 1000 US-Dollar“ genannt. (Bilder: Dell, CNET)

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu CES 2012: Dell steigt mit dem XPS 13 ins Ultrabook-Geschäft ein

  • Am 12. Januar 2012 um 23:31 von Schade

    Schade schade schade – ziel verfehlt
    Sehr sehr schade – das wäre das ideale neue Notebook für unseren Geschäftsführer gewesen, der viel international unterwegs ist und ständig (z.B. beim Umsteigen auf Flughäfen) neuste Aktualisierungen und Zuarbeit per Mail abruft, um dann offline im Flugzeug mit den neuen Informationen neue Powerpoints zusammenzustellen, die er dann am Zielort auf Konferenzen präsentiert.
    Das wäre es gewesen wenn:
    – es keinen Hochglanz Bildschirm hätte. Das wäre noch verkraftbar, weil das durch Klebefolie behebbar ist, nicht ideal, aber würde gehen.
    – es einen Anschluss zu einer Dell Dockingstation hätte, wie alle Dell Business Notebooks, so dass man einfach Stromzufuhr, externe Tastatur, Maus und Hochauflösendem 24" Monitor im Büro und Homeoffice durch andocken sofort nutzen kann. Hierfür gibt es leider keinen Workaround – also doch nur ein Consumer Gerät!
    Schade schade schade

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