Fujifilm X-Pro1 ausprobiert: Systemkamera mit Innovationen bei Sucher und Sensor

Mit der Fujifilm X-Pro1 kommt das nächste spiegellose Kamera-System. Und das tut es nicht heimlich, still und leise, sondern mit großen Versprechungen: Die Bildqualität soll beispielsweise die professioneller Vollformat-DSLRs übertreffen, das System geht mit drei Festbrennweiten-Objektiven an den Start, und der elektronisch-optischen Hybrid-Sucher, der uns bereits bei der Vorgängerin X100 begeistern konnte, wurde weiter verbessert.

An sich ist der Markt der spiegellosen Systemkameras, auch EVIL-Kameras genannt, schon extrem dicht besiedelt. Nach den beiden Pionieren Panasonic und Olympus bieten inzwischen auch Samsung, Sony, Pentax, Ricoh und Nikon Modelle in diesem Segment an. Doch Fujifilm hat ein paar Tricks auf Lager, mit denen sich der Hersteller von der Masse absetzen möchte. Und da zählen nicht nur die mit wohl rund 1590 Euro vergleichsweise sehr hohen Anschaffungskosten dazu. Wir hatten auf der CES in Las Vegas die Gelegenheit, uns die X-Pro1 näher anzusehen.

Design & Ausstattung

Die Fujifilm X-Pro1 kommt im gleichen Retro-Design daher wie ihre beiden kleinen Schwestern X10 und X100. Das Design erinnert an Sucherkameras der 50er und 60er Jahre – insbesondere, was die Front angeht. Betrachtet man die Kamera von vorne, so sitzt mittig das Objektiv. Links davon befindet sich ein recht kleiner, aber ergonomisch geformter Handgriff. Wer sich mehr Halt wünscht, findet im Zubehörangebot des Herstellers einen größeren Griff. Zwischen Handgriff und Objektiv bringt der Hersteller einen Schiebeschalter unter, der den Betriebsmodus des optisch-elektronischen Hybridsuchers wechselt – aber dazu später mehr. Rechts über dem Objektiv befindet sich das Guckloch des Suchers. Weiter unten sitzt ein Bedienelement zum Umschalten zwischen Einzelbild-Autofokus, kontinuierlichem Autofokus und manuellem Scharfstellen.

Auf der Oberseite des Gehäuses gibt es – wie bei der X100 – zwei Drehelemente. Das rechte dient zum Einstellen der Belichtungskorrektur, das linke legt die Verschlusszeit fest. Zwischen den beiden Rädchen befindet sich der Auslöser, der in Kombination mit einem Ein/Aus-Schalter ausgeführt ist. Ganz rechts vorne auf der Ecke bringt der Hersteller schließlich noch eine Funktionstaste unter. Mittig auf der Oberseite gibt es einen Zubehörschuh.

Die Oberseite der Fujifilm X-Pro1 ist sehr ähnlich aufgebaut wie bei der Schwester X100.
Die Oberseite der Fujifilm X-Pro1 ist sehr ähnlich aufgebaut wie bei der Schwester X100.

Nach der Vorder- und der Oberseite verrät erst die Rückseite, dass im Inneren der Fujifilm X-Pro1 keine 50er-Jahre-Sucherkamera, sondern modernste Technik steckt. Hier dominiert ein 3,0 Zoll großes Display mit einer überdurchschnittlichen Auflösung von 1,23 Millionen Subpixeln (vermutlich 854 mal 480 Pixel). Oberhalb des Bildschirms sitzt das Okular des Hybrid-Suchers, daneben eine mit View Mode beschriftete Taste zum Wechseln zwischen Sucher und Display beziehungsweise zum Aktivieren der Umschalt-Automatik per Näherungssensor. Links neben der Anzeige bringt der Hersteller drei Knöpfe unter, die zum Konfigurieren von Serienbildmodus, Belichtungsmessung und Autofokuspunkt dienen.

Rechts neben dem Bildschirm befindet sich ein Vier-Wege-Pad mit mittigem Menu/Ok-Button. Die Nach-oben-Taste hält auch zum Aktivieren des Makro-Modus her. Unter dem Pad gibt es einen mit Disp/Back beschrifteten Button, der zum Anpassen der auf in Display und Sucher angezeigten Informationen dient und in den Menüs eine Ebene nach oben springt. Darüber befindet sich ein Knopf zum Aktivieren des Wiedergabemodus sowie ein Rändelrädchen zum schnellen Anpassen von Aufnahmeparametern wie Blende und Belichtungszeit.

Die Anordnung der Bedienelemente auf der Rückseite ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man noch nicht mit einer Kamera aus Fujifilms X-Serie fotografiert hat.
Die Anordnung der Bedienelemente auf der Rückseite ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man noch nicht mit einer Kamera aus Fujifilms X-Serie fotografiert hat.

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