Rooted AnyConnect für Android: Mit dem Smartphone ins Uni- oder Firmen-Netzwerk

Wer während seines Studiums mit dem Android-Smartphone oder -Tablet die Internetverbindung seiner Hochschule nutzen oder sich in eine der Datenbanken ihrer elektronischen Bibliotheken einklinken möchte, verschafft sich mit Ciscos mobiler Version des AnyConnect-VPN-Clients Zugang zum virtuellen privaten Netzwerk seiner Universität. Voraussetzung ist allerdings, dass das Android-Smartphone gerootet ist oder auf der Liste der unterstützten Geräte steht.

Den VPN-Client gibt es nämlich in unterschiedlichen Ausführungen. So stehen für diverse Geräte der Hersteller HTC und Samsung sowie für Besitzer eines ThinkPad-Tablets von Lenovo eigenständige Versionen bereit. Unterstützt sind beispielsweise die Modelle Galaxy S und Galaxy S2 oder das HTC Explorer und das HTC Rhyme. Eine komplette Liste aller kompatiblen Geräte und der vorausgesetzten Betriebssystem-Versionen findet sich in den Market-Beschreibungen der jeweiligen Anwendungen.

Für alle, dessen Smartphone nicht in der Liste der unterstützten Modelle auftaucht, hat Cisco eine weitere Anwendung mit dem Titel Rooted AnyConnect herausgebracht. Wie der Name schon erahnen lässt, sind für die Nutzung der App dann allerdings Root-Rechte nötig. Was Root-Rechte sind und wie man sie beispielsweise auf dem HTC Desire HD und Desire Z erlangt, haben wir bereits an anderer Stelle erklärt. Ist das Smartphone erfolgreich entsperrt, muss der Android-Nutzer zusätzlich noch das Tun-Modul installieren. Das gibt es mittlerweile für die meisten Android-Geräte. Dank der App TUN.ko Installer ist die passende Version auch schnell herausgesucht und eingespielt.

Dann ist die Verbindung ins Uni-Netz nur noch wenige Klicks entfernt. Nach dem Starten des AnyConnect-VPN-Clients trägt der Smartphone-Besitzer im letzten Schritt unter dem Punkt Add New VPN Connection die Verbindungsdaten ein. Per Fingertipp wählt sich die App dann nach Angabe des persönlichen Benutzernamens und des Passworts wie gewohnt in das Hochschulnetzwerk ein. Ob die Verbindung auch wirklich besteht, lässt sich nochmals im Menü unter dem Punkt Statistics nachprüfen. Damit man beispielsweise auch auf die Datenbanken der Universitäts-Bibliotheken zugreifen kann, muss in der Regel eine Proxy-Verbindung bestehen. Sie lässt sich auf gerooteten Smartphones mit der App ProxyDroid einrichten.

Wer Probleme beim Installieren des AnyConnect-VPN-Clients hat oder beim Verbinden mit einer Fehlermeldung bombardiert wird, findet in der englischsprachigen Anleitung nochmals eine Beschreibung und einige Lösungsvorschläge. Im Test hat auf einem gerooteten HTC Desire allerdings alles reibungslos funktioniert und Ciscos AnyConnect-VPN-Client seinen Zweck vollkommen erfüllt. Natürlich klappt die Verbindung so nicht nur mit Hochschulnetzen, sondern auch mit der Firmeninfrastruktur und dergleichen.

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