Inside-Apple-Buch: Steve Jobs wollte die iPhone-Fotografie mit Lytro revolutionieren

Nur wenige Monate vor seinem Tod plante Steve Jobs, die iPhone-Kamera grundlegend zu revolutionieren und hat sich darum mit dem CEO von Lytro getroffen, einer Firma, die einen völlig neuen Ansatz verfolgt, was Fotografie angeht. So ist es in dem Buch Inside Apple von Adam Lashinsky nachzulesen, das seit heute in den Regalen steht.

Im Juni 2011 soll sich der dahingeschiedene Apple-Chef mit Ren Ng getroffen haben, dem CEO von Lytro. Im Gegensatz zu allen derzeit erhältlichen Consumer-Kameras, deren Bildsensoren einzelne Pixel messen, erfasst die sogenannte Lichtfeldkamera des kalifornischen Startups Lichtstrahlen. Anstelle von Megapixeln gibt es hier also Megarays. Der größte Vorteil dieser Technologie ist, dass sich die ohne Auslöseverzögerung geschossenen 3D- und 2D-Fotos nachträglich noch fokussieren lassen. Wir haben uns an anderer Stelle bereits ausführlich mit der Light Field Camera von Lytro beschäftigt, die im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen soll.

Laut den Redakteuren von AppleInsider, die schon vorab einen Blick auf das Buch erhaschen durften, demonstrierte Ng Steve Jobs auf dem Treffen zunächst die Lichtfeld-Technologie. Anschließend diskutierte man über Kameras und Produktdesign im Allgemeinen. Dann soll der damalige Apple-Boss um eine E-Mail gebeten haben, wie Lytro mit Apple zusammenarbeiten könnte. Auch wenn es dazu niemals kam, so war Ren Ng offensichtlich schwer von Steve Jobs beeindruckt.

„Am meisten beeindruckte mich, wie klar seine Kommunikation war,“ so erklärt Ng laut AppleInsider in dem Buch. „Seine Augen waren einfach so klar, seine Brille schien geradezu über seiner Nase zu schweben. Ich erzählte ihm, dass wir vom iPad viel Inspiration zogen. Er hat wirklich gelächelt.“

Untypische Form für eine Digicam: So sehen die aktuellen Lichtfeld-Kameras von Lytro aus.
Untypische Form für eine Digicam: So sehen die aktuellen Lichtfeld-Kameras von Lytro aus.

Und auch wenn Steve Jobs und Ren Ng es niemals über die Diskussionsphase schafften, so wäre es doch interessant gewesen, welchen Weg diese Kamera-Technologien unter Apple-Fahne hätten beschreiten können. Aber wer weiß, vielleicht wird sich der bislang noch nicht so stark in Erscheinung getretene Tim Cook ja noch seine Siebenmeilenstiefel anziehen und in die riesigen Fußstapfen treten, die ihm sein Vorgänger hinterlassen hat. Und vielleicht gibt es dann ja demnächst eine Digitalkamera von Apple, die iCam. (Bilder: CNET.com)

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