Sony Xperia S angetestet: Android-Handy mit HD-Display und 12-Megapixel-Kamera

Beim Blick ins Datenblatt wird klar: Dieses Smartphone kann sich sehen lassen. Ein gestochen scharfes Display, eine hochauflösende Kamera, ein flotter Prozessor – und dazu noch eine Optik, die alles andere als langweilig ist. Der vermeintlich einzige Haken: Zumindest am Anfang kommt noch nicht die brandaktuelle Android-Version 4.0 zum Einsatz. Wir hatten auf der CES in Las Vegas die Möglichkeit, das Gerät genauer unter die Lupe zu nehmen.

Neues Jahr, neues Glück. Bei den Smartphones jedenfalls stehen 2012 so einige Revolutionen an: Akkus werden stärker, Displays schärfer, Prozessoren schneller – und Kameras hochauflösender. All das vereint Sony in seinem neuen Xperia S, dem ersten Handys der Japaner seit vielen Jahren, das nicht mehr unter Sony-Ericsson-Flagge in die Läden kommen wird. Es gehört mit zu den ersten neuen Androiden in diesem Jahr, und es zeigt, wohin die Reise geht.

Wir hatten bereits die Möglichkeit, das Gerät im Rahmen der CES in Las Vegas ausführlich auszuprobieren. Das Gerät soll noch im ersten Quartal in Deutschland erhältlich sein. Ein genaues Datum oder Preise nennt der Hersteller bislang noch nicht.

Design

Mit etwas Abstand betrachtet, macht das Xperia S nicht sonderlich viel her: Es ist relativ eckig und schwarz. Aber schon der zweite Blick bleibt hängen. Direkt unterhalb des Displays zieht sich ein durchsichtiger Streifen einmal komplett durch das Gehäuse. Er sieht fast so aus, als würde er die Hardware in zwei Teile schneiden, und ist dabei so durchsichtig, als hätten die Designer nur aus Spaß darunter noch einen schwarzen Kunststoff-Block montiert. Eingraviert ins Plexiglas sind die drei Sony-Ericsson-typischen Icons, angestrahlt von weißen Leuchtdioden. Das sieht mächtig cool aus.

Und tatsächlich ist das nicht nur einfach ein Design-Element, sondern es erfüllt auch seinen Zweck! Wer genau hinsieht, erkennt ein feines, gitterförmiges Muster im durchsichtigen Kunststoff: Das ist die Antenne des Smartphones. Wer noch genauer auf den Streifen guckt, erkennt noch feine Drähte, die die Oberseite des Smartphones mit dem schwarzen Block unten verbinden. Spätestens jetzt ist klar: Unterhalb der Glas-Antenne ist nicht nur noch ein toter Plastikklotz aus optischen Gründen, sondern auch noch Technik. Ein wenig, zumindest.

Im Gespräch mit Kollegen und anderen Messebesuchern haben wir gleich festgestellt, dass diese Optik polarisiert. Vielen Besucher gefällt das Element, andere mögen es nicht – und ansonsten hat das Gerät optisch nicht besonders viel zu bieten. Die relativ simple Form und der verhältnismäßig dicke Aufbau wirken schon fast etwas langweilig. Wie dem auch sei: Dieser Punkt ist Geschmacksache. Uns gefällt das Xperia S sehr gut.

Die Rückseite des Handys ist leicht oval geformt – das Gerät wird also in der Mitte minimal dicker. Der Akkudeckel ist aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt und sehr schlicht gehalten. Sämtliche Elemente sind mittig angeordnet, von oben nach unten sehen wir hier die Linse der 12-Megapixel-Kamera, die zugehörige Foto-LED, eine längliche Aussparung für den Lautsprecher sowie das Sony-Ericsson-Logo. Auf der rechten Seite trägt das Xperia S einen Mini-HDMI-Port unter einer kleinen Klappe sowie den Kippschalter zur Lautstärkeregelung und einen expliziten Kamera-Auslöser. Oben befinden sich Ein-Aus-Taster samt Klinkenbuchse, rechts der Micro-USB-Port zur Datenübertragung sowie zum Aufladen des Akkus. Unten gibt es eine kleine Aussparung, an die Fans von Bling-Bling und Klimbims ihren Handy-Schmuck knoten können.

Keinen Grund zur Diskussion wirft hingegen das Display auf. Mit 4,3 Zoll in der Diagonalen reiht es sich ein in die Riege der Flaggschiffe aus dem letzten Jahr, wie dem Samsung Galaxy S2 oder dem HTC Sensation XE. Ein paar neuere Modelle wie das Samsung Galaxy Nexus oder das HTC Sensation XL haben in diesem Punkt zwar schon überholt, aber diese Handys führen im Vergleich zu den vorher genannten ohnehin eher ein Schattendasein im Markt. Absolut auf der Höhe der Zeit ist die Display-Auflösung: Mit 1280 mal 720 Bildpunkten zeigt das Xperia S HD-Videos im 720p-Format nativ an. Das sorgt nicht nur für beeindruckende Bilder bei Clips, Serien und Filmen, sondern auch für gestochen scharfe Fotos und Webseiten. Damit liegt das Sony weit über Galaxy S2 (800 mal 480 Pixel) und Sensation (960 mal 540 Pixel) und ist fit für die Zukunft.

Außerdem haben die Entwickler das eigentliche Display-Panel direkt unter die Touchscreen-Scheibe montiert – ohne, dass dort Luft- oder Gasschichten dazwischen wären. Das sieht edel aus, sorgt für bessere Blickwinkel und eine klarere Darstellung. Und reduziert gleichzeitig den Vorteil, den Samsung mit seinem Super-AMOLED-Plus-Display ausspielt.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Sony Xperia S angetestet: Android-Handy mit HD-Display und 12-Megapixel-Kamera

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *