Schon im Test: Sony PlayStation Vita – mobile Zockstation für echte Gamer?

Endlich ist sie da, die neue portable Konsole von Sony. Kompromisslos fürs Gaming ausgelegt, mit analogen Joysticks, einem großen Display und einer beeindruckenden Grafik – aber auch mit einem ähnlich beeindruckenden Preis für Hardware und Spiele. Ob dieses Konzept zu Zeiten von iPhone, iPad und iPod Touch als mobiler Konsolenersatz noch ausgeht? Wir haben es getestet.

Der erste Gameboy hat Anfang der 90er Jahre eingeschlagen wie eine Bombe – und die Freizeitgestaltung einer kompletten Generation über den Haufen geworfen. Heute, gut 20 Jahre später, ist die Welt der portablen Konsolen nicht mehr ganz so rosig. Die Kästen müssen sich nämlich mit Smartphones, Tablets und MP3-Playern wie dem iPod Touch um ihre Kunden streiten, denn gerade die Gelegenheitsspieler werden mit den Geräten, die sie ohnehin schon haben, glücklich. Sonys Waffe, die PlayStation Vita, geht mit purer Kraft dagegen vor und will mit Grafik und Bedienung punkten. Dass die Form dabei etwas aus dem Rahmen fällt, ist der Preis dafür.

Aber reichen tolle Grafiken in Kombination mit analogen Joysticks aus, um Apple & Co. in die Schranken zu weisen – oder steckt Sony einfach noch in der Vergangenheit fest? Über den Preis wollen die Japaner die Konsole jedenfalls nicht verkaufen: 249 Euro für die WLAN- und 299 Euro für die UMTS-Variante sind jedenfalls kein Schnäppchen. Eine „echte“ PS3 jedenfalls kostet weniger.

Kaufen oder nicht kaufen?

Auf dem Papier ist die PSV ein Monster. Quad-Core-Prozessor, 5-Zoll-Touchscreen und feinste Gaming-Tasten und Regler: So stellen wir uns das vor, und da hat die gesammelte Konkurrenz auch nichts Entsprechendes vorzuweisen.

Aber Kraft ist nicht alles – und die Leistung geht zulasten von portablen Abmessungen und Akkulaufzeit. Die Vita jedenfalls ist eher klobig als sexy, und der Stromspeicher reicht in der Praxis gerade einmal für drei bis vier Stunden aus. In Kombination mit hohen Preisen für Hardware und vor allem Spiele fällt es uns schwer, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung auszusprechen.

Vor allem Gelegenheitsspieler werden wohl mit einem iPod Touch glücklicher, der nicht nur weniger kostet, sondern dank des App Stores auch binnen Sekunden den Download neuer Spiele ermöglicht – die dort meist irgendwo zwischen null und fünf Euro kosten.

Design

Auf den ersten Blick erinnert uns die PSV an eine etwas aufgeblähte PSP. Sie ist schwarz, massiv, oval geformt und misst 18,2 Zentimeter in der Breite und 8,4 in der Länge – und baut knapp 19 Millimeter in die Höhe. Damit setzt Sony jedenfalls einen neuen Größenrekord für portable Konsolen.

In die Jeanstasche passt die Vita gerade so, aber wirklich bequem ist das nicht mehr. Mit der dadurch entstehenden Beule sind PSV-Gamer auf den ersten Blick als solche erkennbar, und vorm Hinsetzen sollte man die teure Hardware auf jeden Fall aus der Hose nehmen. Genau dabei würden wir auch besonders aufpassen – wer weiß, ob die analogen Joysticks ansonsten nicht doch mal auf der Strecke bleiben.

Wer auf seine PSV unterwegs nicht mehr verzichten möchte, sollte also auf jeden Fall irgendeine Art von Tasche mit dabei haben. Im direkten Vergleich zum Nintendo 3DS ist die neue Playstation spürbar größer – und im Vergleich zum iPod Touch benötigt sie fast den doppelten Platz.

Die gute Nachricht: Die Vita ist nicht so schwer, wie sie aussieht. Sie bringt 279 Gramm in der UMTS-Ausführung auf die Waage, die WLAN-Variante ist 19 Gramm leichter. Unglaublich leicht ist sie damit zwar nicht, aber immerhin kann man sie problemlos auch längere Zeit in der Hand halten.

Bedienung und Kommunikation

Die Vita hat an nahezu jedem Quadratmillimeter ihres Gehäuses irgendwelche Knöpfe, Hebel, Schalter, Einschübe, Anschlüsse oder Ausgänge. Auf der Oberseite finden sich links und rechts vom Touchscreen-Display je ein analoger Joystick. Links kommen ein Vier-Wege-Pad sowie ein PlayStation-Button dazu, rechts die vier von der PS bekannten Action-Tasten sowie Start und Select. Außerdem befindet sich hier die Linse der Frontkamera.

Oben am Rahmen haben zwei Schultertasten, der Ein-Aus-Taster, die Lautstärkeregler sowie zwei Abdeckungen aus Kunststoff ihren Platz gefunden. Unter einem von beiden befindet sich der Slot für die neuen, proprietären Vita-Speicherkarten, über die man die Games lädt, unter dem anderen sitzt ein Erweiterungs-Port.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Schon im Test: Sony PlayStation Vita – mobile Zockstation für echte Gamer?

  • Am 15. Februar 2012 um 12:05 von Clark

    was uns nicht gefällt
    Zu den Minuspunkten kann man eigentlich nichts mehr sagen,schwache Akkulaufzeit,wirkt groß und klobig und dann noch zu teuer? Ich meine bei der Leistung die das Teil hat,sind 4 bis 5 Stunden total angebracht und was zu groß angeht,ich meine auf nem mini Bildschirm wie beim DS möchte ich nicht unbedingt spielen.

  • Am 17. Februar 2012 um 08:52 von Julian W.

    Ja nee, ist klar…
    Sie vergleichen die Vita also allen ernstes mit einem iPod Touch? Sie finden die Vita zu teuer, obwohl Sie den Preis von 249€ für den 3DS damals sehr angemessen fanden? (rechnen Sie bitte mal alleine die Produktionskosten der beiden Geräte gegeneinander auf), Sie bemängeln das eingeschränkte Mutitasking? Sorry – aber hiermit haben Sie sich für mich absolut unglaubwürdig gemacht. Besten Dank!

  • Am 17. Februar 2012 um 09:49 von Andreas H.

    PS VITA vs 3DS
    Sehr geehrtes CNet-Team,

    bei vielen anderen Test kann ich die Wertung nachvollziehen, aber nicht bei diesem.
    Mir ist auch schleierhaft wieso man einen Gaming-Handheld mit einem IPod Touch vergleicht und nicht mit dem Konkurrenzprodukt Nintendo 3DS.

    Hier werden Mängel angekreidet die beim 3DS-Test nichtmal erwähnt werden obwohl er noch viel weniger Funktionen hat als die PS Vita. Bei den jeweiligen Testzeitpunkten waren die Preise ähnlich jedoch wird das beim 3DS gelobt und bei der PS Vita stellt dies trotz umfangreicherer Funktionen im Vergleich zum Konkurrenzprodukt ein negativen Punkt dar.

    Mir scheint es als ob die beiden Test von unterschiedlichen Leuten aus unterschiedlichen internen Testbereichen verfasst wurden. Der 3DS-Test sieht mir wie ein Test aus dem Gamingbereich aus und der PSVita Test sieht aus wie als hätte den jemand verfasst der nur Mobilfunk-, Multimediahardware testet.

    Völlig intransparent und weit an der Wahrheit vorbei.
    Sorry aber das habt ihr definitiv verissen.
    Da kann ich euch leider nicht mehr Ernst nehmen.

    Ihr habt nur Negativpunkte bei der PSVita aufgezählt die für den 3DS ebenfalls (verstärkt) gelten, nur da hats keinen interessiert. Das ist Verfälschung…

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