Sony bringt 500-Millimeter-F4-Objektiv – wo ist die Kamera für das 13.000-Euro-Glas?

Kameras für professionelle Fotografen, die bauen in erster Linie mal Canon und Nikon – und nicht Sony. Es ist jetzt jedoch nicht so, dass Sony nicht auch eine Knipse wie die Canon EOS 1D X oder die Nikon D4 aus dem Boden stampfen könnte. Vielmehr liegt es an dem Netzwerk, das die beiden …

Kameras für professionelle Fotografen, die bauen in erster Linie mal Canon und Nikon – und nicht Sony. Es ist jetzt jedoch nicht so, dass Sony nicht auch eine Knipse wie die Canon EOS 1D X oder die Nikon D4 aus dem Boden stampfen könnte. Vielmehr liegt es an dem Netzwerk, das die beiden Fotogiganten inzwischen aufgebaut haben. Sowohl der Canon als auch der Nikon Professional Service, CPS respektive NPS, stehen Kunden der beiden Marken ab einer gewissen Anzahl gekaufter Kameras und Objektive aus einem bestimmten Preisbereich kostenlos zur Verfügung. Dauert die Reparatur länger als zwei bis drei Tage, bekommen die Fotografen kostenlose Leihgeräte als Ersatz. Außerdem gibt es kostenlose Wartungen.

Aber wer weiß, möglicherweise wird Sony hier bald mit einer Überraschung um die Ecke kommen. Ein erstes Anzeichen gibt es heute: Der japanische Konzern hat nämlich ein 500-Millimeter-Festbrennweiten-Objektiv mit einer größten Blende von F4,0 vorgestellt. Der Witz an der Optik: Sie kostet 13.000 Euro und richtet sich ausschließlich an professionelle Fotografen, die in Fußballstadien Robben, Rooney & Co. knipsen wollen. Kaum ein noch so gut betuchter Amateur wird sich eine solche Linse kaufen.

Jetzt stellt sich die nächste Frage: An welche Kamera sollen Fotografen den Boliden schrauben? An die betagte Alpha DSLR-A900 oder A850? An die primär mal an ambitionierte Hobby-Fotografen gerichtete Alpha SLT-A77V? Eher weniger. Wer sich eine solche Linse kaufen möchte, bekommt bei Canon und Nikon die wirklich adäquate DSLR dazu. Noch. Denn wer weiß, die in den frischen Profi-Modellen Nikon D4 und Nikon D800/D800E verbauten Bildsensoren werden von Sony herstellt. Und vielleicht sehen wir ja sehr bald noch den passenden Body – die Linse jedenfalls startet im März 2012.

Das Objektiv verfügt wie bereits erwähnt über eine größte Blendenöffnung von F4,0. Die kleinste Blende beträgt F32. Neun Irislamellen dürften dafür sorgen, dass das Bokeh auch im abgeblendeten Zustand noch weich aussieht. Die Naheinstellgrenze beträgt ganze vier Meter, was bei dieser enormen Brennweite jedoch keine große Überraschung ist. Das gegen Staub und Spritzwasser geschützte Objektiv ist 36,8 Zentimeter lang, misst im Durchmesser 14,0 Zentimeter und bringt stolze 3460 Gramm auf die Waage. (Bild: Sony)

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Sony bringt 500-Millimeter-F4-Objektiv – wo ist die Kamera für das 13.000-Euro-Glas?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *