Taxi-Sharing-App Colexio für Android: gemeinsam Taxi-Kosten sparen

Sich mit Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen ein Taxi zu teilen, wenn man in dieselbe Richtung muss, ist selbstverständlich. Man legt für den Fahrpreis zusammen, und jeder spart im Gegensatz zum einzelnen Trip. Mit wildfremden Menschen war das bis jetzt wohl eher unüblich – zumindest, bevor es die Taxi-Sharing-App der gleichnamigen Firma Colexio gab. Denn sie hat sich genau dieses Szenario zum Geschäftsmodell gemacht und eine Android-App entwickelt, die Taxi-Fahrten unter Smartphone-Besitzern koordiniert. Dank der Fahrgemeinschaften lässt sich so bei jeder Taxifahrt Geld sparen.

Ein Pilotprojekt startet derzeit in Zusammenarbeit mit der Taxizentrale IsarFunk in München. Seit dem 27. Februar können Smartphone-Besitzer, die vom Franz-Josef-Strauß-Flughafen in die Innenstadt müssen (oder anders herum), sich per App ein Taxi rufen, mit anderen Fahrgästen zusammentun und Sammelfahrten buchen. In naher Zukunft soll sich das Angebot nach und nach auf alle größeren deutschen Flughäfen wie Frankfurt, Hamburg oder Berlin ausweiten.

Die Colexio-App fungiert dabei als Vermittler. Kommt eine Sammelfahrt zustande, wird eine Gebühr in Höhe von einem Euro fällig. Das ist jedoch im Vergleich zur möglichen Ersparnis ein Klacks – eine Fahrt vom Zentrum zum Münchner Flughafen kostet beispielsweise locker 70 Euro. Haben sich keine Mitfahrer gefunden, fährt man eben wie gehabt alleine und zahlt auch keine Gebühr.

Bis eine Sammelfahrt gebucht ist, sind nur wenige Schritte notwendig. Der Smartphone-Besitzer trägt seine Abholadresse und das Ziel ein, gibt Datum und Uhrzeit an und hakt die Option Sammelfahrt an. Den eigenen Standort ermittelt die App auch per GPS-Ortung. Zudem lassen sich eine maximale Wartezeit von zehn oder zwanzig Minuten festlegen sowie die Personenzahl und weitere Details angeben – zum Beispiel, ob man mit Gepäck unterwegs ist. Nach Überprüfung der Verfügbarkeit, schließt ein Fingertipp die Buchung ab.

Daraufhin sucht Colexio nach weiteren Fahrgästen, die sich hinsichtlich der Zeit und der Route ähneln und vermittelt die Fahrtanfrage an das Taxiunternehmen. Der Smartphone-Besitzer erhält dann eine Bestätigung seiner Beförderungsanfrage und erfährt den Status seines Auftrages sowie wann er abgeholt wird. Zudem berechnet Colexio den ungefähren Gesamtfahrpreis. Kommt eine Sammelfahrt zustande, schlägt die App auf Basis des Taxitarifs und dem Verhältnis der theoretischen Einzelfahrpreise eine Kostenaufteilung zwischen den Fahrgästen vor. Diese ist allerdings unverbindlich. So erfährt der Smartphone-Besitzer auch gleich, wie viel er sich womöglich sparen kann. Weitere Fahranfragen bezieht die App ebenfalls mit ein. Das bedeutet, dass auch nachträglich weitere Fahrgäste hinzukommen können, wenn es sich denn lohnt.

Die Fahrten listet die Taxi-Sharing-App unter einem eigenem Tab auf. Hier lässt sich dann auch die Anfahrt des Taxis via Google Maps auf der Landkarte verfolgen. Wer sich in der App noch einen Account anlegt und seine Handy-Nummer einträgt, kann diese bei der Buchung direkt mit übertragen. Das ist praktisch für eventuelle Rücksprachen mit dem Taxi-Fahrer. Zudem klappt die Bezahlung dann auch online, und der Nutzer kann seine Fahrten zusätzlich über den Webbrowser abrufen. Das folgende Video fasst die Funktionsweise der Taxisharing-App nochmals zusammen.

Wer die Taxi-Sharing-App ausprobieren möchte, benötigt lediglich ein Android-Smartphone mit der Betriebssystemversion 2.2 oder höher. Die App gibt es übrigens auch schon für das iPhone. Der Download ist kostenlos.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Taxi-Sharing-App Colexio für Android: gemeinsam Taxi-Kosten sparen

  • Am 2. März 2012 um 23:31 von taximunich

    Geiz ist geil
    Für die teilnehmenden Taxiunternehmen ist Colexio kostenlos. Das stimmt eben nicht.Denn Isarfunk(München) will exclusiv Partner von Colexio sein und lässt die Taxiunternehmen, die nicht bei Isarfunk Mitglieder sind, nicht teilnehmen. Isarfunk ist der Pächter des Taxistandes in der Münchner Flughafen. Pro Jahr kassiert sie zig Millionen durch die sogenannte Flughafen-Plakette(in der Regel kostet ein Flughafen-Plakette 275€/pro taxi)und zusätztlich kassiert sie pro Durchfahrt vom Fahrer 1,20€. Somit nimmt sie pro Tag ca. 4.800€ ( 1,2 € x 4000 taxen, geschätzt). Jetzt will die Isarfunk die große Geschäft mit Colexio machen. Sie will durch nichts investieren, großen Gewinn erzielen. Pro Fahrgast kassiert Isarfunk 30€, wenn 4 Fahrgäste in einem Taxi nach München fahren, Laut Taximeter kostet die Fahrt ca 55-60€. alsomacht die Isarfunk dann 60€ als reine Ausbeute ohne einzige Investion. Schlau nicht wahr?. Das ist eine Geschäftmacherei ohne Anstandsgefühl und zum Leid der anderen Kollegen.

  • Am 15. März 2012 um 20:35 von Tom Meier

    Nur in München ….
    Colexio funktioniert eh nur in München organisiert euch bei http://www.transfAIro.com an jedem Flughafen auf der ganzen Welt und bestellt euch ein gemeinsames Taxi wo Ihr wollt oder fahrt mit anderen in Fahrgemeinschaften zum Flughafen.

  • Am 25. April 2012 um 17:53 von taxi sharing

    Gibt was besseres…
    Gibt eine bessere App namens taxi sharing – spare dein geld !
    Funktioniert überall, nicht nur an Flughäfen und man ist nicht an Isar Funk gebunden. Zwar erst die Beta Version aber auch die läuft schon super…
    Wenn jetzt noch viele User diese App nutzen würden wäre sie perfekt.

  • Am 28. November 2016 um 10:23 von Gerd Rugenbauer

    Ich habe neben unzähligen Apps schon 4 Taxi-Apps auf meinem Smartphone und es wird immer langsamer. Probiert es mal hiermit: hallo.Taxi einfach in einem schnellen Browser öffnen und Taxen in der Nähe finden. Ich habe mir übrigens noch nie ein Taxi mit völlig Fremden Leuten geteilt. Das ist wohl eher Wunsch als Praxis.

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