Avira Free Android Security: Sicherheitstool für das Android-Smartphone

Aviras kostenlose Antiviren-Software ist auf dem Windows-Rechner eines der beliebtesten Tools zum Schutz vor Viren, Würmern, Trojanern und sonstigen Schädlingen. Die deutsche Software-Schmiede hat mit der App Avira Free Android Security nun auch ein Sicherheitstool für Googles mobiles Betriebsystem veröffentlicht.

Die App befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase. Entgegen aller Erwartungen zielt sie nicht auf den Schutz vor mobilen Schädlingen ab, sondern legt das Augenmerk auf den Diebstahlschutz. Geht das Smartphone einmal verloren oder wurde es geklaut, bietet die Anwendung Tools, mit dem der Smartphone-Besitzer via Fernzugriff sein Mobiltelefon wieder ausfindig macht oder seine Daten vor unerwünschten Blicken schützt. In Zukunft wird auch die Möglichkeit bestehen, den Speicher des Smartphones zu löschen, damit Kontakte, Passwörter und alle anderen privaten Daten im Ernstfall nicht in falsche Hände geraten.

Um Aviras mobile Security-Applikation nutzen zu können, muss der Smartphone-Besitzer nach dem ersten Start sein Android-Gerät registrieren. Entweder verwendet er dazu sein Google-Konto oder nutzt je nach Wunsch eine andere E-Mail-Adresse. Pro Account lassen sich dann bis zu fünf Smartphones verwalten. Das könnte praktisch für Familien oder Besitzer mehrerer Geräte sein. Mit seinen Benutzerdaten loggt sich der Android-Nutzer via Webbrowser in die Webkonsole ein, die Zugriff auf sämtliche Funktionen bietet.

Auf der Startseite, dem Dashboard, finden sich neben allen Tools auch allgemeine Informationen zum Smartphone. Geht das Handy verloren, erfährt man hier zum Beispiel den aktuellen Akkustand oder, falls die SIM-Karte gewechselt wurde, den neuen Netzbetreiber. Allerdings nur, falls danach auch mit dem Handy telefoniert wurde. Per Klick besteht dann die Möglichkeit, sein verloren gegangenes Gerät per GPS zu orten. Via Google Maps zeigt Aviras Android-Security-Software die Position des Smartphones samt Längen- und Breitengrad an. Unter dem Punkt Lock device ist das Smartphone schnell mit einem vierstelligen Pin-Code versehen und gesperrt. Zudem können Nutzer eine kurze Nachricht verfassen und dem Finder auf dem Sperrbildschirm beispielsweise eine E-Mail-Adresse oder die eigene Telefonnummer hinterlassen.

Hat man das Smartphone nur verlegt und es befindet sich womöglich noch in der Nähe, lässt die Funktion Scream das Handy für zwanzig Sekunden aufheulen – auch wenn es auf lautlos gestellt war. Das Tab Wipe steht derzeit noch nicht zur Verfügung. In Zukunft löscht der Smartphone-Besitzer hier alle Inhalte der microSD-Karte oder des internen Telefonspeichers. Zudem lässt sich das Android-Gerät auf Werkszustand zurücksetzen.

Wer Avira Free Android Security testen möchte, benötigt Android in der Betriebssystem-Version 2.2 oder 2.3. Googles neueste Ausgabe, Ice Cream Sandwich, wird derzeit noch nicht unterstützt. Auch einige Android-Geräte sollen noch nicht kompatibel sein. Ob in den nächsten Versionen auch ein Antiviren-Scanner folgen soll, ist derzeit noch unklar. Insgesamt bringt Avira Free Android Security im Moment noch nichts wirklich Neues mit, was beispielsweise die Sicherheitssoftware von Avast nicht auch schon bietet. Ein Vorteil von Aviras App könnte jedoch sein, dass Smartphone-Besitzer über keine Root-Rechte verfügen müssen, um die Anwendungen zu nutzen.

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