Europa-Bremse: Der LTE-Datenturbo des neuen iPad funktioniert nur in den USA

Auf der Präsentation in San Francisco hat der neue Apple-Chef Tim Cook das neue iPad unter anderem damit angepriesen, dass es nach dem neuen LTE-Funkstandard schneller mit dem Internet kommuniziert. Völlig korrekt, diese Aussage, doch leider nur in den USA. Denn außerhalb von den USA und Kanada nutzt ein LTE-Modul, das auf 700 und 2100 MHz funkt, herzlich wenig.

In Deutschland ist der Netzausbau bei LTE zwar in vollem Gange, doch die hiesigen Netzbetreiber konzentrieren sich auf die Frequenzbänder um 800 und 2600 MHz. Andere europäische Länder setzen außerdem noch auf 1800 MHz. Es ist leider nicht möglich, per Software-Update eine Kompatibilität herzustellen – welche Frequenzen ein Gerät unterstützt, hängt von der Hardware ab.

Die von Phil Schiller auf der Apple-Pressekonferenz versprochenen 72 MBit pro Sekunde wird man in Europa also nicht erreichen. Ob sich das unterm Strich so tragisch auswirkt, bleibt zu bezweifeln. Denn das iPad kommt hierzulande mit Dual-Cell-HSDPA auf Download-Geschwindigkeiten von 42 MBit pro Sekunde. Ein Fader Beigeschmack bleibt allerdings. Zumal auch Apple auf seiner Webseite keine Aufklärungsarbeit leistet. Um die winzige Fußnote zu entdecken, die besagt, dass die „4G-Abdeckung […] nicht in allen Regionen verfügbar und abhängig vom Anbieter“ ist, muss man schon genau hinsehen.

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