Die 240-GByte-Version der SanDisk Extreme SSD wurde letzten Monat vom Hersteller mit einem Markteinführungspreis von 400 Euro angekündigt. Obwohl sie Stand heute noch nicht einmal auf der deutschen SanDisk-Webseite geführt wird, kann sie am deutschen Markt bereits zu Preisen ab 267 Euro als sofort lieferbar erworben werden.

An der SanDisk Extreme SSD gibt es an sich nichts Extremes. Das Laufwerk ist ein normales 2,5-zölliges, 9,5 Millimeter hohes Solid-State Drive mit einer abwärtskompatiblen SATA-3-Schnittstelle (maximal 6 GBit/s). Und das ist auch gut so, denn so kann das Laufwerk in jedem beliebigen Computer mit SATA-Schnittstelle verbaut werden.

Wie praktisch jedes andere SSD-Laufwerk bietet auch die SanDisk-SSD einen großen Leistungsvorteil gegenüber normalen Festplatten, besonders in Bereichen wie Boot-, Wake-Up- und Shutdown-Zeiten sowie Anwendungsperformance. Was das Laufwerk von vielen Konkurrenten unterscheidet, ist der Preis: Mit 1,13 Euro pro Gigabyte gehört das hier getestete 240 GByte große SanDisk-Modell zu den günstigsten SSDs seiner Klasse.

Design und Ausstattung

Laufwerkstyp: internes Laufwerk
Anschlussoptionen: SATA 3 (6 GBit/s), SATA 2 (3 GBit/s), SATA (1,5 GBit/s)
Verfügbare Kapazitäten: 120, 240 und 480 GByte
Dimensionen: 9,5 mm Bauhöhe, 2,5-zölliger Formfaktor
Kapazität des Testgeräts: 240 GByte
Unterstützte Betriebssysteme: Windows, Mac, Linux

Wie die im August 2011 vorgestellte SanDisk Ultra hat auch die neue SanDisk Extreme ein Aluminium-Chassis, dank dem die SSD gut aussieht und sich stabil anfühlt. Im Gegensatz zu den SSDs der Intel 520 Series ist die SanDisk allerdings zu groß für Ultrabooks, die für sieben Millimeter hohe Laufwerke konzipiert wurden. Das ist aber kein großes Problem, da die meisten Ultrabooks von Haus bereits aus mit einer SSD bestückt sind.

Ein Problem ist schon eher, dass die SanDisk ohne einen Adapter zur Montage in den 3,5-Zoll-Laufwerksschächten eines Desktop-PCs ausgeliefert wird. Da aber SSDs ohne Schock-empfindliche bewegliche mechanische Komponenten auskommen und ein Desktop-PCs in der Regel an seinem Platz verharrt, reicht es in den meisten Fällen auch aus, wenn man die SSD einfach im Gehäuse ablegt oder vom Kabel hängen lässt. Das sieht nicht schön, geht aber.

In unseren Tests arbeitet die SanDisk Extreme problemlos mit SATA-3- (6 GBit/s), SATA-2- (3 GBit/s) und SATA-Schnittstellen (1,5 GBit/s) zusammen. Für die bestmögliche Leistung sollte man sie natürlich mit einem SATA-3-fähigen Mainboard oder Controller verbinden. Aber welche SATA-Version man auch nutzt: Das Laufwerk verbessert die Leistung des Rechners – und das besonders dann, wenn es als Boot-Laufwerk genutzt wird, auf dem Betriebssystem und Anwendungen installiert sind.

Die SanDisk Extreme integriert den populären SandForce-Controller SF-2281 und verfügt über DuraClass-Technologie. Laut SanDisk soll diese Technik für hohe Performance, Sicherheit, Energieeffizienz und Haltbarkeit mit einer MTBF (Mean Time Between Failures) von zwei Millionen Stunden sorgen. Im Endeffekt verspricht SanDisk für die Extreme SSD eine gute Kombination aus Performance und Zuverlässigkeit.

Kosten pro Gigabyte

Die SanDisk Extreme SSD wird in Kapazitäten von 120, 240 und 480 GByte angeboten. Die Straßenpreise der ersten beiden Modelle liegen am deutschen Markt bei 137 Euro und 267 Euro, die große 480-GByte-Version ist bei den meisten Anbietern noch im Zulauf und wird mit Preisen ab 645 Euro gelistet.

Das resultiert in Pro-GByte-Preisen von 1,15 Euro/GByte, 1,13 Euro/GByte und 1,35 Euro/GByte. Mit solchen Preisen gehört die SanDisk Extreme SSD zu den günstigsten SSDs am Markt. Im Vergleich mit klassischen Festplatten schneidet aber auch die SansDisk-SSD bezüglich der Pro-GByte-Preise richtig schlecht ab; als Datengrab kommen SSDs immer noch nicht in Frage – aber das ist ja auch nicht ihr Einsatzzweck.

Man sollte zudem nicht vergessen, dass die SSD-Preise seit Anfang des Jahres ziemlich fluktuierten. Wer also noch ein bisschen warten kann, wird in den nächsten Wochen und Monaten mit ziemlicher Sicherheit noch ein paar Euro einsparen können.

Kosten pro GByte
Kosten pro GByte   
OCZ Vertex 3 (480 GByte)

1,57 Euro/GByte 
Patriot Wildfire (240 GByte)

1,49 Euro/GByte 
Samsung 830 Series (512 GByte)

1,35 Euro/GByte 
SanDisk Extreme (480 GByte)

1,34 Euro/GByte 
Intel 520 Series SSD (120 GByte)

1,30 Euro/GByte 
Intel 520 Series SSD (240 GByte)

1,12 Euro/GByte 
OCZ Vertex 3 (240 GByte)

1,15 Euro/GByte 
SanDisk Extreme (120 GByte)

1,14 Euro/GByte 
SanDisk Extreme (240 GByte)

1,11 Euro/GByte 
Samsung 830 Series (256 GByte)

1,10 Euro/GByte 
Crucial M4 (128 GByte)

1,00 Euro/GByte 
Patriot Pyro (240 GByte)

0,99 Euro/GByte 
Western Digital VelociRaptor (600 GByte)

0,27 Euro/GByte 
Seagate Momentus XT (750 GByte)

0,20 Euro/GByte 
Seagate Momentus XT (500 GByte)

0,19 Euro/GByte 
Seagate Barracuda XT (3 TByte)

0,06 Euro/GByte 

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