Huawei Ascend D1: Dual-Core-Bruder des D quad im ausführlichen Vorab-Test

Eines der Highlights auf dem Mobile World Congress in Barcelona war das Huawei Ascend D quad: Das neue Flaggschiff des chinesischen Herstellers, mit schnellem Quad-Core-Prozessor, hochauflösendem Display und toller Ausstattung. Während wir auf das Top-Smartphone wohl noch etwas länger warten müssen, hatten wir auf der CeBIT bereits die Möglichkeit, den bis auf den Prozessor ansonsten baugleichen Bruder D1 bereits ausführlich unter die Lupe zu nehmen.

Auf dem Mobile World Congress, der größten Handy-Messe der Welt, ging das D1 fast unter. Die Masse der Messebesucher scharten sich lieber um das optisch identische D quad. Das mit dem superflotten Vierkernprozessor – obwohl dessen Leistung derzeit wohl kaum schon jemand braucht und das D1 ansonsten baugleich ist. Und genau deswegen könnte das D1 für die Masse der Käufer schlicht die bessere und günstigere Wahl sein.

Design

Das zentrale Element des Ascend D1 ist natürlich wie bei seinem Quad-Bruder das verhältnismäßig große Display. Mit 4,5 Zoll liegt es deutlich überm Durchschnitt (iPhone 4S: 3,5 Zoll, Samsung Galaxy S2: 4,3 Zoll), aber unter den Geräten, die derzeit zu den Größten zählen (Samsung Galaxy Nexus: 4,65 Zoll, Samsung Galaxy Note: 5,0 Zoll). Beeindruckend ist die hohe Auflösung. Mit 1280 mal 720 Pixeln kann es Videos im HD-ready-Format (720p) ohne Qualitätseinbußen wiedergeben.

Und abgesehen vom ebenfalls auf dem MWC vorgestellten LG Optimus 4X HD mit seinem 4,3-Zoll-Display gehört es mit zu den kleinsten Geräten mit dieser hohen Auflösung. Das bedeutet eine gestochen scharfe Darstellung von Inhalten. Zum Vergleich: Das 9,7 Zoll große iPad der ersten beiden Generationen stellt weniger Bildpunkte dar. Zur scharfen Darstellung passt der dünne Rahmen, der sich rund um die Anzeige zieht. Das sieht wertig aus und ermöglicht eine vergleichsweise kleine Bauform trotz der großen Anzeige.

Das Touchscreen-Panel ist aus weitgehend kratzfestem Echtglas gefertigt und zieht sich einmal komplett über die Front des D1. Oberhalb der Anzeige findet sich der Huawei-Screenshot, darüber die Aussparung für den Lautsprecher. Rechts davon haben die Status-LED sowie die Frontkamera mit einer Auflösung von 1,3 Megapixeln ihren Platz gefunden.

Unterhalb des Displays sind drei Soft-Touch-Tasten untergebracht. Zumindest von den Icons her erinnern sie uns eher an die älteren Android-Versionen als an das neue 4.0 alias Ice Cream Sandwich (ICS), denn sie zeigen den bekannten Zurück-Pfeil, das stilisierte Häuschen für den Home-Screen sowie Menü-Icon mit den drei Strichen – was es eigentlich bei Android 4 nicht mehr gibt. Stattdessen kommt üblicherweise ein Task-Switcher zum Einsatz, der die zuletzt geöffneten Programme anzeigt. Beim Tipp auf das Icon führt das D1 auch diese Funktion aus. Schlimm ist das also nicht, und vielleicht ändert sich dieser Punkt ja auch noch bis zur Auslieferung – denn unser Testgerät war noch ein Prototyp.

Von der Seite her betrachtet, erinnert uns das D1 an das Samsung Galaxy S2. Beide Geräte sind vergleichsweise flach und haben im unteren Bereich eine Art Wulst. Auch beim Blick auf die Rückseite erkennen viele Messebesucher eine gewisse Ähnlichkeit. Wir sehen das allerdings etwas anders, denn beim Galaxy S2 kommt eine strukturierte Kunststoffoberfläche zum Einsatz, während sich die Huawei-Entwickler für ein Soft-Touch-Finish im Carbon-Look entschieden haben. Beide Ausführungen haben ihren Charme.

Ansonsten findet sich auf der Rückseite noch das Huawei-Logo, darüber sitzt die Linse der 8-Megapixel-Kamera samt Foto-LED. Die Aussparung für das Lautsprechergitter hat unten im Wulst ihren Platz gefunden. Dort gibt es mehr Platz – und das sorgt für einen kräftigeren Klang. An der Lautstärke haben wir übrigens auch nichts auszusetzen. Bereits der Prototyp hat keine Probleme, Youtube-Clips auf der Messe durchaus hörbar abzuspielen.

Der Akkudeckel zieht sich übrigens um den Rahmen. Somit ist das Gerät also auch an den Seiten gummiert und liegt gut in der Hand. Ansonsten wirkt die Klappe auf uns etwas wie eine Farce: Unter dem großen Deckel befindet sich nämlich kein durch den Nutzer tauschbarer Akku – der ist fest im Inneren verbaut. Das ermöglicht zwar eine dünnere Bauform, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack – schließlich lässt sich der Stromspeicher nach ein paar Jahren nicht einfach so austauschen. Immerhin gibt es aber sowohl SIM- als auch microSD-Kartenslot.

Links am Gerät befindet sich lediglich die Micro-USB-Buchse. Rechts haben die Entwickler den Wippschalter zur Regelung der Lautstärke untergebracht.

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