Schon im Test: Sony Xperia S mit 12,1-Megapixel-Kamera und HD-Display

12,1-Megapixel-Kamera und ein 4,3-Zoll-HD-Display, das auf dem Datenblatt schärfer ist als das des iPhone 4S? Das kann doch nur ein Bringer werden! Und in der Tat, auf Anhieb hinterlässt das neue Sony-Flaggschiff Xperia S einen wirklich hervorragenden Eindruck. Ob wir am Ende unseres ausführlichen Tests noch der gleichen Meinung sind? Das verraten die folgenden Seiten.

Das Xperia S ist das neue Flaggschiff von Sony – dem Handy-Hersteller, der jetzt nicht mehr das Wort Ericsson im Namen hat. Das Gerät kommt in Schwarz und Weiß auf den Markt und wird bei Preisvergleichsdiensten derzeit für etwa 480 Euro gelistet. Das ist ein interessanter Preis, denn das Smartphone kommt mit 12-Megapixel-Kamera und 4,3-Zoll-HD-Display daher.

Design

Optisch fällt auf den ersten Blick der transparente Kunststoff-Streifen am unteren Ende des Smartphones auf. Das ist das neue Designelement, das sich durch die neue Xperia-Serie zieht: Die kleinen Brüder Xperia U und Xperia P sind ebenfalls damit ausgestattet. Das Element ist übrigens nicht nur eine optische Spielerei vom Typ „Was können wir tun, um uns von anderen Android-Smartphones zu unterscheiden“, sondern tatsächlich nützlich – integriert ist nämlich die Antenne.

Außerdem sind die drei Buttons für Zurück, Home und Menü im Streifen eingelassen. Beziehungsweise eben nicht, sondern die Symbole. Die eigentlichen Soft-Touch-Buttons befinden sich oberhalb, und das ist zumindest am Anfang zumindest gewöhnungsbedürftig: Man drückt nämlich eben nicht da hin, wo das Icon angebracht ist. Immerhin ist die berührungsempfindliche Stelle oberhalb mit einem weißen Punkt markiert.

Nett: Der Streifen leuchtet, um den Besitzer auf sein Handy aufmerksam zu machen. Leider tut er das beim S ausschließlich in Weiß, während der kleine Bruder auch verschiedene Farben darstellen kann. Und in Anbetracht der Tatsache, dass das Licht nicht sonderlich hell scheint, fällt das meist nur im Dunkeln auf.

Insgesamt hinterlässt das Gehäuse einen grundsoliden Eindruck. Das Gerät wirkt mit seinem eckigen Look & Feel professionell und wenig verspielt. Vor allem Menschen mit kleineren Händen haben aber durchaus Probleme, das Xperia S längere Zeit in der Hand zu halten. Die Position ist wenig ergonomisch, und das führt schnell zu Krämpfen.

Von der Oberfläche hätten wir uns etwas mehr erwartet. Das komplette Smartphone fühlt sich einfach zu sehr nach Plastik an. Vor allem die Kunststoff-Rückseite wirkt dazu noch erschreckend dünn und zerbrechlich. Das passt einfach nicht zu einem Oberklasse-Smartphone. Mit einer Bauhöhe von etwa einem Zentimeter ist es zwar durchaus solide und stabil, lässt sich aber punktuell mit dem Finger eindrücken.

Ganz oben befindet sich der Ein-Aus-Knopf neben der 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Er ist etwas schwierig zu erreichen. Auf der rechten Seite gibt es den obligatorischen Wippschalter zur Regelung der Lautstärke und – danke, Sony – einen expliziten Auslöser für die Kamera. Die Druckpunkte sind hervorragend, allerdings stehen die Tasten nicht weit aus dem Gehäuse heraus. Wer sie hastig mit dem Finger ertasten will, verfehlt sie deswegen gelegentlich.

Freunde von leichten Smartphones wie dem Samsung Galaxy S2 werden das Xperia S mit seinen 144 Gramm wohl für zu schwer halten – es wiegt sogar knapp 10 Gramm mehr als das iPhone 4S. Wir sind dagegen eher glücklich, denn ein hohes Gewicht sorgt für eine wertigere Haptik.

Display

Freunde toller Anzeigen kommen hier hingegen voll auf ihre Kosten. Das 4,3-Zoll-LCD löst mächtige 1280 mal 720 Pixel auf – also HD-ready, und damit so viel, wie viele betagtere, aber definitiv deutlich größere Flachbildfernseher. Aufgrund der kleineren Diagonale teilen sich aber viel mehr Pixel den Platz, und das sorgt für eine gestochen scharfe Darstellung.

Das ist das Geheimnis des iPhone-4(S)-Displays, das 330 Pixel pro Zoll anzeigt. Die gute Nachricht für Interessenten des Sony: Es stelllt 342 PPI (Pixel per Inch) dar – und ist damit noch schärfer als das iPhone 4. Tatsächlich ist es sogar das schärfste Display, das wir jemals in den Fingern hatten.

Aufgrund des schmalen Rahmens um die eigentliche Anzeige dominiert das Display die Front. Das Touchscreen-Panel besteht aus kratzresistentem Mineralglas und ist – Sony-Ericsson-typisch – von einer Folie überzogen. Der Touchscreen selbst reagiert sehr gut auf Fingereingaben.

Übrigens überzeugen auch Blickwinkel und Helligkeit. Damit ist die Anzeige insgesamt auf sehr hohem Niveau.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Schon im Test: Sony Xperia S mit 12,1-Megapixel-Kamera und HD-Display

  • Am 7. April 2012 um 17:40 von Andreas

    Was..
    für ein schwachsinniger Artikel. Als Minus Punkt das eckige Design ankreiden! Ob das modern oder nicht ist entscheidet der Konsument!

    • Am 11. April 2012 um 12:16 von Armin

      AW: Was..
      Sehe ich auch so!!!!

      Würde es sich um ein Apple Produkt handeln wäre ein eckiges Design cool!!!

      • Am 22. Mai 2012 um 17:51 von Sven

        AW: AW: Was..
        Das sehe ich genauso. Das Sony Xperia S ist derzeit eines der besten Smartphones. Besser als die Taschenheizungen von HTC. Aber Kritik hat man hier nicht so gern. Ich könnte wetten, dass mein Kommentar wieder gelöscht wird.

      • Am 1. Juni 2012 um 12:14 von Sven

        AW: AW: Was..
        Stimmt. Design ist Geschmack und das als negativen Punkt anzuführen finde ich schon recht albern und nicht sonderlich objektiv. Android 4.0 kommt doch in diesem Monat. Warum die Aufregung. Mir gehen die ganzen Hersteller eh auf den Wecker. Alles muß immer schneller ersetzt werden. Was heute gut ist, ist morgen schlecht und alle machen mit.

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