Neues Apple iPad 3 im Test: gigantisches Display, unbrauchbares LTE und mehr

Auf den ersten Blick scheint sich bei Apples neuem iPad 3 gar nichts getan zu haben. Das Design ist praktisch identisch mit dem des letztjährigen iPad 2. Doch spätestens, wenn man das Display das erste Mal einschaltet, wird klar: Apple hat keinesfalls geschlafen. Unter der Haube gibt es zahlreiche Neuheiten. Wieso das neue iPad der dritten Generation damit wieder zum besten Tablet aller Zeiten wird, verrät der Testbericht.

Beim ersten Blick auf das Display bekommt man tatsächlich feuchte Augen: Apple hat die Auflösung verdoppelt – in beiden Richtungen. Das Ergebnis ist ein Display mit bislang unerreichten 2048 mal 1536 Pixeln. Damit dürfte das neue iPad 3 das hochauflösendste Gadget im Haushalt sein – und sticht Beamer, Desktop-PCs, Notebooks und selbst den Full-HD-Fernseher im Wohnzimmer mühelos aus. Nicht schlecht für ein Gadget, mit dem man sich in die Badewanne legen kann, und das weniger als 500 Euro kostet.

Apropos Kosten: Die Preise für das iPad haben sich seit der ersten Generation des Tablets im Jahr 2010 kaum verändert – und sind sogar etwas gesunken. Das Einsteigermodell mit 16 GByte und WLAN wechselt wie beim iPad 2 für 479 Euro den Besitzer. Eine Verdopplung der Speicherkapazität auf 32 und dann 64 GByte schlägt mit jeweils 100 Euro zu Buche. Das gleiche gilt auch für das mit mobilem Internet ausgestattete Modell, das dann für 599, 699 respektive 799 Euro über die Ladentheke geht. Alle Varianten sind übrigens sowohl in Schwarz als auch in Weiß erhältlich.

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann auch jetzt beim iPad 2 zuschlagen, das nach wie vor im Handel erhältlich ist. Denn hier hat Apple die Preise gesenkt. Das Tablet steht allerdings nur noch mit 16 GByte Speicherkapazität zur Verfügung und kostet in der WLAN-Ausführung jetzt 399 Euro. Die UMTS-Variante belastet das Konto mit 519 Euro. Zu diesen Konditionen ist selbst das “alte” iPad 2 immer noch besser als die meisten anderen Tablets, die wir auf der CES in Las Vegas und auf dem MWC in Barcelona zu Gesicht bekommen haben. Dennoch: Wer auf dem neuesten Stand sein möchte, muss einen Aufpreis von 80 Euro berappen – der alleine schon angesichts des Displays definitiv in Ordnung geht.

Design

Wenn man das neue iPad in die Hand gedrückt bekommt, könnte man glatt meinen, veralbert zu werden. Es sieht exakt aus wie das alte Modell. Das Glas-Aluminium-Gehäuse ist immer noch 18,6 Zentimeter breit und 24,1 Zentimeter hoch. Mit jetzt 9,4 Millimetern ist das Tablet einen 0,6-Millimeter-Hauch in die Breite gegangen, das Gewicht hat mit inzwischen 650 Gramm allerdings um im direkten Vergleich durchaus spürbare 50 Gramm zugelegt.

Ansonsten hat sich wie gesagt: nichts verändert. Mittig unterhalb des Displays sitzt der Home-Button, auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich ein Lautstärkeregler sowie Bedienelemente zum Stummschalten des Lautsprechers und Sperren der automatischen Bildschirmrotation. Auf der Oberseite gibt es nach wie vor den Ein/Aus-Schalter und den 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss, unten sitzt der proprietäre 30-Pin-Port zum Aufladen des Akkus und zum Übertragen von Daten.

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Modell iPad iPad 2 iPad 3
Displayauflösung 1024 x 768 Pixel 1024 x 768 Pixel 2048 x 1536 Pixel
Dicke 13 mm 8,8 mm 9,4 mm
Gewicht ab 680 g ab 601 g ab 652 g
Prozessor A4 1GHz A5 1GHz (Dual-Core) A5X (Dual-Core mit Quad-Core-GPU)
Frontseitige Kamera nein VGA VGA
Rückseitige Kamera nein 0,7 Megapixel, 720p-Video 5 Megapixels, 1080p-Video
Bildstabilisator nein nein ja, digital
Gesichtserkennung nein nein ja
FaceTime nein ja ja
Siri nein nein nur Diktierfunktion
Gesten ja ja ja
Netze UMTS UMTS UMTS, LTE
Videoausgang eingeschränkt HD-Mirroring HD-Mirroring
Bluetooth 2.1+EDR 2.1+EDR 4.0

Das iPad 3 ist nicht mehr das dünnste und leichteste Tablet auf dem Markt – und auch das iPad 2 muss sich hier der Konkurrenz inzwischen geschlagen geben. Das Toshiba Excite X10 beispielsweise baut lediglich 7,7 Millimeter hoch auf. Aber laut Apple macht das Display die leichten Fettpolster mehr als wieder wett.

Lobenswert: Das dritte iPad setzt auf denselben proprietären Anschluss wie die Vorgänger - damit ist das alte Zubehör auch zum neuen Tablet kompatibel.
Lobenswert: Das dritte iPad setzt auf denselben proprietären Anschluss wie die Vorgänger – damit ist das alte Zubehör auch zum neuen Tablet kompatibel.

Die einfachste Möglichkeit, das iPad der dritten Generation bei abgeschaltetem Display von seinem Vorgänger zu unterscheiden, findet sich auf der Rückseite. Die Kamera, die sich jeweils in der linken oberen Ecke befindet, ist beim neuen Apple-Tablet nämlich etwas gewachsen, um Platz für die verbesserte Optik und den überarbeiteten Sensor zu schaffen. Die Foto-Hardware ist der des iPhone 4S sehr ähnlich.

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