Canon PowerShot SX260 HS im Test: 20-fach-Superzoomer ohne echte Schwächen

Das Rennen um den längsten Zoom im Kompaktformat geht weiter. Inzwischen sind die Hersteller in den Zwanzigern angekommen, so auch Canon mit der PowerShot SX260 HS. Außerdem an Bord: 12-Megapixel-BSI-Sensor für Full-HD-Videos, GPS-Receiver und tonnenweise manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Wie sich die gerade einmal 3,3 Zentimeter dicke Kamera in der Praxis schlägt, verrät der Testbericht.

Die Canon PowerShot SX260 tritt die Nachfolger der SX230 HS an. Der optische Zoom hat sich von 14-fach auf 20-fach gesteigert, die kleinste Brennweite liegt nun nicht mehr bei 28, sondern bei 25 Millimetern. Außerdem findet der neue Digic-5-Bildprozessor Verwendung, der die Serienbildgeschwindigkeit auf bis zu zehn Fotos pro Sekunde beschleunigt. Die Anschaffungskosten von derzeit rund 320 Euro für das kleine Kraftpaket lassen sich übrigens recht einfach um circa zehn Prozent drücken: Die kleine Schwester der SX260 namens SX240 verzichtet nämlich auf den integrierten GPS-Receiver und wechselt momentan ab rund 290 Euro den Besitzer.

Design

Das überarbeitete Design ist das beste an der PowerShot SX260 HS. So sehr uns die SX230 HS mit ihren Aufnahmen und ihrer Ausstattung auch überzeugen konnte, das Fotografieren hat mit der Kamera keinen so großen Spaß gemacht. Die Tasten saßen zu dicht gedrängt und waren ungünstig positioniert. Das 3,0-Zoll-Display kam zudem im 16:9-Format daher, in maximaler Auflösung nutzte die Digicam allerdings das 4:3-Format, wodurch von dem Display effektiv nur 2,5 Zoll für das Sucherbild übrigblieben. Der Blitz war ungünstig positioniert und klappte ständig aus. Mit der SX260 hat sich all das verändert – was die Knipse deutlich angenehmer zu benutzen macht.

So ist der Blitz jetzt besser positioniert und fährt nur aus dem Gehäuse nach oben, wenn man ihn tatsächlich benötigt. Die Tasten haben mehr Abstand zueinander, und der Ein/Aus-Schalter sitzt auf der Oberseite des Gehäuess, anstatt sich etwas kümmerlich über das Display zu quetschen. Und apropos Display: Das 3,0 Zoll große LCD setzt nicht mehr auf das 16:9-Format. Nutzt man also die volle 12-Megapixel-Auflösung der Kamera aus, steht auch der ganze Bildschirm für das Vorschaubild zur Verfügung.

Die Bedienelemente der Canon PowerShot SX260 haben etwas mehr Abstand voneinander als bei der Vorgängerin und lassen sich leichter drücken.
Die Bedienelemente der Canon PowerShot SX260 haben etwas mehr Abstand voneinander als bei der Vorgängerin und lassen sich leichter drücken.

Rechts oben neben dem Display befindet sich das Modusrädchen, das neben zwei Vollautomatiken, den Szenenprogrammen, einem Videomodus und den Effektfiltern auch die Punkte P, Av, Tv und M für die Halbautomatiken und den manuellen Modus bereithält – aber dazu später mehr. Direkt darunter gibt es eine dedizierte Aufnahmetaste für den Videomodus und einen Button zum Wechseln in den Wiedergabemodus sowie ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Func.Set-Taste und umliegendem Einstellrädchen. Neben der Navigation durch die Menüs dient das Pad auch zum direkten Zugriff auf die Einstellungen von Belichtungskorrektur, Fokus, Selbstauslöser und Blitz. Ganz unten bringt Canon noch eine Menü-Taste sowie einen Disp-Button zum Anpassen der auf dem Bildschirm dargestellten Informationen unter.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich ein HDMI-Anschluss sowie ein kombinierter USB-AV-Port. Unten an der SX260 HS gibt es eine Klappe, das die Fächer für Speicherkarte und Akku beherbergt. Leider fällt die Akkulaufzeit mit nach den Richtlinien der CIPA gemessenen 230 Aufnahmen eher mau aus. Zumal fleißiges Filmen, Nutzen des Serienbildmodus und dergleichen die Reichweite noch weiter verkürzen dürften.

Die Anschlüsse sowie eine Öse zum Befestigen der Trageschlaufe sind auf der rechten Seite des Gehäuses angebracht.
Die Anschlüsse sowie eine Öse zum Befestigen der Trageschlaufe sind auf der rechten Seite des Gehäuses angebracht.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Canon PowerShot SX260 HS im Test: 20-fach-Superzoomer ohne echte Schwächen

  • Am 27. August 2012 um 11:22 von engländer

    Pop-Up-Blitz
    Meiner Meinung nach verdient der unpraktische Pop-Up-Blitz eine deutliche Kritik. Diese äußerst instabilen Blitze sind eine typische "Sollbruchstelle", dazu noch unpraktisch und schlecht zu bedienen. Es ist mir schleierhaft, warum die Hersteller sowas einbauen. Vermutlich lässt sich sowas gut vermarkten und suggeriert eine vermeintliche Hochwertigkeit.

    Ich hatte bereits zwei Kameras mit Pop-Up-Blitzen (Fuji und Sony). Trotz sorgfältiger Bedienung ist die Mechanik vier mal ausgefallen und die Kamera musste eingeschickt werden.

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