Ausführlicher Testbericht: Samsung Galaxy Tab 7.7 mit AMOLED-Display

Die Neuauflage des “kleinen” Android-Tablets von Samsung ist minimal gewachsen: Das neue Galaxy Tab 7.7 hat eine etwas größere Anzeige als sein Vorgänger. Viel interessanter ist aber die Tatsache, dass es zu den ersten Tablets mit AMOLED-Display gehört. Ob der Monitor auch im Tablet-Format überzeugt und ob der Rest des Geräts mithalten kann, zeigt der ausführliche Testbericht.

Samsung hat das Galaxy Tab 7.7 – und damit das erste Android-Tablet mit AMOLED-Display – auf der IFA im letzten Sommer in Berlin gezeigt. Zumindest am Anfang der Messe, denn relativ schnell verschwanden die Geräte aufgrund der Patentstreitigkeiten mit Apple vom Samsung-Stand.

Inzwischen ist das knapp 8 Zoll große Tablet in den USA erhältlich. Unsere Kollegen von CNET.com haben es bereits ausführlich unter die Lupe genommen. Nach Deutschland kommt es derzeit nicht, oder zumindest nicht offiziell: Es lässt sich über Umwege aus dem Ausland importieren. Doch das ist aufgrund von Zoll, Steuern und Porto kein billiger Spaß und lohnt sich somit nur für echte Technik-Fans.

Design

Auf den ersten Blick fällt die extrem dünne Bauhöhe des 7,7 Zoll großen Galaxy Tabs auf. Gut 9 Millimeter ist es dick, also auf dem Niveau aktueller Smartphones – wirkt aber aufgrund der weit größeren Displayfläche sogar noch dünner. Im Vergleich zum 7,0 Zoll großen Vorgänger ist das neue Tablet der coolere, attraktivere Bruder. Der, der immer zu den Partys eingeladen wird. Dazu trägt in diesem Fall zwar weniger eine coole Frisur ihren Teil bei als mehr eine attraktive Aluminium-Rückseite anstelle von schnödem Plastik.

Neben den üblichen Elementen am Gehäuse, darunter Ein-Aus-Taster, Wippschalter zur Regelung der Lautstärke, Kopfhörerbuchse und Mikrofoneingang sowie Dock Connector gibt es auch zwei erfreuliche Besonderheiten: Das Gerät verfügt über Stereo-Lautsprecher und über eine Infrarot-Sendediode, die es zur Universalfernbedienung macht. Außerdem haben die Entwickler an der Unterseite noch einen SIM-Karten-Slot integriert.

Die Rückseite trägt in der linken, oberen Ecke die Linse der 3-Megapixel-Kamera mit zugehöriger Foto-LED. Eine weitere Kamera mit einer Auflösung von 2 Megapixeln hat ihren Platz im Rahmen auf der Oberseite gefunden. Wie bei Samsung üblich gibt es leider keinen HDMI-Port – wer sein Tablet an den Fernseher anschließen möchte, benötigt einen Adapter oder ein Dock mit entsprechendem Ausgang aus dem Zubehörhandel.

Software

Schade, das neue Android 4 alias Ice Cream Sandwich kommt hier nicht zum Einsatz – und auch einen Zeitpunkt für das Update haben die Koreaner noch nicht angekündigt. Stattdessen läuft die Version 3.2 (Honeycomb) des Google-Betriebssystems auf dem Tablet. Das ist okay, aber neuer wäre natürlich besser.

Wie üblich hat Samsung das hauseigene TouchWiz-User-Interface über die Standard-Oberfläche von Google gelegt. Beim Tablet unterscheidet es sich nicht großartig vom blanken Android – nur hier und da haben die Entwickler noch ein paar zusätzliche Funktionen integriert. Mit dabei sind die ebenfalls Samsung-eigenen Apps AllShare, Media Hub, Social Hub und der eigentlich unnötige, aber immer noch propagierte zusätzliche App-Store Samsung Apps.

Die wohl interessanteste Eigenart der TouchWiz-Oberfläche auf dem Galaxy Tab ist eine kleine App-Leiste im unteren Bereich des Bildschirms. Wer hier tippt, bekommt Verknüpfungen zu häufig genutzten Anwendungen zu sehen – darunter Taschenrechner, Notizblock, Kalender, MP3-Player und Uhr. Außerdem gibt es noch einen Task-Manager, der das Schließen von Apps ermöglicht, die nicht mehr reagieren.

Peel-Fernbedienung

Interessant ist die Möglichkeit, das Galaxy Tab mit seiner Infrarot-Sendediode als Universalfernbedienung für den Fernseher oder das Heimkino zu Hause einsetzen zu können. Eine ähnliche Funktion haben wir bislang nur beim Sony-Tablet P1 gesehen. Vorinstalliert ist eine Anwendung namens Peel, die diesen Zweck übernimmt.

Zur Konfiguration gibt es einen Assistenten, der den Nutzer Schritt für Schritt durch die Optionen führt. Dabei werden alle Geräte angelernt, darunter Fernseher, AV-Receiver und Kabel- oder Sat-Receiver. Darüber hinaus fragt die App zumindest in den USA noch nach der Postleitzahl des Nutzers, um darüber die Senderliste zusammenzustellen. Daraus baut das Galaxy Tab eine interaktive Programmzeitschrift, die es auf dem Tablet-Display einblendet. Sie lässt sich nach Kategorien und Shows durchsuchen, markiert Favoriten des Nutzers und so weiter – aber ob dieser Service auch in Deutschland funktioniert, konnten wir nicht herausfinden. Eine Antwort von Samsung zu diesem Thema steht noch aus. Cool ist diese Funktion auf jeden Fall – und unter Garantie besser als jede Universalfernbedienung mit vermeintlicher Intelligenz.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Ausführlicher Testbericht: Samsung Galaxy Tab 7.7 mit AMOLED-Display

  • Am 3. April 2012 um 20:36 von JanB

    falsche technische Daten
    Liebes Cnet Team,

    ich bin heute über Ihren Bericht über das Galaxy Tab 7.7 gestolpert. Ich freue mich immer wieder über dieses überagende Tablet zu lesen.
    Ich habe mir das Gerät vor 2 Wochen aus Österreich importiert und frage mich nun, ob Sie überhaupt eines dieser Geräte beim Verfassen Ihres Berichtes vorliegen hatten, denn er enthält gleich mehrere falsche Daten über die technische Ausstattung:
    Zum einen ist der Bluetooth Standart in diesem Gerät 3.0 und nicht 2.1 – hinzu kommt, dass bei dem finalen Gerät KEIN Infrarotport mehr enthalten ist. zuletzt hat das Gerät eine Dicke (Dünne) von knapp 8 und nicht gut 9 Milimetern!

    Dies sind, insbesonders im Anbetracht der Kürze dieses Artikels, sehr viele Fehler.
    Also ist für diesen Artikel einfach sehr schlecht recherchiert worden und/oder das Gerät hat dem Verfasser garnicht vorgelegen…

    mit freundlichem Gruß;

    JanB

    • Am 4. April 2012 um 10:53 von Daniel Schraeder

      AW: falsche technische Daten
      Hallo Jan,

      vielen Dank für den Hinweis und die in diesem Fall sehr berechtigte Kritik. Unser Test bezieht sich auf das US-Modell. Wir werden noch einmal bei Samsung anfragen, in wie weit es sich dabei um ein Vorseriengerät handelt oder nicht und den Test dann entsprechend überarbeiten.

      Beste Grüße
      Daniel Schraeder, CNET.de

      • Am 10. April 2012 um 12:23 von daniel

        AW: AW: falsche technische Daten
        Ich muss dem Kommentator recht geben! Ich habe mein Galaxy Tab 7.7 aus der Schweiz, hier ist es problemlos und günstig (ca. 460€) zu kaufen (bei Mitnahme nach D kommt noch MwSt und Zoll drauf)

        1.) keine IR-Schnittstelle
        2.) Dicke betrifft 8mm, laut schweizer Samsung-Seite 7,89mm
        3.) Bluetooth 3.0

        erwähnen sollte man:
        -es ist WLAN nach a/b/g/n an board, was heisst das nicht nur 2,4GHz sondern auch in 5GHz verbindung aufnimmt
        -5100mAh Akku, was sehr sehr lange hält

        und warum können sie das Tablett nicht empfehlen???
        Weil es zu teuer ist? Das ist doch relativ!
        Weil es kein USB/HDMI hat? dann empfehlen sie das ipad also auch nicht?
        Weil es in D nicht erhältlich ist? Es ist problemlos in der Schweiz, Österreich oder Holland zu bekommen.

        Ich kann das Tablett absolut empfehlen!

      • Am 19. April 2012 um 13:38 von daniel

        AW: AW: falsche technische Daten
        noch immer keine antwort???

        warum wird der test nicht korrigiert? die angaben sind für das europäische modell schlichtweg falsch!

        das ist einfach schlecht rechachiert oder schlecht geschrieben, wenn man nicht betont das es das amerikanische modell ist!

  • Am 4. April 2012 um 16:29 von Patrick

    Galaxy Tab 7.7
    Das Galaxy Tab 7.7 kann schon bei redcoon.de für
    579€ vorbestellen. Und bei Getmobile kann man es auch reservierern. Kann es sein dass es auch bald in den Handel kommt?

  • Am 19. April 2012 um 12:13 von Rico Schneider

    zwei verschiedene Modelle am Markt
    Das Tab 7.7 in den USA wird vom Provider Verizon
    exlusiv vertrieben. Dieses hat wirklich eine Inrarot Schnittstelle.
    Ich habe ein einfaches Tab 7.7 aus HK über Großbritannien.
    Nur die Wlan Variante GT-P6810.
    Zum Preis von 379£ Das gesamte Zubehör für die großen Brüder
    funktionieren am Tab 7.7
    Cu

    PS: Ich stecke in den SD Karten Leser einfach die Speicherkarte vom Fotoapparat
    und kann sofort die Bilder betrachten. Da sehe ich dann immer die traurigen
    Gesichter meiner Ipad-Freunde…

  • Am 26. April 2012 um 17:06 von daniel

    schlechter test
    also ich finds schon erstaunlich, wie man nach 3 wochen immer noch diesen misserablen test umschreiben kann!

    man muss die leute echt warnen das hier falsche tatsachen geschrieben werden oder man schreibt in die überschrift (US-modell), dann stimmt es wieder!

    aber das europäische 7.7 ist ganz einfach zu bestellen, in ästerreich, in holland und in der schweiz bekommt man es ohne probleme oder über diverse deutsche seiten die bereits importmodelle verkaufen.

    aber CNET bekommt es nicht hin, diesen test zu arbeiten, das ist einfach nur peinlich für eine seriöse technikseite!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *