Sony Cyber-shot DSC-HX10V im Test: 16-fach-Tausendsassa mit 18 Megapixeln

Mit seinem neuen 18-Megapixel-Sensor hält Sony derzeit den Auflösungsrekord bei Kompaktkameras. Ob die gewaltige Pixelzahl zusammen mit dem 16-fachen optischen Zoom und den vielen raffinierten Aufnahmeprogrammen dafür sorgt, dass die Cyber-shot DSC-HX10V zur idealen Kamera für den nächsten Urlaub wird, verrät der ausführliche Testbericht.

Die Sony Cyber-shot DSC-HX10V wirkt ein wenig, als hätten die beiden letztjährigen Modelle HX7V und HX9V eine feucht-fröhliche Party gefeiert – und jemand wäre schwanger geworden. Die neue erbt von der HX9V das Gehäuse und das 16-fach vergrößernde Objektiv und kombiniert es mit den Bedienelementen und den Einstellungsmöglichkeiten der HX7V. Wer beide Kameras nicht kennt, dem sei nur gesagt: Die HX10V bietet ein extrem flexibles Objektiv, eine gigantische Ausstattung mit Aufnahmemodi und liefert sehr schöne Fotos und Videos. Aber der Reihe nach.

Design

Obwohl die Cyber-shot DSC-HX10V mit Funktionen nur so vollgestopft ist, hat Sony das Design erfreulich einfach gehalten. Das Gehäuse wirkt mit seiner Dicke von 3,4 Zentimetern zwar etwas klobig, passt aber trotzdem noch problemlos in die Jackentasche oder größere Hosentaschen. Das rückseitige 3,0-Zoll-Display ist groß und leuchtstark, was es auch in hellen Umgebungen noch einfach macht, etwas auf der Anzeige zu erkennen. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung wird es schwierig. Auf der Vorderseite des Gehäuses sorgt ein gummierter Handgriff für Halt, gegenüber auf der Rückseite befindet sich eine texturierte Mulde für den Daumen.

Die Bedienelemente der Sony Cyber-shot DSC-HX10V geben keine Rätsel auf, könnten für einige Fotografen aber zu klein ausfallen.
Die Bedienelemente der Sony Cyber-shot DSC-HX10V geben keine Rätsel auf, könnten für einige Fotografen aber zu klein ausfallen.

Die Menüs sind einfach und übersichtlich strukturiert. Und wenn der Fotograf einmal nicht weiß, was eine bestimmte Funktion anstellt, dann steht per Knopfdruck ein vollwertiges Handbuch auf der Kamera zur Verfügung. Wer schon einmal mit einer Digitalkamera fotografiert hat, dürfte zwar keine Probleme haben, sofort mit der HX10V loszulegen. Aber dennoch verfügt die Kamera über eine ganze Reihe von Aufnahmemodi und Einstellungen, die nur für bestimmte Situationen geeignet sind. Bis man sich einen Überblick verschafft hat, was die Kamera alles kann, kann es etwas dauern. Leider ist das Interface gelegentlich etwas hakelig, insbesondere beim Wechseln von Aufnahmemodi.

Über ein paar Ecken und Kanten sind wir außerdem beim Design gestolpert. So fallen die Tasten auf der Rückseite des Gehäuses sehr winzig aus und könnten sich für Nutzer mit großen Fingern zu klein anfühlen. Auch der dedizierte Button zum Starten der Videoaufnahme ist winzig und bietet bei Betätigung praktisch kein haptisches Feedback. Wir haben beim Testen gelegentlich auf den Knopf gedrückt und waren uns nicht sicher, ob die Kamera jetzt anfängt, aufzunehmen. Beim erneuten Drücken haben wir dann die gerade gestartete Videoaufnahme wieder gestoppt – eine Mischung aus Anwenderfehler und Designproblem also. Auch mit der Position des Aufklapp-Blitzes sind wir nicht ganz glücklich. Aber mit diesem Problem haben etliche Digicams zu kämpfen. Der Platz am Gehäuse ist einfach sehr knapp bemessen.

Wenn der Blitz auf der linken Oberseite aufgeklappt ist, gibt es nicht mehr viel Platz am Gehäuse für die Finger der linken Hand.
Wenn der Blitz auf der linken Oberseite aufgeklappt ist, gibt es nicht mehr viel Platz am Gehäuse für die Finger der linken Hand.

Im Lieferumfang mit der Sony Cyber-shot DSC-HX10V ist kein externes Ladegerät mehr enthalten. Der Stromspeicher wird in der Kamera selbst betankt. Das geschieht wahlweise über den USB-Port eines Rechners oder den mitgelieferten Netzadapter. Die nach den Richtlinien der CIPA ermittelte Akkulaufzeit von 340 Fotos ist sehr gut. Wer allerdings die Displayhelligkeit nach oben dreht, viele Videos aufnimmt und die diversen Spezialprogramme der Kamera kräftig ausnutzt, muss mit einer deutlich kürzeren Reichweite rechnen. Für experimentierfreudige Vielknipser empfiehlt sich also dennoch ein zweiter Stromspeicher – und am besten gleich noch ein externes Ladegerät, um einen Akku aufladen zu können, während der andere in Benutzung ist.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Sony Cyber-shot DSC-HX10V im Test: 16-fach-Tausendsassa mit 18 Megapixeln

  • Am 11. April 2012 um 12:49 von Oliver

    kein 3:2 Aufnahemmodus
    Leider bietet die Kamera, wie auch andere Modelle von Sony keine Fotoaufnahme im Format 3:2 welche eigentlich seit Jahren Standard ist. Warum Sony darauf verzichtet, ist unverständlich. Allein deshalb war die Anschaffung einer Sony für mich ausgeschlossen (HX20V war in der engeren Auswahl) – habe jetzt eine Panasonic Lumix TZ31 und bin sehr zufrieden.
    Will man Fotoabzüge machen lassen, wird das 4:3 Format entweder beschnitten oder man hat unbedruckte Ränder. Entwicklung 16:9 ist um einiges teurer.
    Die Mehrheit der Nutzer macht sicher keine Fotobearbeitung mit einer entsprechenden Software, nur damit einige Abzüge bestellt werden könne.

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