Adobe Reader für Android: aktuelles Update erweitert PDF-Reader um viele Funktionen

Ob Arbeitsunterlagen, Formulare, Speisekarten, Präsentationen oder einfach nur die Anleitung seines brandneuen HTC One S: Fast alle Dokumente und auch viele Fachbücher liegen in Form von PDF-Dateien vor. Um sie auch unterwegs auf seinem Android-Smartphone studieren zu können, braucht es eine geeignete App wie den Adobe Reader. Auf dem Windows-Rechner ist er einer der meist genutzten PDF-Reader überhaupt, und auch auf dem Android-Smartphone überzeugt die mobile Anwendung.

Die Smartphone-Version des Adobe Reader öffnet PDF-Dateien aus E-Mail-Anhängen, von Webseiten oder direkt von der Speicherkarte. Dabei kann der Nutzer aus den zuletzt betrachteten Dokumenten wählen oder sich alle auf der Speicherkarte befindlichen PDFs auflisten lassen. Eine Möglichkeit, direkt auf die Dropbox oder weitere Cloud-Dienste zuzugreifen, gibt es leider noch nicht. Beim Öffnen passwortgeschützter Dateien hatte die App dafür deutlich weniger Probleme als diverse Alternativen.

Die Bedienung ist intuitiv. Gezoomt wird per Fingergeste oder Doppeltipp, das Blättern klappt mit einem Fingerwisch. Das Scrollen geht vor allem bei größeren Dateien leicht von der Hand. Bei großen Sprüngen muss der Adobe Reader beim Seitenaufbau zwar etwas Nachladen, allerdings sind die Ladezeiten in der Regel nur sehr kurz. Im fortlaufenden Modus scrollt der Anwender in der Vertikalen, bei der Darstellung als einzelne Seiten in der Horizontalen. Der dritte Anzeigemodus mit dem Namen Text umfließen versucht dem Nutzer das Zoomen und Scrollen abzunehmen, in dem es durch Umbrechen den Inhalt des Dokuments an das Smartphone-Display anpasst. Das funktioniert jedoch immer noch nicht ganz perfekt: Vor allem Tabellen und Absätze stellt die App dann oft nicht richtig dar.

Um zu einer bestimmten Seite eines Dokuments zu springen, hat Adobe allerdings eine gute Lösung gefunden: Der Nutzer navigiert bequem per Schieberegler zur gewünschten Stelle im Dokument. Zudem hat er die Möglichkeit, das Dokument per Suchfunktion nach einzelnen Schlagwörtern zu durchstöbern. Inhaltsverzeichnisse sind ebenfalls unterstützt. Per Fingertipp auf die entsprechende Überschrift navigiert der Nutzer dann noch etwas bequemer durch die Inhalte.

Das aktuelle Update erweitert den Adobe Reader um zahlreiche nützliche Funktionen, die man bisher vermisst hatte. So heftet ein langer Klick auf eine freie Fläche nun Haftnotizen mit Kommentaren an eine beliebige Stelle im Dokument. Per Fingertipp lassen sich diese dann öffnen, löschen oder an eine andere Stelle im Text verschieben. Außerdem besteht endlich auch die Möglichkeit, ausgewählte Textpassagen zu markieren. Ein langer Fingertipp wählt den hervorzuhebenden Text aus. Standardmäßig markiert der Adobe Reader die ausgewählten Stellen in gelb. Per Klick auf eine Markierung kann der Nutzer jedoch auch eine andere von insgesamt zehn Farben auswählen sowie dessen Deckungskraft festlegen. Textabschnitte lassen sich weiterhin farbig unter- oder durchstreichen und kopieren. Praktisch ist zudem die Möglichkeit, Markierungen oder Kommentare frei per Hand zu zeichnen. Das klappt wiederum per langem Fingertipp oder über die Toolbar am oberen Bildschirmrand, die auch alle weiteren, neuen Funktionen bereithält.

Die aktuelle Version ermöglicht zudem auch das Unterzeichnen von Dokumenten. Dabei unterstützt die mobile Version auch den von Adobe übernommenen Dienst EchoSign. Praktisch ist das vor allem, da mit dem neuen Adobe Reader auch das Ausfüllen von Formularen klappt – allerdings erst einmal nur mit PDFs von Acrobat. Formulare, die mit Adobe LiveCycle Designer erstellt sind, unterstützt die Smartphone-Version vorerst nicht.

Darüber hinaus bringt die neue Version noch einige, weitere kleine Verbesserungen mit. So öffnet der Adobe Reader jetzt auch Hyper-Links im Text und springt an die zuletzt angesehene Stelle beim erneuten Laden eines Dokuments. Auch am File-Browser hat der Hersteller noch etwas gefeilt. Neu sind die Suchfunktion und die Thumbnail-Vorschau bei der Dateiauswahl.

Damit hat der Adobe Reader richtig zugelegt und nähert sich in Sachen Funktionsumfang immer weiter an das vom Windows-Rechner bekannte Pendant an. Wenn er jetzt noch DRM-geschützte Dokumente unterstützen würde, gäbe es nicht mehr allzu viel zu meckern.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Adobe Reader für Android: aktuelles Update erweitert PDF-Reader um viele Funktionen

  • Am 27. Juni 2012 um 19:54 von Bongo

    Acrobat kann Hervorhebungen nicht speichern
    Auf meinem Flyer kann man die ganzen Markierungen usw. leider nicht speichern.
    Hat noch jemand das Problem?

    • Am 9. Juli 2013 um 10:06 von Steven

      Ja, das gleiche Problem habe ich auch! Vielleicht klappt es ja, wenn man das Dokument über den Adobe Reader verschickt, z.B. über Bluetooth. Ich habs bisher noch nicht probiert.

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