AfterFocus für Android: Unschärfe-Effekte im Stil des HTC One (M8)

AfterFocus für Android: Unschärfe-Effekte im Stil des HTC One (M8)Das neue Android-Smartphone HTC One (M8) ist mit einer zweiten Kamera ausgestattet, die als Tiefensensor dient. Sie erfasst sozusagen die Entfernung von Objekten auf Fotos, wodurch Anwender die Möglichkeit haben, den Fokus nachträglich festzulegen und Unschärfe-Effekte zu erzeugen. Auf diese Weise können HTC-One-M8-Besitzer ihre Schnappschüsse im Prinzip ähnlich wie mit einer teuren Spiegelreflexkamera in Szene setzen.

Aber auch Besitzer eines herkömmlichen Android-Smartphones müssen nicht auf dieses Feature verzichten. Mit der Android-App AfterFocus können sie ihre Bilder ebenso mit Schärfe-Unschärfe-Effekten aufpeppen. Im Vergleich zur Funktion des HTC One (M8) bietet die App sogar noch etwas umfangreichere Einstellungen.

Anwender können wahlweise gerade eben geknipste Fotos oder auch Bilder aus der Galerie verwenden. Ist der gewünschte Schnapschuss ausgewählt, stehen zwei unterschiedliche Methoden zur Auswahl, um die Bilder mit Effekten aufzupeppen. Die Smart-Methode versucht, dem Anwender beim Markieren des Fokus-Bereichs und des Hintergrunds die Arbeit abzunehmen, ist dadurch aber auch allzu genau. Wer schönere Unschärfe-Effekte erzeugen möchte, wählt am besten die manuelle Methode aus. Per Fingertipp malt der Nutzer dann die Bereiche des Fotos aus, die später scharf beziehungsweise unscharf erscheinen sollen. Je genauer man dabei vorgeht, desto wird das Ergebnis. Über die Toolbar sind die verschiedenen Werkzeuge für den Fokus- und einen Zwischenbereich sowie den Hintergrund zugänglich. Sind die groben Bereiche ausgefüllt, helfen eine kleinere Pinselgröße und der Zoom, um auch die feinsten Stellen zu markieren. Das geht fast auf den Pixel genau. Hat man sich einmal verzeichnet, hilft ein Klick auf das Pfeil-Symbol in der Titelleiste. Dies macht die letzten Striche wieder rückgängig. Der Radiergummi (Smiley-Symbol) löscht wahlweise auch alle bisherigen Eingaben.

Im nächsten Schritt legt der Smartphone-Besitzer dann die Art und Stärke des Effekts fest, passt die Blendenöffnung – und damit die Intensität des Unschärfe-Effekts – an oder erzeugt einen fließenden Übergang zwischen den scharfen und unscharfen Bereichen.  Das geht beim HTC One (M8) beispielsweise nicht. Zudem verschönert er die Bilder bei Bedarf zusätzlich mit einigen Filtern wie Schwarz-Weiß, Sepia oder Vintage.

AfterFocus für Android: Unschärfe-Effekte im Stil des HTC One (M8)

Bis man ein Foto mit Unschärfe-Effekten versehen hat, dauert es deutlich länger als beim HTC One (M8) – zumindest mit der kostenlosen Version (Bild: CNET.de).

Das fertige Meisterwerk speichert AfterFocus dann per Fingertipp auf der microSD-Karte ab. Natürlich sind die Fotos wie üblich auch im Nu auf Facebook, Twitter, Flickr oder Instagram hochgeladen.

AfterFocus für Android: Unschärfe-Effekte im Stil des HTC One (M8)

Praktisch: bei AfterFocus lässt die Intensität des Unschärfe-Effekts sich einstellen lässt. Das geht beim HTC One (M8) nicht (Bild: CNET.de).

In der kostenlosen Version ist die Auflösung der Bilder leider auf maximal 800 Pixel beschränkt. Die volle Pixelzahl gibt es nur in der kostenpflichtigen Pro-Version, die es über Googles Play Store für 1,50 Euro zu kaufen gibt. Die Bezahl-Version speichert die Bilder dann in einer wesentlich höheren Auflösung von bis zu 3264 Pixeln. Die entsprechende Option zum Umstellen der Pixelzahl findet sich in den Einstellungen. Außerdem gelingen der kostenpflichtigen Variante dank “Edge-Feathering” bessere Übergänge zwischen Vorder- und Hintergrund. Mit der Funktion Double Photo bringt AfterFocus-Pro beispielsweise auch noch einen weiteren Modus mit, der dem Smartphone-Besitzer das Markieren des Fokus-Bereichs vollkommen erspart. Der Anwender schießt dabei zwei leicht versetzte Bilder und die App erkennt selbst, welches Objekt sich im Vordergrund befindet. Bei der Nachbearbeitung der Fotos stehen zudem ein paar Filter mehr zur Auswahl.

AfterFocus für Android: Unschärfe-Effekte im Stil des HTC One (M8)

Die volle Pixelzahl gibt es nur in der kostenpflichtigen Pro-Version, die es über Googles Play Store für 1,50 Euro zu kaufen gibt (Bild: CNET.de).


Die vollendeten Fotos können mit dem UFocus-Feature des HTC One (M8) definitiv mithalten. Praktisch ist bei AfterFocus, dass sich die Intensität des Unschärfe-Effekts einstellen lässt. Bis man ein Foto mit Unschärfe-Effekten versehen hat, dauert es allerdings deutlich länger als beim HTC One (M8) – zumindest mit der kostenlosen Version. Die vollendeten Fotos können bei beiden Anwendungen aber natürlich nicht mit denen einer DSLR-Kamera mithalten. Kleinee Fehler schleichen sich bei beiden Anwendungen ein. Folgendes Bild zeigt UFocus und AfterFocus im Vergleich:

AfterFocus für Android: Unschärfe-Effekte im Stil des HTC One (M8)

Oben ist das Ergebnis mit AfterFocus zu sehen. Das untere Bild wurde mit HTCs UFocus erzeugt (Bild:CNET.de).

Wer kein HTC One (M8) besitzt, der bekommt mit der Android-App AfterFocus eine Alternative, um seine gewöhnlichen Schnappschüsse genau wie mit dem HTC-Flaggschiff aufzupeppen. AfterFocus ist kostenlos über Googles Play Store erhältlich und läuft ab Android in der Betriebssystemversion 2.2 und aufwärts.

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