Xing-Anklicker identifizieren: Profil-Besucher auch ohne Premium-Account einsehen

Im Gegensatz zu Facebook, Lokalisten & Co. ist das auf professionelle Kontakte fokussierte soziale Netzwerk Xing nicht komplett kostenlos – jedenfalls nicht, wenn man alle Funktionen nutzen möchte. So dürfen beispielsweise nur Premium-Mitglieder Nicht-Kontakte anschreiben, und auch für die erweiterten Suchfunktionen muss man Geld auf den Tisch legen. Den meisten Anwendern wird der Unterschied zwischen Gratis- und Bezahlversion jedoch durch die Besucher des eigenen Profils auffallen. Denn wer umsonst netzwerkt, bekommt diese zwar immer rechts oben auf der Startseite eingeblendet, kann aber nur ein winziges Thumbnail des Profilbilds und keinen Namen einsehen. Das lässt sich mit einem einfachen Trick ändern.

Xing überschüttet den Gratis-Nutzer geradezu mit Anreizen, auf die Premium-Version zu wechseln. Die Besucher des eigenen Profils dürfte für die meisten Anwender der Stärkste davon sein.
Xing überschüttet den Gratis-Nutzer geradezu mit Anreizen, auf die Premium-Version zu wechseln. Die Besucher des eigenen Profils dürfte für die meisten Anwender der Stärkste davon sein.

Häufig hilft es ja schon, das Profilbild zu vergrößern, um zu erkennen, wer auf dem eigenen Profil stöbert. Dazu reicht es aus, mit einem Rechtsklick auf das Bild die URL des Profilfotos zu kopieren und dieses in einem neuen Browsertab zu öffnen. Anschließend entfernt man, wie in folgendem Screenshot gezeigt, einfach den hier markierten Teil .30×40 aus der Adresse, und schon ist das Foto auf immerhin deutlich identifizerungsfreundlichere 140 mal 185 Pixel angewachsen.

Entfernt man den hier markierten Teil aus der URL, bekommt man eine größere Version des Fotos zu sehen.
Entfernt man den hier markierten Teil aus der URL, bekommt man eine größere Version des Fotos zu sehen.

Reicht das nicht aus, um die Neugierde zu befriedigen, hilft Googles Bildersuche weiter. Denn hier ist es nicht nur möglich, zu einem bestimmten Stichwort passende Fotos herauszusuchen, sondern auch eine Inverssuche durchzuführen. Sprich: Man füttert die Suchmaschine mit einem Foto und erhält passend dazu Treffer aus dem Internet. Dazu klickt man in der Bildersuche einfach am rechten Rand des Suchfelds auf das kleine Kamera-Symbol und fügt hier die URL des Xing-Fotos ein. In der Regel tauchen hier dann die diversen Facebook-, Linkedin- und 123people-Profile auf, die mit demselben Bild versehen sind.

Googles Inverssuche erlaubt es in den meisten Fällen, mehr Informationen zu dem Foto und der dazugehörigen Person herauszufinden.
Googles Inverssuche erlaubt es in den meisten Fällen, mehr Informationen zu dem Foto und der dazugehörigen Person herauszufinden.

Und hier ist auch der Haken: Das Ganze funktioniert nämlich eben nur dann, wenn der anklickende Xing-Nutzer sein Profil mit einem Foto versehen hat, dass er auch an anderer Stelle verwendet. Und genau so ist es dann auch wieder möglich, sich vor dieser Art der Rückverfolgung zu schützen: Man nutzt auf Xing einfach ein Bild, das sonst nirgendwo im Internet zu finden ist. (Bilder: Screenshots von Xing.de)

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Xing-Anklicker identifizieren: Profil-Besucher auch ohne Premium-Account einsehen

  • Am 16. Januar 2013 um 15:31 von Andi

    Hallo,
    bin auch auf Xing reingefallen.
    Man geht eine “Ein Jahr Mitgliedschaft” ein und wundert sich über eine Rechnung im zweiten Jahr.
    Habe es zwar 13 Tage vorher noch gemerkt, jedoch wurde meine Kündigung nicht mehr angenommen, da 14 Werktage vor Ablauf des Vertrages hätte kündigen müssen. Eine frechheit.
    Wenn ich eine Mitgliedschaft “ein Jahres Mitgliedschaft” nenne, kann ich von einem Kunden doch nicht erwarten, dass er weiß dass dies ein Abonnement und keine Mitgliedschaft ist. Obendrein wurde meine Mitgliedschaft von meinem Arbeitgeber abgeschlossen somit ist der Rechnungsempfänger auch mein Arbeitgeber, bei dem ich jedoch nicht mehr beschäftigt bin. Nun soll ich die Zahlung leisten.
    Meiner Meinung nach ist diese ganze Geschichte Betrug und frech obendrein.
    Ich finde das ist unlauterer Wettbewerb.

  • Am 14. Mai 2013 um 00:19 von Tobi

    Hallo Andi,
    Das sehe ich anders. wenn dein Ex-Chef xing für dich als MA anlegt ok. Er bekommt ja wie du sagst die Rechnung. Wo ist da Xing schuld? ist nicht das Problem von dir und deinem Chef?…

  • Am 14. Mai 2013 um 00:21 von Tobi

    Ach ja, unlauterer Wettbewerb is das schon glei garned….
    Sorry aber bei so Weinerlichen Aussagen muss i immer lachen….

  • Am 3. September 2013 um 08:48 von Michael

    Das Ganze kann man auch wesentlich einfacher haben. Für solche Zwecke gibt es Xing-Rückwärtssuchen wie “XiVerse”. ( http://xiverse.code-bude.net )

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