JBL OnBeat: kompaktes iPad-fähiges Lautsprecher-Soundsystem mit passablem Sound

Wie schon der iPod und das iPhone vor ihm hat auch das iPad für einen blühenden Zubehörmarkt gesorgt. Neben einer Unzahl an Hüllen und Keyboards gibt es auch einer Menge kompatibler Lautsprecher-Docks. Oft genug handelt es sich nur um aufgeblasene Versionen „alter“ iPhone-Docks, die an Apples Tablet angepasst wurden. Das von uns getestete OnBeat von JBL ist ein solches kompaktes, aber iPad-fähiges Lautsprecher-Dock.

Das JBL OnBeat ist in Weiß oder Schwarz erhältlich und wird vom Hersteller mit einem Listenpreis von 159 Euro geführt. Am deutschen Markt ist das Gerät aber bereits zu Preisen ab knapp über 100 Euro erhältlich.

Der Docking-Bereich des des JBL OnBeat ist groß genug für ein iPad und akzeptiert auch jedes andere Docking-fähige iOS-Gerät (z.B. iPhone und iPod Touch). Aber die Drehung aus der vertikalen in die horizontale Positionierung funktioniert nur mit den kleineren Geräten, ein angedocktes iPad muss vertikal ausgerichtet bleiben. Das ist ein ziemlicher Nachteil, wenn man auf dem Tablet Filme anschauen will.

Das OnBeat ist zwar nicht so gut wie der viel größere – und mit einem Marktpreis von knapp 400 Euro auch deutlich teurere – Bruder OnBeat Xtreme, der auch ein iPad in die Horizontale rotieren kann, aber dennoch wird das kleine OnBeat sein Fans unter Anwendern finden, die ein iPad-fähiges Lautsprecher-Dock für den Nachtschrank suchen und primär Musik abspielen wollen.

Design

Wie der große Bruder hat auch das originale OnBeat eines dieser Designs, die man entweder liebt oder äußerst seltsam findet. Die Front erinnert ein wenig an ein formelles Frauenkleid, das um das Dock herum durch die Chrom-Akzente herzförmig betont wird. Obwohl das OnBeat eine gute Fertigungsqualität vorweisen kann, fühlt es sich dennoch sehr leicht an. Dies mag zwar einigen Anwendern gefallen, ist aber letztlich nie ein Merkmal eines hochwertigen Soundsystems. Das OnBeat ist halt kein luxuriöses High-End-Produkt wie das OnBeat Xtreme, aber bei einem Viertel des Preises darf man das auch nicht erwarten.

Das JBL OnBeat integriert ein typisches Apple-Dock mit 30 Pins. Der Dock-Träger kann gedreht werden, so dass man ein iPhone, einen iPod oder einen iPod Touch zum Anschauen von Videos von der vertikalen in die horizontale Ausrichtung rotieren kann. Wird ein iPad angedockt, muss es allerdings in der Senkrechten verbleiben – ein großes Problem beim Anschauen von Videos. JBL legt dem Gerät Adapter für iPads und iPhones bei, die für einen sichereren Sitz des jeweiligen Geräts im Dock sorgen und es – wie üblich – gleichzeitig aufladen.

Das Dock kann zwar sowohl mit dem originalen iPad wie auch dem iPad 2 benutzt werden, aber wegen der Art und Weise von Apples Positionierung des Dock-Anschluss an der Unterseite des iPad 2 kommt jedes mal eine gewisse Unsicherheit auf, ob das Tablet auch richtig sitzt. Auf gut Deutsch: Wenn man das Tablet ins Dock einschiebt, braucht man in der Regel ein paar Versuche, bis es richtig sitzt. Das ist kein riesiges Problem, aber nervt etwas.

Abhängig davon, ob ein iPad angedockt ist oder nicht, hat das Lautsprecher-Dock auch ein völlig anderes Aussehen. Wir ziehen den Anblick eines angedockten iPads vor; iPhone oder iPod Touch wirken irgendwie ein wenig deplatziert.

Features

Das OnBeat verfügt im Gegensatz zum OnBeat Xtreme über keine Bluetooth-Schnittstelle und bringt auch nicht die Airplay-Kompatibilität des JBL OnAir Wireless mit. Aber dennoch bietet es seinem zukünftigen Besitzer ein paar Extras.

So gibt es beispielsweise einen Videoausgang, dank dem man auf einem angedockten iPad, iPhone oder iPod gespeicherte Videos mit einem optionalen auf dem Fernseher wiedergeben kann. Da es sich aber nur um eine Composite-Schnittstelle (Cinch) handelt, ist die Ausgabequalität nicht die beste; über das Niveau eines VHS-Videorekorders kommt sie nicht hinaus.

Auf der Rückseite findet sich neben einem AUX-Eingang im 3,5-mm-Klinke-Format für den Anschluss externer Audioquellen wie einem Nicht-Apple-MP3-Player auch ein USB-Anschluss, der die Synchronisation angedockter iOS-Geräte mit iTunes auf dem Computer erlaubt. Das das mitgelieferte USB-Kabel aber nicht das längste ist, sollte der Rechner nicht allzu weit entfernt stehen.

Noch etwas zu der mitgelieferten Fernbedienung: Es ist ein einfaches, kleines Kunststoffmodell, mit dem sich die grundlegende Musikwiedergabe (Pause, Titelsprung und Lautstärke) des iOS-Geräts steuern lässt. Anders gesagt: Nichts außergewöhnliches, aber funktionell und im Lieferumfang enthalten – und klein genug, um sie leicht zu verlieren.

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