Canon PowerShot SX150 IS im Test: günstige, aber langsame Superzoom-Kamera

Die Canon PowerShot SX150 IS bietet für 130 Euro einen zwölffachen optischen Zoom sowie manuelle Einstellungsmöglichkeiten und setzt auf AA-Batterien. Damit zielt der Hersteller auf preisbewusste, aber anspruchsvolle Fotografen, die bei der Energieversorgung möglichst flexibel unterwegs sein möchten. Ob der günstige Superzoomer in der Praxis überzeugt, verrät der Testbericht.

Wer bereits die Vorgängerin SX130 IS besitzt, wird sich beim Blick auf die SX150 IS und deren Datenblatt etwas wundern. Weder Äußerlich noch bei der Ausstattung hat sich wirklich viel getan. Die Auflösung hat sich von 12 auf 14 Megapixel gesteigert, der Bildstabilisator wurde verbessert, und es gibt es jetzt eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme. Das war’s aber auch schon.

Design

Auch optisch hat sich die Canon PowerShot SX150 IS im Vergleich zur Vorgängerin kaum verändert. Sie ist immer noch klobig und schwer, insbesondere im direkten Vergleich mit den kompakten Megazoom-Kameras à la Panasonic Lumix DMC-TZ31 oder Canon IXUS 260 HS. Einer der Hauptgründe für die deftigen Abmessungen der Kamera ist, dass der Hersteller bei der Energieversorgung auf AA-Batterien setzt. Die Konkurrenz nutzt inzwischen größtenteils proprietäre Lithium-Ionen-Akkus. Leider ist die Reichweite der SX150 mit 110 Fotos bei Verwendung von Alkali-Batterien extrem kurz. Selbst mit wiederaufladbaren NiMH-Akkus ist die Akklaufzeit nicht berauschend. Im Gegenzug ist dafür in jedem Supermarkt und an jedem Kiosk Nachschub erhältlich, was man von den proprietären Akkus der Konkurrenz nicht behaupten könnte.

Der Vorteil des massiven Gehäuses ist, dass die Kamera komfortabel zu halten und zu benutzen ist. Die Bedienelemente auf der Rückseite sind praktisch mit denen der Vorgängerin SX130 IS identisch. Die Taste für die Gesichtserkennung ist jedoch verschwunden, ihren Platz nimmt ein dedizierter Button zum Starten der Videoaufnahme ein. Er befindet sich zusammen mit Knöpfen für Belichtungskorrektur und Wiedergabemodus oberhalb eines Vier-Wege-Pads. Unterhalb dieses Pads sitzen noch zwei Tasten zum Anpassen der auf dem Bildschirm angezeigten Informationen und zum Aufrufen des Hauptmenüs.

Dank großzügig dimensionierter Bedienelemente und eines vergleichsweise massigen Gehäuses eignet sich die SX150 IS auch für Fotografen mit großen Händen.
Dank großzügig dimensionierter Bedienelemente und eines vergleichsweise massigen Gehäuses eignet sich die SX150 IS auch für Fotografen mit großen Händen.

Das Vier-Wege-Pad selbst ist drehbar konstruiert und erlaubt so ein bequemes Einstellen von Aufnahmeparametern. Das Rädchen bietet ein feines haptisches Feedback und rastet beim Drehen bei jeder Position leicht ein. Dadurch schießt man beim hastigen Anpassen von Parametern nicht so leicht übers Ziel hinaus. Neben der Navigation durch die Menüs dienen die vier Richtungstasten außerdem zum Aufrufen der Konfiguration von Fokus, Selbstauslöser, Blitz und ISO-Empfindlichkeit. Mittig auf dem Pad befindet sich eine Func.Set-Taste, die ein Schnellmenü mit aufnahmrelevanten Einstellungen aufruft. Links neben den Bedienelementen befindet sich das 3,0 Zoll große Display, das zwar mit 320 mal 240 Pixeln niedrig auflöst, dafür aber recht kräftig ist. In direktem Sonnenlicht fällt es allerdings eher schwer, hier etwas zu erkennen.

Die Oberseite des Gehäuses gibt keine Rätsel auf. Hier finden sich Ein/Aus-Schalter, Auslöser mitsamt Zoomring und Einstellrädchen zur Wahl des Aufnahmemodus. Alles in allem ist die Bedienung der Canon PowerShot SX150 IS schnell und leicht zu erlernen. Wer den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, sollte sich aber dennoch das Handbuch zu Gemüte führen. Es befindet sich in digitaler Form im Lieferumfang mit der Kamera.

Die Canon PowerShot SX150 IS dürfte auch Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie nicht vor unlösbare Rätsel stellen.
Die Canon PowerShot SX150 IS dürfte auch Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie nicht vor unlösbare Rätsel stellen.

Die Fächer für Batterien und Speicherkarte befinden sich hinter einer Klappe auf der Unterseite der Kamera. Auf der rechten Seite der SX150 IS sitzt ein Türchen, das einen kombinierten USB-AV-Anschluss verbirgt. Über diesen lässt sich die Kamera mit dem Rechner oder dem Fernseher verbinden. Außerdem gibt es hier noch einen Netzanschluss, um die Kamera direkt an der Steckdose zu betreiben. Der passende Netzadapter ist jedoch nicht im Lieferumfang enthalten.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Canon PowerShot SX150 IS im Test: günstige, aber langsame Superzoom-Kamera

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *