Schon im Test: Asus Transformer Pad TF300 – günstiger Bruder des Transformer Prime

Kunststoff- statt Metallgehäuse, etwas dicker, minimal langsamer – aber spürbar günstiger ist das neue TF300, das im kommenden Monat auch in Deutschland auf den Markt kommen soll. Mit seinem optionalen Tastatur-Dock ist auch das neue Modell ein echter Geheimtipp für mobile Vielschreiber.

Bei seiner Vorstellung im letzten Jahr war das Asus Transformer Prime der Überflieger in Sachen Android-Tablet. Neben dem interessanten Design mit Tastatur-Dock gab es einen Quad-Core-Prozessor und ein gutes Display mit überragender Helligkeit im Tablet-Umfeld. Und in Kombination mit dem Tastatur-Dock kann sich auch die Akkulaufzeit mehr als nur sehen lassen.

Aber seitdem hat sich einiges getan. Das Retina-Display der dritten iPad-Generation setzt neue Maßstäbe, und denen müssen sich die Konkurrenten stellen. Dazu gehört natürlich auch ein Tablet mit hochauflösendem Display, aber im ersten Schritt bringt Asus erst einmal eine günstigere Variante seines Transformers auf den Markt.

Um ein gutes Stück will der Hersteller sein aktuelles Modell unterbieten. 399 Euro ist die unverbindliche Preisempfehlung für das Modell ohne UMTS, und beim Versuch, zu sparen, sollte der Verzicht für den Nutzer so gering wie möglich ausfallen. Beispiele dafür sind das neue Plastik- statt Metallgehäuse und das zwar gleich hoch auflösende, aber nicht mehr so helle Display. Dafür bleiben die Highlights wie der Tegra-3-Prozessor von Nvidia erhalten, und es gibt Neuerungen wie Android 4.0.

Das Asus Transformer Pad 300 ist ab sofort in den USA zu haben und soll im nächsten Monat auch in anderen Teilen der Welt ausgeliefert werden.

Design

Ja, ein bisschen vermissen wir das Aluminium-Gehäuse schon – denn die Haptik von echtem, kühlen Metall ist einfach etwas Feines. Aber dafür ist das Material wohl auch mit Schuld an den GPS- und WLAN-Empfangsproblemen, die einige Nutzer im Einsatz hatten. Das neue Kunststoff-Gehäuse jedenfalls blockt Funkwellen nicht. Dafür ist es aber mit 9,9 Millimetern auch ein Stück dicker als die Metallversion des Prime (8,3 Millimeter). Überraschend: Auch das Gewicht schießt mit 635 zu 586 Gramm in die Höhe.

Erfreulich finden wir, dass auch das Plastik-Transformer-Pad die konzentrischen Gravuren auf seiner Rückseite trägt. Das sieht gut aus und sorgt in der Praxis für einen besseren Grip als die Metallversion.

Abgesehen vom anderen Material ist das Design des TF300 quasi mit dem des Prime identisch. Der Ein-Aus-Taster oben links hat an Größe zugelegt und einen besseren Druckpunkt, während Wippschalter zur Lautstärkeregeung, Micro-HMDI-Ausgang und microSD-Speicherkartenslot unverändert scheinen. Ganz unten gibt es den bekannten und proprietären Dock-Connector zum Laden des Akkus, zum Übertragen von Daten sowie zum Verbinden mit der Tastatur.

Wie das Tablet selbst ist auch das Tastatur-Dock aus Kunststoff gefertigt. Es baut ebenfalls höher auf als das des Prime, aber das Gewicht liegt mit 546 Gramm auf gleichem Niveau. Wie gehabt bringt das Dock nicht nur ein Tastenfeld mit, sondern unterstützt das produktive Arbeiten auch mit einem echten USB-Port und mit einem SD-Speicherkartenslot – das Tablet selbst nimmt nur microSD-Karten auf. Der Akku hingegen hat mit 16,5 Wh eine geringere Kapazität. Das Dock des Prime speichert voll aufgeladen 22 Wh Energie. Unterm Strich bedeutet das eine Stromreserve, die fünf Stunden ausreicht – und damit eine weniger als beim Prime.

Nicht verändert hat sich leider die Kopflastigkeit von Tablet und Dock. Sobald man das Gerät als Notebook-Ersatz verwendet und den Bildschirm hochklappt, neigt es vor allem auf nicht komplett ebenen Oberflächen (wie den Beinen) dazu, nach hinten zu kippen.

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