Asus PadFone im Vorab-Test: Android-Smartphone mit Tablet-Dock und Ansteck-Tastatur

Ein Smartphone zum Telefonieren und Spielen, ein Tablet zum YouTube-Gucken und Surfen auf dem Sofa sowie ein Notebook zum produktiven Arbeiten – wer keine Kompromisse eingehen möchte, braucht einen ganzen Stapel verschiedener Mobilcomputer. Asus sagt dem Gerätechaos den Kampf an. Das PadFone verwandelt sich nämlich nach Bedarf vom Handy in ein Tablet oder in ein ausgewachsenes Netbook. Unsere Kollegen von CNET Asia hatten bereits die Gelegenheit, den Verwandlungskünstler auszuprobieren. Wie sich dieser in der Praxis schlägt, verrät der ausführliche Vorab-Test.

Beim PadFone selbst handelt es sich um ein Android-Smartphone mit 4,3-Zoll-Display, 540 mal 960 Pixeln Auflösung, 1,5 GHz schneller Dual-Core-CPU und einem Marktpreis von 400 bis 500 Euro – soweit nichts Besonderes. Die große Stärke des Handys liegt in seinem Zubehör. Für rund 200 bis 250 Euro wird ein passendes Tablet-Dock namens PadFone Station den Besitzer wechseln, in das der Anwender das Mobiltelefon einfach eindockt und anschließend von einem größeren Display sowie einem stärkeren Akku profitiert. Eigene Rechenleistung stellt das Tablet-Dock übrigens nicht – darum kümmert sich der Prozessor des PadFone. Wer produktiv arbeiten möchte, bekommt für noch einmal voraussichtlich gut 100 Euro eine Anstecktastatur namens PadFone Station Dock dazu, die das Smartphone zusammen mit dem Tablet-Dock in ein mehr oder weniger vollwertiges Notebook verwandelt. Nachdem uns neben dem Smartphone auch die beiden Docks vorlagen, gibt es hier quasi auch drei Previews zum Preis von einem.

Design

Das PadFone selbst ist schlank und gut gebaut. Die texturierte Rückseite fühlt sich wertig an und sorgt für einen sicheren Sitz in der Hand. Auf der rechten Seite befinden sich die Bedienelemente zur Lautstärkeregelung, auf der Oberseite bringt Asus mittig eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse unter und daneben den Ein/Aus/Lock-Taster. Links am Gehäuse sitzen Micro-HDMI- und Micro-USB-Port. Über diese beiden Anschlüsse stellt das Smartphone auch die Verbindung zur PadFone Station her. Die rückseitige Abdeckung ist abnehmbar. Darunter kommt der 1520 mAh starke Stromspeicher zum Vorschein.

Die texturierte Rückseite des Asus PadFone sorgt für einen sicheren Sitz in der Hand.
Die texturierte Rückseite des Asus PadFone sorgt für einen sicheren Sitz in der Hand.

Beim Betriebssystem setzt Asus auf das aktuelle Android 4.0 mit dem Beinamen Ice Cream Sandwich. Die Oberfläche hat der Hersteller größtenteils nicht angefasst, es gibt lediglich ein paar kleine und für den Endverbraucher unsichtbare Anpassungen, um das Umschalten zwischen Smartphone- und Tablet-Betrieb zu gewährleisten. Wer sich also ein möglichst naturbelassenes Android 4.0 auf seinem Gerät wünscht, ist hier an der richtigen Adresse.

Die gesamte Front des PadFone ist vom von Corning produzierten Gorilla-Glas bedeckt. Das verleiht dem Smartphone einen sehr edlen und modernen Look, beinahe schon auf Apple-Niveau. Nachdem das PadFone die typischen Android-Tasten auf dem Bildschirm darstellt, gibt es unterhalb der Anzeige keine mechanischen Bedienelemente. Hier prangt nur das Asus-Logo. Für einen saubereren und edleren Look hätte es gesorgt, wenn der Hersteller darauf verzichtet und sein Logo auf der Rückseite aufgepinselt hätte. Das gleiche gilt auch für die Materialauswahl. Es kommt nämlich ziemlich viel Kunststoff zum Einsatz, was für ein mit 129 Gramm recht niedriges Gewicht sorgt.

Das Asus PadFone verfügt über ein qHD-Display mit einer Auflösung von 540 mal 960 Pixeln, die Bilddiagonale beträgt 4,3 Zoll. Dank der Super-AMOLED-Technologie überzeugt das Smartphone mit lebendigen Farben und guter Lesbarkeit in der prallen Sonne. Das Tablet verfügt über ein “normales” LC-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Bildpunkten, die sich auf einer Anzeige mit 10,1 Zoll Diagonale verteilen.

In Verbindung mit der PadFone Station und dem PadFone Station Dock erinnert das Asus-Handy optisch stark in die Transformer-Tablets des Herstellers. Allerdings hat sich Asus merkwürdigerweise bei den Tastaturen für proprietäre Anschlüsse entschlossen. Es besteht also nicht die Möglichkeit, ein Dock von einem der Transformer-Tablets mit der PadFone Station zu verbinden oder andersherum. Schade.

Alle drei zusammen: Hier sind PadFone, PadFone Station und PadFone Station Dock im Zusammenspiel zu sehen.
Alle drei zusammen: Hier sind PadFone, PadFone Station und PadFone Station Dock im Zusammenspiel zu sehen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Asus PadFone im Vorab-Test: Android-Smartphone mit Tablet-Dock und Ansteck-Tastatur

  • Am 6. Mai 2012 um 21:51 von Jeremias

    Fragen:
    Gibts es eine Möglichkeit das Touchpad per Tastenkombination auszuschalten?
    War das Tablet, als ihr getestet habt, wie schnell es lädt, in Benutzung?
    Verbindungsprobleme zwischen PadFone und Dock: wie oft ist gelegentlich? Wäre für mich ein konkretes Ausschlusskriterium.
    Denkt ihr, dass es der Kamera noch ein Softwareupdate gibt? In Puncto Geschwindigkeit beim Auslösen.

  • Am 7. Mai 2012 um 11:24 von Planet

    Alte Fotos
    Hallo, weshalb verbreiten sie denn teilweise immer noch die alten Fotos mit dem 2011er Design (und auch noch gleich das erste)?

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