Olympus TG-1 im Hands-on: Outdoor-Kamera mit F2.0-Linse, GPS und 12-Megapixel-BSI-Sensor

Outdoor-Kameras sind zwar praktisch, weil sie alle nur erdenklichen Strapazen überstehen. Auf der anderen Seite gehen die wasserdichten und stoßfesten Digicams immer mit Kompromissen einher. Ein Punkt sind die Objektive, die zu ihrem eigenen Schutz immer komplett im Gehäuse integriert sind – …

Outdoor-Kameras sind zwar praktisch, weil sie alle nur erdenklichen Strapazen überstehen. Auf der anderen Seite gehen die wasserdichten und stoßfesten Digicams immer mit Kompromissen einher. Ein Punkt sind die Objektive, die zu ihrem eigenen Schutz immer komplett im Gehäuse integriert sind – und damit kompakter konstruiert sein müssen als bei ihren nicht-robusten Konkurrenten. Zumeist befinden sich diese Linsen dann sehr weit rechts auf der Vorderseite in unfreiwilliger Reichweite der Finger der linken Hand. Außerdem haben die Optiken bedingt durch ihre kompakte Bauweise meist sehr schlechte Lichtstärken aufzuweisen, was höhere ISO-Empfindlichkeiten fordert und damit die Bildqualität verschlechtert. Und nachdem schließlich vergleichsweise viel Geld für die überlebensfähige Konstruktion drauf gegangen ist, bleibt für die eigentliche fotografische Ausstattung nicht mehr viel Spielraum. Entsprechend durchschnittlich schlagen sich die meisten Modelle bei der Bildqualität.

Die Olympus TG-1 will den Markt kräftig aufräumen. So bietet sie als erste Outdoor-Digicam eine lichtstarke F2.0-Linse. Im Telebereich fällt die Lichtstärke zwar bis auf F4,9 ab, doch auch damit ist die Knipse noch gut dabei. Außerdem ist der vierfache optische Zoom erfreulich panoramatauglich: Die kleinste Brennweite im Weitwinkel beträgt 25 Millimeter. Außerdem befindet sich das Objektiv in der Mitte des Gehäuses und ist damit weitgehend sicher vor den Fingern des Fotografen.

Hinter der Linse befindet sich ein schneller 12-Megapixel-BSI-Sensor. Er ermöglicht bei voller Auflösung eine Serienbildgeschwindigkeit von fünf Fotos pro Sekunde – 25 Bilder lang. Wer sich mit 3 Megapixeln zufrieden gibt, wird mit wahlweise 15 oder sogar 60 fps belohnt. Die Pufferspeicher laufen hier dann jeweils nach 100 Aufnahmen voll. Die maximale Auflösung im Videomodus beträgt 1920 mal 1080 Pixel. Die Kamera verfügt außerdem über einen mechanischen Bildstabilisator, der den Sensor bewegt, um zittrige Fotografenhände auszugleichen.

Und noch eine Premiere gibt es bei der Olympus TG-1: Sie ist die erste Outdoor-Kamera mit OLED-Bildschirm. Die Displaytechnologie sorgt für knallige Farben, gute Lesbarkeit bei Sonnenlicht und bietet nahezu unbegrenzte Blickwinkel. Die Auflösung ist mit 610.000 Subpixeln (640 mal 480 Pixel, PenTile) ebenfalls sehr ordentlich. Ein GPS-Receiver ist ebenfalls an Bord. Er versieht die Fotos mit Ortsinformationen, so dass sich die Aufnahmeposition später jederzeit wieder nachvollziehen lässt.

Die Olympus TG-1 ist die erste Outdoor-Kamera mit OLED-Display.
Die Olympus TG-1 ist die erste Outdoor-Kamera mit OLED-Display.

Aber wie viel hält das kleine Kraftpaket jetzt aus? Laut Herstellerangaben überlebt die TG-1 Stürze aus zwei Metern Höhe, taucht bis zu zwölf Meter tief und übersteht Gehäusebelastungen von 100 Kilogramm. Mit einer Frostsicherheit von bis zu zehn Grad unter Null knipst sie auf der Skipiste auch noch fröhlich durch die Gegend. In diesem Zusammenhang ist auch das Eingabesystem namens Tap-Control praktisch, mit dessen Hilfe der Fotograf die Kamera durch Tippen auf die verschiedenen Gehäuseseiten bedient.

Wir haben zwar nur einen Prototypen in die Finger bekommen, aber tatsächlich: Das Gehäuse der Olympus TG-1 fühlt sich an, als könne man Häuser daraus bauen. Die gummierten Beschichtungen auf der Vorder- und Rückseite sorgen für einen sicheren Sitz in der Hand. Erfreulicherweise sind die Türchen, hinter denen sich Akku, Speicherkarte und Anschlüsse verbergen, mit einer doppelten Verriegelung vor unbeabsichtigtem Öffnen geschützt.

Im Makromodus sorgt ein LED-Dauerlicht für eine bessere Beleuchtung als es ein Blitz könnte.
Im Makromodus sorgt ein LED-Dauerlicht für eine bessere Beleuchtung als es ein Blitz könnte.

Laut Olympus setzt die TG-1 auf dasselbe Fokussystem namens FAST wie ihre Systemkamera-Schwestern aus der Pen-Serie, die uns im Test mit der hohen Geschwindigkeit überzeugen konnten. Und tatsächlich: Bereits der Prototyp fokussiert erfreulich schnell.

Zu guter Letzt gibt es für die TG-1 noch eine Reihe von Zubehör. Wer sich nicht so nah an die Haie heranwagen möchte, darf sich über einen Telekonverter freuen. Für die Weitwinkel-Schnorchler gibt es schließlich noch einen Fischaugen-Aufsatz.

Hier ist noch einmal die TG-1 mitsamt ihrem Zubehör zu sehen.
Hier ist noch einmal die TG-1 mitsamt ihrem Zubehör zu sehen.

Die Olympus TG-1 soll pünktlich zum Start der Sommerferien im Juni 2012 im Handel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung setzt der Hersteller bei 399 Euro an.

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