Canon EOS 5D Mark III im Test: tolle Spiegelreflexkamera für Foto- und Videofreaks

Auf die Nachfolgerin der Canon EOS 5D Mark II mussten Fotografen über drei Jahre warten. Jetzt ist die EOS 5D Mark III da – und dementsprechend hoch sind die Erwartungen. Das neue Modell bietet tonnenweise neue Features und einen enorm verbesserten Autofokus. Bei den Basics – der Foto- und Videoqualität – hat sich allerdings weniger getan, als man meinen möchte. Alle Details gibt es im ausführlichen Testbericht.

Wenig Änderungen bei Foto- und Videoqualität – das muss nichts Schlechtes heißen. Denn die Canon EOS 5D Mark II war hier eine fantastische Kamera. Allerdings gab es eben auch Defizite und Schwachstellen. Und genau hier greift das neue Modell an und versucht, diese auszubügeln. Ob das gelungen ist und für wen sich der Preisunterschied von rund 1500 Euro zwischen der 5D Mark II und der 5D Mark III lohnt, wollen wir auf den nächsten Seiten klären.

Design & Ausstattung

Das Gehäuse des Canon EOS 5D Mark III orientiert sich sehr stark an dem der Vorgängerin. Allerdings ist der Handgriff jetzt dank einer neuen Beschichtung etwas klebriger. Auch beim Layout der Bedienelemente gibt es ein paar Veränderungen – größtenteils Verbesserungen. Auf der linken Schulter der Kamera befinden sich das Modusrädchen und der Ein/Aus-Schalter. Das Modusrädchen verfügt über eine Sperrfunktion und dreht sich nur, wenn der Anwender die mittig darauf sitzende Taste drückt. Diese Funktion hat bereits bei der EOS 60D Premiere gefeiert und ist etwas gewöhnungsbedürftig. Mit dem Ein/Aus-Schalter, der unterhalb des Modusrädchens sitzt, haben wir keine Probleme. Allerdings betätigen wir diesen gelegentlich mal versehenlich, wenn wir die DSLR in die Kameratasche packen oder herausholen. Die Akkulaufzeit scheint davon jedoch nicht beeinträchtigt zu sein.

Rechts auf der Oberseite finden sich vier Bedienelemente für Belichtungsmessung und Weißabgleich, Autofokus- und Serienbildmodus, ISO-Empfindlichkeit und Blitzbelichtungskorrektur sowie Aktivieren der Beleuchtung für das obere Display. Im Internet toben Diskussionen, ob diese Displaybeleuchtung die Belichtungsmessung beeinflusst. Bei unserem Modell verändert sich die von der Belichtungsautomatik vorgeschlagene Verschlusszeit beim Aktivieren der Beleuchtung zwar auch um etwa eine Blende, wenn der Objektivdeckel aufgesteck ist. Doch in keiner einzigen, egal wie dunklen Alltagssituation konnten wir eine negative Beeinflussung feststellen.

Außerdem hat Canon auf der Oberseite der 5D Mark III eine kleine programmierbare Funktionstaste hinzugefügt. Die Abblendtaste, mit der sich eine Vorschau über die Tiefenschärfe gewinnen lässt, ist außerdem auf die andere Seite des Objektivs gewandert und ist bequem mit dem Ringfinger der rechten Hand zu erreichen. Auf Wunsch lässt sich auch eine Funktionstaste so konfigurieren, dass sie im Sucher anhand der Autofokuspunkte eine Wasserwaage anzeigt. Die Darstellung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert in der Praxis aber gut.

All diese Einstellungen lassen sich unter einem der drei Custom-Slots auf dem Moduswahlschalter abspeichern. Wer nicht nur viel fotografiert, sondern gleichzeitig auch fleißig filmt, wird mit den drei Slots allerdings schnell an die Grenzen kommen. Wir würden uns alleine drei Speicherplätze für Fotos wünschen – Tag, Nacht und Serienbild – sowie zwei weitere für Video: Tag und Nacht. Platz auf dem Modusrädchen wäre jedenfalls genug vorhanden.

Die Canon EOS 5D Mark III bietet zahlreiche Möglichkeiten, die einzelnen Tasten neu zu belegen.
Die Canon EOS 5D Mark III bietet zahlreiche Möglichkeiten, die einzelnen Tasten neu zu belegen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Canon EOS 5D Mark III im Test: tolle Spiegelreflexkamera für Foto- und Videofreaks

  • Am 26. Mai 2012 um 17:36 von Wolf

    Canon EOS 5D Mark III
    Es wäre aufschlußreich zu erfahren, ob es Kurse gibt, die dem Benutzer die vielfältigen Möglichkeiten der Kamera erschließen helfen.
    F. Wolf

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