Android-Smartphone Panasonic Eluga im Test: wasserdicht, flach und hübsch

Als wir zuletzt Panasonic-Handys in Deutschland kaufen konnten, gab es noch Klappscharniere statt Touchscreen-Displays – und gerade mal so die ersten farbigen Anzeigen. Jetzt wagen sich die Japaner wieder zurück in den Westen und bringen mit dem Eluga ein ordentliches, sehr flaches und vor allem wasserdichtes Android-Smartphone auf den Markt. Wir haben es bereits ausführlich getestet.

Wer Panasonic hört, denkt an Digicams. Oder an Fernseher und vielleicht noch an Rasierer oder Mikrowellen – aber nicht an Handys. Schade eigentlich, schließlich hatten die Japaner in der Vergangenheit etliche Mobiltelefone im deutschen Markt. Zu Zeiten allerdings, in denen noch niemand an iPhone, Touchscreen & Co. gedacht hat.

Und jetzt ist der Hersteller wieder da. Mit dem Eluga, das in den nächsten Wochen auf den Markt kommen soll. Es ist extrem flach, sieht gut aus – und es ist wasserdicht.

Design

Flach und wasserdicht? Das klingt ja nicht gerade nach einem Ruggadized Outdoor Phone, also nach jeden Geräten, die auf Baustellen, im Gebirge oder auf Ölbohrplattformen zum Einsatz kommen. Denn die sind zwar auch wasserfest, aber üblicherweise mit dicken Gummiabdeckungen ummantelt, um auch Stürze zu überleben. Wer also braucht ein Eluga? Taucher jedenfalls nicht, denn das Handy ist bei einem Meter Wassertiefe für 30 Minuten dicht. Tiefsee? Sollte man damit besser meiden. Vielleicht ist es für jemanden aus dem Münsterland geschaffen, bei dem es immer regnet? Oder für Angry-Birds-süchtige, die auch im Schwimmbad, unter der Dusche und in der Badewanne nicht auf das Schweine-Spiel verzichten können?

So genau wissen wir das auch nicht, aber es macht nichts. Denn wo die Outdoor-Handys üblicherweise eben wulstig und gewöhnungsbedürftig aussehen, um Wasser abzuhalten und Stürze zu überleben, ist das Eluga einfach flach und hübsch anzusehen. Man bekommt das dichte Gehäuse also quasi ohne den Preis der Hässlichkeit als Bonus dazu. Und damit ist der Kauf durchaus schon wieder eine Überlegung wert, wenn man häufiger mal dort unterwegs ist, wo es schnell mal nass wird.

Wasserdicht ist es jedenfalls. Wir haben unser Testgerät in ein Glas getunkt und mit Flüssigkeit übergossen – ohne, dass es dabei Schaden genommen hätte. Mit einem iPhone würden wir uns das jedenfalls nicht trauen.

Und obwohl es nicht von dickem Gummi umschlossen ist, wirkt das Eluga erfreulich stabil. Trotz der mit knapp 8 Millimetern wirklich geringen Bauhöhe haben wir nicht das Gefühl, als müssten wir auf das Panasonic aufpassen wie auf ein rohes Ei. Das 4,3 Zoll große Display ist in Anbetracht der Gehäuseabmessungen vergleichsweise groß, was in einem äußerst dünnen Rahmen resultiert, während das geringe Gewicht von 103 Gramm den Eindruck des optischen Minimalismus unterstreicht. Mit dem Eluga kann man sich also durchaus sehen lassen. Das Gerät wirkt erfreulich hochwertig.

Die Ränder und Rückseiten bestehen erfreulicherweise nicht aus glänzendem Plastik, sondern aus mattem Kunststoff. Damit liegt das Smartphone hervorragend in der Hand, und abgesehen von einigen Kleinigkeiten gefällt es uns auch richtig gut. Dass USB-Anschluss und SIM-Kartenslot von Gummiabdeckungen geschützt werde, ist zwar im Alltag etwas nervig, aber eben der Dichtheit geschuldet. Dazu passt der fehlende Speicherkartenslot, der wohl auch aufgrund der niedrigen Bauhöhe weichen musste. Ganz kompromissfrei stimmt also nicht, aber weitgehend kommen wir damit klar.

Nicht unbedingt dem dichten Gehäuse, sondern mehr dem Design geschuldet ist die ungeschickte Positionierung der Tasten. Da das Gerät am Rand komplett abgerundet ist und keine geraden Flächen zeigt, ist der Wippschalter zur Regelung der Lautstärke fast schon auf die Rückseite gerutscht. Das ist alles andere als optimal, denn der genaue Ort lässt sich von der Front nicht erkennen und von Rechtshändern auch nur schwer erreichen. Das gleiche gilt freilich für den direkt darüber angebrachten Ein-Aus-Taster, der darüber hinaus auch noch vergleichsweise winzig ausfällt.

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