Einsteiger-DSLR Nikon D3200 im Test: schnell und gute Bildqualität, aber magere Ausstattung

Die Nikon D3200 setzt zu weiten Teilen auf die gleichen Komponenten wie ihre Vorgängerin D3100, etwa beim Autofokus-System, beim optischen Sucher und beim Gehäuse. Aber das Update hat auch ein paar Neuerungen im Gepäck. Da wären beispielsweise der deutlich höher auflösende Sucher, der neue Expeed-3-Bildprozessor, das verbesserte Display und der 1080/30p-Videomodus inklusive Mikrofon-Eingang. Ob das ausreicht, um der Konkurrenz das Wasser zu reichen, verrät der ausführliche Testbericht.

Die Nikon D3200 ist in einer Reihe unterschiedlicher Versionen verfügbar – nicht nur, was die Farbgebung angeht. Die Kamera gibt es in drei verschiedenen Kits: mit dem 18-bis-55-Millimeter-Objektiv, wobei die D3200 mit der bildstabilisierten Version 699 Euro und mit der Linse ohne Verwacklungsschutz 679 Euro kostet. In Verbindung mit der 18-bis-105-Millimeter-Superzoom-Optik veranschlagt der Hersteller 799 Euro. Das Kit mit dem bildstablisierten 18-bis-55-Millimeter-Objektiv gibt es auf Wunsch auch in Rot.

Design & Ausstattung

Im Wesentlichen steckt die Nikon D3200 im selben Gehäuse wie ihre Vorgängerin D3100. Damit ist die Kamera relativ klein und leicht, fühlt sich allerdings auch ein wenig nach Plastikbomber an. Unterm Strich bietet die DSLR immer noch eine rundum gelungene Bedienung. Doch mit ein paar Änderungen, die Nikon an den Tasten und Rädchen vorgenommen hat, sind wir nicht ganz glücklich.

Der optische Sucher ist identisch mit dem der Vorgängerin. Heißt: Er fällt klein und dunkel aus, was für diese Klasse jedoch typisch ist. Die Fokuspunkte sind winzig und leuchten beim Betätigen der ersten Stufe des Auslösers nur kurz auf. Das macht es bei mittleren und schlechten Lichtverhältnissen fast unmöglich, den richtigen Fokuspunkt zu finden. Außerhalb der Vollautomatik müssen wir beispielsweise den Auslöser immer erst einmal kurz antippen, um das zentrale Autofokus-Feld zu erspähen und es dann auf das Motiv auszurichten. Analog gilt das natürlich auch fürs Fotografieren mit einem anderen Fokuspunkt.

          

Hier ist die Nikon D3200 von links, oben und rechts zu sehen. Ein Klick auf die Thumbnails vergrößert die Ansicht.

Unter dem Daumen der linken Hand befindet sich eine programmierbare Funktionstaste, die wahlweise die Einstellungen für Bildqualität, ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich oder Nikons Active D-Lighting aufruft. Leider ist der Button ohne Hinsehen nur schwer von dem Blitz- und Blitzbelichtungskorrektur-Knopf darüber zu unterscheiden. Rechts am Gehäuse sitzt – wie üblich – der Handgriff, auf dessen Oberseite sich vorne der Auslöser mit umliegendem Ein/Aus-Schalter sowie dahinter zwei Tasten für Belichtungskorrektur und Info befinden. Letztere dient dazu, die auf dem rückseitigen Display dargestellten Informationen anzupassen.

Die dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme befindet sich jetzt ebenfalls auf der Oberseite des Gehäuses, links von den eben erwähnten Knöpfen. Damit sind wir nicht ganz glücklich. Bei der D3100 gab es auf der Rückseite noch einen gut erreichbaren Live-View-Schalter, auf dem die Aufnahmetaste ihren Platz fand. Wer bei der D3200 ein Video einfangen möchte, muss zuerst den Live-View-Modus mit Hilfe der rückseitigen Taste aktivieren. Anschließend startet ein Druck auf die nur unter Verrenkungen erreichbare Video-Taste auf der Oberseite die Aufnahme.

Die Oberfläche der Nikon D3200 ist übersichtlich und einsteigerfreundlich gestaltet.
Die Oberfläche der Nikon D3200 ist übersichtlich und einsteigerfreundlich gestaltet.

Des Weiteren gibt es rechts auf der Oberseite noch das Modusrädchen, das die obligatorischen Automatiken und Halbautomatiken sowie einen manuellen Aufnahmemodus mitbringt. Außerdem findet sich hier auch der Guide-Modus, der Einsteigern bei bestimmten Motiv-Typen Schritt für Schritt erklärt, auf welche Einstellungen es ankommt und wie diese gewählt werden müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Programme im Guide-Modus unterteilen sich in zwei Bereiche: Einsteiger und Fortgeschrittene. Die unter Einsteiger gelisteten Modi stellen dem Fotografen eine eingeschränkte Auswahl an Einstellungen zur Verfügung. Die Fortgeschrittene-Features dagegen erklären dem Anwender, welche Einstellungen für das gewählte Motiv wichtig sind und lassen ihn die Arbeit aber selbst erledigen.

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